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Alexander Gallus: Heimat Weltbühne

Zu keiner Zeit stand für Axel Eggebrecht außer Frage, wofür die im Revolutionsjahr 1918 zur "Weltbühne" gewandelte Zeitschrift stand – für die Idee des Friedens in Europa und für das Ziel eines demokratischen und sozialen Gemeinwesens in Deutschland. Auch wenn die Auflagen dieses Periodikums nie über sechzehntausend Exemplare hinausreichten, und es von der Rechten als Sprachrohr obskurer "Salonbolschewisten" und "Asphaltliteraten" verunglimpft wurde, das Blatt war im politischen Meinungsspektrum der Weimarer Republik von erheblicher Durchschlagskraft. Nicht nur Linksliberale und Sozialisten, auch Konservative und aufmarschierende Nazis verspürten damals deutlich – dieses Periodikum hatte man ernst zu nehmen als ein republikanisches Bollwerk, es ließ sich für den Geist von Revanchismus und reaktionärer Obstruktion nicht in Beschlag nehmen. Harro Zimmermann stellt Alexander Gallus' neues Buch vor.
  • Autor/-in:Harro Zimmermann
  • Länge:5:40 Minuten
  • Datum:Samstag, 15. September 2012
  • Sendereihe:Literaturzeit | Nordwestradio