Lesebuch
Vladimir Nabokov, geboren am 22. April 1899 in St. Petersburg, entstammte einer großbürgerlichen, russischen Familie, die nach der Oktoberrevolution von 1917 emigrierte. Nabokov selbst ging zunächst nach England, wo er am Trinity College in Cambridge französische und russische Literatur studierte.
Vladimir Nabokov: Verzweiflung, Rowohlt Verlag, 2001
Von 1922 bis 1937 lebte er in Berlin, wo er 1925 die Russin Vera Slonim heiratete, der er bis zu seinem Lebensende nahezu alle seine Bücher gewidmet hat. 1938 verließ Nabokov Deutschland und ging mit seiner Familie nach Paris, bevor er 1940 in die USA übersiedelte. Mithilfe von Freunden erhielt er 1948 eine Professur für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität von Cornell und blieb dort zehn Jahre. Der Welterfolg von "Lolita" ermöglichte es ihm, seine Lehrtätigkeit aufzugeben. Später zog er in die Schweiz und widmete sich ganz dem Schreiben. Am 5. Juli 1977 starb er in Montreux.
In seinem frühen Roman "Verzweiflung" (1966), der später von Rainer Werner Fassbinder unter dem Titel "Eine Reise ins Licht – Despair" verfilmt wurde, erzählt Nabokov die Geschichte eines mörderischen Versicherungsbetrugs – angeregt durch einen spektakulären Kriminalfall im Deutschland der zwanziger Jahre.
Gert Westphal liest das Buch in 15 Folgen.
Produktion: Rias 1974
Info: Lesebuch
![Bücher im Regal [Quelle: Radio Bremen] Bücher im Regal [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/lesebuch/infobild134_v-mediateaser.jpg)
Fortsetzungslesung großer, für den Funk eingerichteter Romane und Erzählungen.
Sendezeit:
Mo., - Fr., 18:30 - 19 Uhr
Übersicht
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