1. Dezember 2012, 19:05 Uhr
Mare Radio
Rituale, Feste, Saufgelage. Das Meer weckt weltweit Feierlaune. Mare Radio begibt sich ins Getümmel und entdeckt zweierlei – Respekt vorm unbekannten Element nebst schierer Lebensfreude. Eine Entdeckungsreise durch die Welt der maritimen Festkultur vom religiös inspirierten Ritual bis zur Eventfeier auf den modernen Kreuzfahrtschiffen.
Mare-Radio-Playlist: Feste [PDF, 21 Kb]
Moderation: Silke Behl
Redaktion: Kerstin Burlage, Lore Kleinert, Stefan Pulß
Dem Gewinner des Mare-Rätsels winken attraktive Preise: ein Jahresabo des mare-Heftes und Bücher aus dem Mare-Buchverlag.
Diesmal wollen wir von Ihnen wissen: Welcher Tag ist der Seemannssonntag?
Lösung bitte an folgende E-Mail-Adresse:
mare-radio@radiobremen.de
Das Wort "Orientierung" stammt aus dem Kirchenbau: Es ging um die grundsätzliche Ausrichtung der Längenachse von West nach Ost, so dass Chor und Altar immer nach Osten (also zum Orient – und damit zum Heiligen Land) ausgerichtet waren. Das deutsche Wort für Orientierung heißt demnach: Ostung.
Der Historiker Lars Deile befasst sich an der FU Berlin seit langem mit den Themen Zeitkultur und Feste. Das heißt, sein Metier sind die Momente im menschlichen Leben, die nicht alltäglich sind und die Menschen dazu bewegen, sie in festlicher Form zu begehen. Zum kulturgeschichtlichen Kernbestand zählen seit Urzeiten die Rituale und Feiern, die sich aufs Meer beziehen. Und die sind im Hinblick auf die Festkultur – im wahrsten Sinne des Wortes – eine Welt für sich.
Das erstaunlich breite Spektrum reicht von Festen mit religiösen und kultischen Ursprüngen und Traditionen, die bis in die unmittelbare Gegenwart lebendig geblieben sind bis hin zur Beach-Party-Kultur, die gewissermaßen Rituale der Konsumgesellschaft sind. Silke Behl hat sich von Lars Deile in die komplexe Welt der maritimen Festivitäten einweihen lassen.
Gespräch mit Lars Deile über Festkultur und Meer, [8:52]
Auf hoher See sind die Fahrensmänner notgedrungen unter sich. Kein Wunder also, dass sich hier ganz eigene und ungewöhnliche Formen von Feiern und Festen entwickelt haben. Besonders hoch her ging es, wenn Piraten Grund zum Feiern hatten. Und den hatten sie natürlich immer dann, wenn sie erfolgreiche Beutezüge hinter sich hatten.
Einer der sich bestens auskennt mit den Gelagen der Freibeuter in früheren Jahrhunderten ist Hartmut Roder, Mitarbeiter des Bremer Überseemuseums und dort verantwortlich für die Ausstellung " Abenteurer, Entdecker, Forscher", die noch bis zum 17. Februar 2013 zu sehen ist. Silke Behl hat in Begleitung von Hartmut Roder die Piraten-Abteilung der Ausstellung besucht.
Piratenfeste - Gespräch mit Harmut Roder, [8:52]
Abenteurer, Entdecker, Forscher
Vom 6. Oktober 2012 bis 17. Februar 2013
Dirk Steffens auf Tauchgang
Wenn Fische feiern, dann kann das ganz schön wild aussehen – besonders dann, wenn die Festteilnehmer Haie sind: Sie halten ein Fressgelage ab, wenn sie zum Beispiel auf einen leicht zu erbeutenden Fischschwarm stoßen. Wenn sie dann außer Rand und Band geraten, nennen wir Menschen das reißerisch "Blutrausch". Dass wir aber selbst auch gern mal kräftig über die Stränge schlagen, wenn es um die Nahrungsaufnahme geht – und zwar insbesondere auf Festen, das entlarvt Mare-Kolumnist Dirk Steffens.
Mare-Kolumne: Blutrausch, [2:46]
Dirk Steffens - Die Homepage
Wenn es darum geht, das irdische Jammertal hinter uns zu lassen und Abstand zu nehmen, sind wir bei dem niederländischen Schriftsteller Cees Nooteboom bestens aufgehoben. Keiner schreibt so gekonnt über Gott und die Welt, keiner versteht es wie er, aus Alltagsbeobachtungen philosophisches Kapital zu schlagen, ohne uns zur Verzweiflung zu treiben.
Nooteboom, der in den späten fünfziger Jahren als Leichtmatrose anheuerte und seitdem Reiseberichte zu einer angesehenen literarischen Gattung gemacht hat, lädt die Leser in seinem neuen Buch zu einer Zwiesprache mit Göttern ein und bringt dabei die kleinsten Dinge auf poetische Weise zum sprechen. Sein neues Buch heißt "Briefe an Poseidon" – und daraus liest Holger Postler das Kapitel über Walfische.
Cees Nooteboom: Briefe an Poseidon; Suhrkamp Verlag; 224 Seiten; 19,95 €
Am 5. Juli 1959 wurde ein bemerkenswerter Tag in der Nachkriegsgeschichte des deutschen Schiffbaus gefeiert. Zum fünften Mal startete ein Schiff des Norddeutschen Lloyd mit dem legendären Namen "Bremen" zu seiner Jungfernfahrt. Bewusst erweckte man damit die Erinnerung an glorreiche Vorkriegszeiten, in denen der Schnelldampfer 1929 das blaue Band für die schnellste Atlantiküberquerung gewonnen hatte und in den dreißiger Jahren zum mondänsten aller Luxusliner avancierte.
Als 1959 das fünfte Schiff mit dem Namen "Bremen" erstmals auf große Fahrt ging war auch dies ein spektakuläres Ereignis, das unzählige Schaulustige anlockte. Live vom Ort des Geschehens an der Columbuscaje in Bremerhaven meldete sich damals Radio-Bremen-Reporter Paul-Dieter Kümper.
Die fünfte Bremen - Stapellauf einer Schiffslegende 1959, [7:19]
Captain Cook alias Hans Helge Ott präsentiert die schönsten Rezepte aus seiner kulinarischen Seekiste.
Heute verrät uns unser Meisterkoch, wie man Grünkohl auf zweierlei Arten zubereitet - für buten un binnen!
Über Mare Radio
In Mare Radio wird das kulturbildende Wesen des Meeres zum Programm, das mit Seelust und Entdeckerfreude die Kategorien von Wissenschaft, Literatur, Politik, Kunst und Musik durchkreuzt, immer auf Seeseite.
Sendezeit:
Jeden 1. Samstag im Monat,
19:05 – 21 Uhr
Wiederholung:
Am darauffolgenden Sonntag,
11:05 – 13 Uhr Mehr...
R�ckblick
Robert Cray Band
Robert Cray hatte schon das hohe Alter von Dreißig erreicht als er Anfang der achtziger Jahre mit seiner Blues-Band bekannter wurde. Seitdem hat er fast jedes Jahr eine neue CD herausgebracht. Für einige davon hat er bereits fünf Grammys gewonnen und wurde 2010 in die "Blues Hall of Fame" aufgenommen. Mehr...
4. Juni, 22:05 Uhr | Nordwestradio
Lesebuch: Anna Seghers
In den aktuellen Folgen des Lesebuchs hören Sie den Roman "Aufstand der Fischer von Sankt Barbara" von Anna Seghers. Mehr...
Erfahren, woher wir kommen
Das Nordwestradio setzt seine erfolgreiche Veranstaltungs- und Sendereihe "Erfahren, woher wir kommen" fort. Jürgen Stenzel liest "Gargantua und Pantagruel" von François Rabelais. Hanjo Kesting kommentiert das Werk. Mehr...
29. Mai 2013, 19:00 Uhr | Stadtbibliothek Bremen, Wall-Saal
radiobremen.de nun auch mobil
Seit Februar 2013 ist der Radio-Bremen-Web-Auftritt unter der Adresse "m.radiobremen.de" auch mobil abrufbar. Das gilt natürlich auch für die Homepage des Nordwestradio. Mehr...
Suche
Nordwestradio durchsuchen:
Info & Service
Neues Digitalradio-Angebot
Radio Bremen hat ein neues Digitalradio-Angebot gestartet. Damit können Sie das Nordwestradio in rauschfreier Qualität empfangen. Mehr...
Jetzt auf radiobremen.de
Titanic sticht wieder in See: Australischer Milliardär will Megadampfer nachbauen
Krise der Gesundheit Nord: SPD fordert Finanzkonzept für städtische Kliniken
Werder Bremen: Sportdirektor plant mit Arnautovic und Elia
Neuer Trainer vorgestellt: Robin Dutt: "Werder ist Euphorie pur!"