23. Februar 2013, 15:05 Uhr
Literaturforum
Helmut Pfotenhauer, Jean Paul - Das Leben als Schreiben, Hanser Verlag, 2013
Die Überlieferungsgeschichte Johann Friedrich Paul Richters, der sich Jean Paul (1763-1825) nannte, hat seine poetischen Bizarrerien nicht selten um einiges überboten. In der Aufklärungsära als einzigartiges, aber kaum gelesenes Literaturwunder gefeiert, im 19. Jahrhundert zum kauzigen Fabulierer à la Biedermeier erkoren, im Stefan George-Kreis am Beginn des 20. Jahrhunderts zum Apostel eines gemütsinnigen Deutschtums geweiht. Bei den Nazis aufgerüstet zum Propheten der nordischen Rassensendung, und in der Bundesrepublik/DDR seit den späten sechziger Jahren als Pazifist, aber auch als Revolutionsenthusiast und proletarischer Freiheitskämpfer identifiziert, hat sich Jean Paul heute (wieder) zum Kultobjekt einer wachsenden Spezies genussfreudiger Kenner entwickelt.
Umso dankbarer sollte man sein, dass uns nun der Würzburger Germanist Helmut Pfotenhauer, ein gleichermaßen gelehrter wie mitteilungsfreudiger Forscher, das Leben Jean Pauls ohne jede Idolisierung und so text- und persönlichkeitsnah wie möglich vor Augen führt. In diesem "Literaturforum" spricht Harro Zimmermann mit Helmut Pfotenhauer.
Buchinfos:
Helmut Pfotenhauer: Jean Paul. Das Leben als Schreiben. Biographie. Carl Hanser Verlag 2013, 508 Seiten, 27,90 Euro
Die ganze Sendung zum Anhören:
Jean Paul - Gespräch mit Helmut Pfotenhauer, [43:37]
Jean Paul - Das Leben als Schreiben
Jubiläumshomepage zum 250. Geburtstag von Jean Paul
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Info: Literaturforum
![Büchertisch mit Neuerscheinungen [Quelle: Radio Bremen] Büchertisch mit Neuerscheinungen [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/literaturforum/info164_v-mediateaser.jpg)
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