15. April 2012, 11:05 Uhr
Mare Radio
Familien auf dem Wasser, am Wasser und im Wasser: Mare-Radio setzt sich auf die Spur jener Kleingruppen, die nicht nur für den Fortbestand ihrer Art sorgen, sondern auch eine Menge, manchmal düstere, Geheimnisse bergen, die sie der Öffentlichkeit nur ungern preisgeben. Familien haben ihre eigenen Strategien zu überleben, ihren Nachwuchs aufs Leben vorzubereiten und zu schützen.
Das gilt für Meeresbewohner wie für Menschen. Letztere tummeln sich vor allem an den Rändern der Ozeane zu ausgedehnten Freizeitvergnügen, für Maler stets ein dankbares Motiv. Familien trotzen der Unbill des Lebens, bewahren vor Isolation und halten selbst bei räumlicher Trennung intensive Bande aufrecht – was nicht nur für den Seemann von großer Bedeutung ist.
Moderation: Katrin Krämer
Redaktion: Lore Kleinert, Mechthild Müser
Musik: Harald Mönkedieck
Mare-Radio-Familie: Playlist [PDF, 19 Kb]
Produktion: Radio Bremen 2012
Dem Gewinner des Mare-Rätsels winken attraktive Preise: ein Jahresabo des mare-Heftes und Bücher aus dem mare-Verlag.
Bei welcher Meerestierart tragen die Männchen die Jungen aus?
Die Meeresregion, von der behauptet wird, dort verschwänden besonders viele Schiffe, heißt "Bermuda-Dreieck".
Im Jahr 1834 gründete der Helgoländer Schiffbauer Rickmer Clasen Rickmers (1807-1886) in Geestemünde, dem heutigen Bremerhaven, eine Werft, die sich mit großem Erfolg im Verlauf des 19. Jahrhunderts zu einem weltweit agierenden Unternehmen entwickelte. In den besten Zeiten waren hier 1200 Menschen beschäftigt. 1986 musste die Werft in Konkurs gehen.
Über die wechselvolle Geschichte des traditionsreichen Familienunternehmens an der Unterweser hat sich Katrin Krämer auf dem ehemaligen Werft-Gelände in Bremerhaven mit einem der besten Kenner unterhalten: mit Dirk Peters vom Deutschen Schifffahrtsmuseum.
Tor der ehemaligen Rickmers Familienwerft in Bremerhaven
Melanie Leonhard: Die Unternehmerfamilie Rickmers 1834–1918 – Schiffbau, Schifffahrt, Handel. Deutsche Maritime Studien, Band VIII; Hauschild Verlag
Jörn Lindner: Schifffahrt und Schiffbau in einer Hand – Die Firmen der Familie Rickmers 1918–2000. Deutsche Maritime Studien, Band IX, Hauschild Verlag
2 Bde. im Schuber; 250 und 400 Seiten; 68,00 €
In Cuxhaven leben Elsbeth und Charly Behrensen. Ein Ehepaar, das die schwere Kunst beherrscht hat, Seefahrt und Familienleben miteinander zu vereinigen.
Der aus einer Fischerfamilie stammende ehemalige Kapitän Behrensen ist 43 Jahre zur See gefahren und hat dennoch ein erfülltes Familienleben mit Ehefrau und fünf Kindern geführt. Wie das möglich war, haben Elsbeth und Charly Behrensen Mare-Radio-Moderatorin Katrin Krämer in Cuxhaven erzählt.
Die Stadt Kesenuma an der japanischen Ostküste ist eines der wichtigsten Fischereizentren des Landes. Im März 2011 veränderten ein gewaltiges Erdbeben und ein anschließender Tsunami das Leben der Stadt vollständig. 1.000 der 70.000 Einwohner kamen ums Leben, Wohnhäuser und Fabriken wurden zerstört, ungezählte Menschen verloren alles, was sie besaßen.
Wie die Bewohner der japanischen Küstenregionen die Folgen der epochalen Katastrophe von 2011 zu bewältigen versuchen, schildert Peter Kujath, ARD-Hörfunkkorespondent in Tokio, am Bespiel von zwei Familien in Kesenuma.
Die Stevenson-Familie auf Samoa im Jahre 1892
Von einer abenteuerlichen Fahrt zu einem fernen Eiland handelt "Die Schatzinsel", der Seefahrtsklassiker schlechthin, den Robert Louis Stevenson 1883 veröffentlichte. Vier Jahre später entschloss sich der tuberkulosekranke Schriftsteller dem rauen britischen Klima Adieu zu sagen und samt seiner Familie in die USA überzusiedeln, dem Heimatland seiner Frau Fanny, die er 1880 geheiratet hatte.
Seine letzten Lebensjahre wollte Stevenson aber fernab der westlichen Zivilisation verbringen. 1888 brach er mit der Familie in die Südsee auf und ließ sich 1890 in Samoa nieder, wo er eine Plantage erworben hatte. In Tagebuchaufzeichnungen und Briefen hat Fanny Stevenson die gemeinsame Südseereise beschrieben, die alles andere als ein Picknickausflug war. Ein Beitrag von Mechthild Müser.
Zu den vielen Wundern im Meer gehört zweifellos das Liebesleben der Korallen. Denn sie sind Lebewesen, die fest verankert in Riffen existieren und daher bewegungsunfähig sind. Dass sie dennoch erotisch höchst aktiv sind und wie man sich überhaupt die Sexualität im Riff vorzustellen hat, dazu hat Stefanie Pesch einen Fachmann befragt: den Meeresforscher Gerd Liebezeit, vom "Institut für Chemie und Biologie des Meeres" in Oldenburg. Von ihm erfuhr sie vor allem, dass unter Wasser, die "Chemie" ganz genau stimmen muss, damit der partnerschaftlicher Verkehr der Korallen funktionieren kann.
Dirk Steffens auf Tauchgang
Spätestens seit dem Erfolgsfilm "Die Reise der Pinguine" des französischen Arktisforschers Luc Jacquet aus dem Jahr 2005 gelten Pinguine vielen als knuddelige Familientiere, die in monogamen "Ehen" leben und für großen Kinderreichtum sorgen. Eine Sichtweise, die Jacquets Film beliebt gemacht haben in christlichen Fundamentalistenkreisen. Sehen sie doch in ihm eine Bestätigung des eigenen erz-konservativen Familienbildes. Mare-Kolumnist Dirk Steffens hat das soziale Leben der Pinguine unter die Lupe genommen und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass so ziemlich das Gegenteil der Fall ist.
Beifang - Die Mare-Kolumne: Familie, [2:36]
Johannes Schenk in der Akademie der Künste (Berlin) 2004
Der 2006 verstorbene Schriftsteller Johannes Schenk wuchs in Worpswede auf. Schon in sehr jungen Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für die Seefahrt. Eine Leidenschaft, die erstaunlicherweise von seinen Eltern befördert wurde und die ihn ermunterten Seemann zu werden.
Mit Hilfe seines Vaters, des Schriftstellers Gustav Schenk, heuerte Johannes bereits im Alter von vierzehn Jahren auf dem Segelschulschiff "Deutschland" an. Über seine Kindheit in Worpswede und seine Liebe zum Meer hat Johannes Schenk in einem Radio-Bremen-Interview von 2003 erzählt.
Wenn die Seeleute auf große Fahrt gehen, müssen auch heute noch in der Regel die Ehefrauen die Stellung an Land halten und sich um das Wohlergehen ihrer Familien alleine kümmern.
Das war erst recht so im Jahr 1952, als in der Vorweihnachtszeit Radio-Bremen-Reporter Paul-Dieter Kümper ins ostfriesische Küstendorf Warsingsfehn reiste, um die daheimgebliebenen Seemannsfrauen zu besuchen. Von ihnen erfuhr er, wie es damals um die Seefahrer-Familien bestellt war.
Die Seemannsfrauen von Warsingsfehn 1952, [4:34]
Captain Cook alias Hans Helge Ott präsentiert die schönsten Rezepte aus seiner kulinarischen Seekiste.
Heute hat er gleich eine komplette Serie zum Thema "Hackfleisch-Klassiker" für die ganze Familie in petto.
Über Mare Radio
In Mare Radio wird das kulturbildende Wesen des Meeres zum Programm, das mit Seelust und Entdeckerfreude die Kategorien von Wissenschaft, Literatur, Politik, Kunst und Musik durchkreuzt, immer auf Seeseite.
Sendezeit:
Jeden 1. Samstag im Monat,
19:05 – 21 Uhr
Wiederholung:
Am darauffolgenden Sonntag,
11:05 – 13 Uhr Mehr...
R�ckblick
Robert Cray Band
Robert Cray hatte schon das hohe Alter von Dreißig erreicht als er Anfang der achtziger Jahre mit seiner Blues-Band bekannter wurde. Seitdem hat er fast jedes Jahr eine neue CD herausgebracht. Für einige davon hat er bereits fünf Grammys gewonnen und wurde 2010 in die "Blues Hall of Fame" aufgenommen. Mehr...
4. Juni, 22:05 Uhr | Nordwestradio
Lesebuch: Anna Seghers
In den aktuellen Folgen des Lesebuchs hören Sie den Roman "Aufstand der Fischer von Sankt Barbara" von Anna Seghers. Mehr...
Erfahren, woher wir kommen
Das Nordwestradio setzt seine erfolgreiche Veranstaltungs- und Sendereihe "Erfahren, woher wir kommen" fort. Jürgen Stenzel liest "Gargantua und Pantagruel" von François Rabelais. Hanjo Kesting kommentiert das Werk. Mehr...
29. Mai 2013, 19:00 Uhr | Stadtbibliothek Bremen, Wall-Saal
radiobremen.de nun auch mobil
Seit Februar 2013 ist der Radio-Bremen-Web-Auftritt unter der Adresse "m.radiobremen.de" auch mobil abrufbar. Das gilt natürlich auch für die Homepage des Nordwestradio. Mehr...
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