25. August 2011, 19:05 Uhr
Literaturforum
Was braucht es, um das literarische Leben auf Trab zu halten? Viel Mut, junge Verlage, Autoren, Leser und jede Menge Durchhaltevermögen. Während die Klagen über die Krise auf dem Buchmarkt und den Siegeszug der digitalen Medien in den vergangenen Jahren immer lauter wurden, etablierten sich im Abseits - und zunächst kaum bemerkt - kleine Buchhäuser, Verlage und Plattformen, die dem literarischen Experiment Raum gaben.
Literarisches Colloquium Berlin
Mittlerweile reibt sich die Fachwelt erstaunt die Augen. Wie aus dem Nichts kamen die Entdeckungen, Ideen und großartigen Bücher. Auch und besonders im Bereich der Lyrik. Sie ist traditionell geschätzt, hoch gelobt - gilt aber nach wie vor als schlecht verkäuflich und ein wenig verstaubt. Komplett daneben, meinen die jungen Verleger. Denn den Zwanzigjährigen erscheint das Gedicht attraktiver und zeitgemäßer als je zuvor. Fürs Literaturforum war Silke Behl unterwegs und besuchte das große Fest der kleinen Verlage am Berliner Wannsee, veranstaltet vom Literarischen Colloquium Berlin.
Gebürtig aus Frankfurt am Main, ist Daniela Seel heute Verlegerin und preisgekrönte Lyrikerin in Berlin. Anfangs musste sie jobben, um ihren 2003 gegründeten Kookbooks-Verlag über Wasser zu halten. Heute gilt er als eine der besten Adressen für zeitgenössische Literatur. Einfach Kult!
Gespräch mit Daniela Seel, [9:10]
Mehr Informationen zu Kookbooks
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Christian Lux von Luxbooks gelang eine der spektakulärsten Neugründungen der letzten Jahre. Der Verlag ist ein Treffpunkt zeitgenössischer wie vergangener Avantgarden und nach Meinung der NZZ "Der derzeit wirkungsmächtigste unabhängige Lyrikverlag im deutschsprachigen Raum". Eingerichtet von einem Verleger, der überzeugend darlegt, warum gerade die Lyrik das Genre der jungen Generation geworden ist.
Gespräch mit Christian Lux, [10:10]
Mehr Informationen zu Luxbooks
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Der Leipziger Verleger Andreas Heidtmann zeigte in den vergangenen Jahren, dass digitale und analoge Welten auch fruchtbare Verbindungen eingehen können. Auf seiner bunten Internetplattform "Poetenladen", wo man sich von Gedicht zu Gedicht treiben lassen kann, sind kompetente Trüffelsucher unterwegs, die den Buchmarkt mit den schönsten Neuentdeckungen bereichern. So holt man Gedichte aus dem Internet aufs Papier!
Gespräch mit Andreas Heidtmann, [9:18]
Mehr Informationen zu poetenladen.de
Offizielle Website
Das war los am Wannsee [PDF, 1.165 Kb]
Das Programm von "Kleine Verlage am Großen Wannsee 2011"
Kalender: Literaturforum
Info: Literaturforum
![Büchertisch mit Neuerscheinungen [Quelle: Radio Bremen] Büchertisch mit Neuerscheinungen [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/literaturforum/info164_v-mediateaser.jpg)
Bestseller und Raritäten, Kritikerrunden und Poetentreffen – das Literaturforum lädt ein zur Debatte über wichtige Themen der literarischen Welt. Digital, regional, international: Welthaltiges in Wort und Ton.
Sendezeit:
Do., 19:05 - 20 Uhr
Sa., 15:05 - 16 Uhr
Unsere Kolumnisten
![Jochen Hörisch, Friedrich Küppersbusch, Rainer Moritz, Friedrich Nowoty und Peter Zudeick [Quelle: Montage Radio Bremen] Jochen Hörisch, Friedrich Küppersbusch, Rainer Moritz, Friedrich Nowoty und Peter Zudeick [Quelle: Montage Radio Bremen]](/nordwestradio/nwr1100_v-mediateaser.jpg)
Montag, 8:10 Uhr:
Das Medienecho
mit Jochen Hörisch
Mittwoch, 8:10 Uhr:
Das Wort der Woche
mit Friedrich Küppersbusch
Donnerstag, 8:35 Uhr:
Boulevard Moritz
mit Rainer Moritz
Freitag, 8:45 Uhr:
Der kritische Wochenrückblick
mit Friedrich Nowottny
Samstag, 8:50 Uhr:
Zudeicks satirischer Wochenrückblick
mit Peter Zudeick
Globalisierung
Wie wirkt die Globalisierung auf den einzelnen, und welche Möglichkeiten birgt sie für die Weltgesellschaft in sich? Darüber sprechen wir im Februar in der "Redefreiheit" Mehr...
25. Februar, 19:05 Uhr | Nordwestradio
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