7. April 2013, 11:05 Uhr
Mare Radio
"Es rauscht wie Freiheit. Es riecht wie Welt" – heißt es in einem Ringelnatz-Gedicht. Diesem Rauschen geht Mare Radio nach, bricht auf in die endlose Weite des Meeres auf den Spuren der großen und kleinen Freiheiten.
Freiheitsstatue in New York
Dabei geht es durch die Freihäfen dieser Welt und über den zunehmend unfreien Meeresboden, zur "großen Freiheit Nr.7" und vorbei an der Freiheitsstatue nach Ellis Island – der ehemaligen, winzigen Tür zur Freiheit namens Amerika.
Mare Radio trifft Menschen, die auf Freiheit hoffen – und dafür lebensgefährliche Reisen über's Wasser wagen, gibt sich der Illusion der "Freiheit der Meere" hin – und macht sich auf die Suche nach dem freiesten aller Meerestiere.
Mare-Radio-Freiheit: Playlist [PDF, 21 Kb]
Moderation: Katrin Krämer
Redaktion: Kerstin Burlage, Mechthild Müser
Musik: Harald Mönkedieck
Dem Gewinner des Mare-Rätsels winken attraktive Preise: ein Jahresabo des mare-Heftes und Bücher aus dem Mare-Buchverlag.
Wie hieß die Segeljacht des französischen Schriftstellers Guy de Maupassant? Der Name ist identisch mit dem Titel seines Bestsellers von 1885.
Die richtige Antwort auf die Frage, wie viele Leben der alte Lügenbold Käpt'n Blaubär hat, lautet: Dreizehneinhalb.
Lösung bitte an folgende E-Mail-Adresse:
mare-radio@radiobremen.de
"Große Freiheit" ist noch immer ein magischer Name, ein weltweit bekanntes Synonym für Hamburgs legendäre Amüsiermeile im Stadtteil St. Pauli. Verewigt in Helmut Käutners Kultfilm "Große Freiheit Nr. 7" aus dem Jahr 1943, mit dem unvergesslichen Hans Albers im Mittelpunkt.
Ortwin Pelc am Eingang der Großen Freiheit
Allerdings reicht die Geschichte von Hamburgs berühmtestem Kiez rund um Reeperbahn und Große Freiheit erheblich weiter zurück. Die ersten Gastronomiebetriebe, Etablissements und Bordelle entstanden bereits im 18. Jahrhundert. Katrin Krämer ist eingetaucht ins leichtlebig-freizügige Milieu der Großen Freiheit und ihrer Geschichte, kundig begleitet von einem ausgewiesenen Kenner: von Ortwin Pelc vom Museum für Hamburgische Geschichte.
Große Freiheit - Ein Rundgang mit Ortwin Pelc, [10:27]
Ihr Name ist Programm. Die Freiheitsstatue an der Hafeneinfahrt von New York ist das berühmteste Symbol für die Liberalität Amerikas. Generationen von Einwanderern wies sie den Weg ins gelobte Land der "unbegrenzten Möglichkeiten". Dabei war sie ursprünglich von ihrem Konstrukteur, dem französischen Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi, als riesiger Leuchtturm in Frauengestalt zur Eröffnung des Suez-Kanals geplant worden.
Ein Vorhaben das nie in die Tat umgesetzt wurde. Stattdessen entstand die legendäre "Lady Liberty" als Geschenk Frankreichs an die USA zum 100. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit. Seit 1886 steht sie als Amerikas berühmteste "Empfangsdame" in New York und hat als Freiheitssymbol eine immense Strahlkraft auf ungezählte Einwanderer ausgeübt, wie ARD-Hörfunkkorespondentin Claudia Sarre zu berichten weiß.
Lady Liberty - Die Freiheitsstatue, [4:50]
Statue of Liberty
3SAT: Schätze der Welt – Die Freiheitsstatue
Dirk Steffens auf Tauchgang
"Frei wie ein Fisch im Wasser" ist eine gängige Metapher für die Idealvorstellung von grenzenloser Ungebundenheit. Für viele Meeresbewohner ist es damit allerdings vorbei, wenn sie in der Gefangenschaft eines Aquariums leben müssen.
Das mache ihnen allerdings im Grunde nichts aus, meint die Mehrzahl der Ichthyologen, der "Fischwissenschaftler", schließlich verfügten Fische nicht über ein menschliches Empfindungsvermögen. Ob dem wirklich so ist, darüber hat sich Mare-Kolumnist Dirk Steffens seine Gedanken gemacht.
Mare-Kolumne: Freiheit, [2:24]
Dirk Steffens - Die Homepage
Einst waren die Freihäfen ein besonders wichtiger Bezirk in den Hafengebieten: ein Bereich, in dem auf eingeführte Waren keine Steuern und Zölle bezahlt werden mussten. In vielen Städten sind sie inzwischen aufgelöst. In Hamburg wurde der Freihafen 2013, nach 124 Jahren seines Bestehens, geschlossen.
Anders gehen die Uhren an der Unterweser, in Bremerhaven. Dort kann man frohen Herzens verkünden: Der Freihafen lebt! Marion Neumann hat sich am Ort des Geschehens davon überzeugt.
Seine Karriere begann er als veritabler Freiheitsheld, auf ihrem Höhepunkt war er der "Tyrann Europas", seinen Lebensabend verbrachte er als Gefangener auf einer abgelegenen Insel im Atlantik. So ließe sich mit äußerster Verkürzung die Vita Napoleon Bonapartes zusammenfassen.
Napoleons leeres Grab auf St. Helena
In Wahrheit bietet sein atemberaubender Werdegang Stoff für ganze Bibliotheken. Und bereits zu Lebzeiten wucherten üppig die Legenden um den viel geliebten und zutiefst gehassten Potentaten. Nachdem er als Verlierer vom Schlachtfeld abgetreten war, lebte Napoleon als "Gefangener Europas" von 1815 bis zu seinem Tod im Jahr 1821 auf der Insel Sankt Helena. Gerald Sammet hat sich dort auf die Spuren des Kaisers ohne Reich geheftet und nebenbei noch so manch andere Entdeckung gemacht.
Napoleon auf St. Helena - Gespräch Gerald Sammet, [10:25]
Per Schiff nach Sankt Helena
Ein Reisebericht von Nordwestradio-Redakteur Gerald Sammet
Im richtigen Leben waren Piraten ziemlich unangenehme Gesellen, die meilenweit von jenem romantischen Mythos entfernt waren, mit dem sie Literatur und Film ausgestattet haben. Daran hat sich bis heute eigentlich wenig geändert.
Man denke nur an die realen Piraten von heute, die vor der Küste Somalias ihr Unwesen treiben und an die nicht endene Erfolgsstory aus Hollywoods Traumfabrik namens "Fluch der Karibik". Im Zweifelsfall gilt hier eben das bewährte Prinzip: Anything goes"!
Ole Schulz hat das Phänomen "Freibeuter" zwischen Realität und Verklärung unter die Lupe genommen.
Freibeuter - Mythos und Realität, [5:37]
Captain Cook alias Hans Helge Ott präsentiert die schönsten Rezepte aus seiner kulinarischen Seekiste. Diesmal hat er weder Kosten noch Mühen gescheut auf der Suche nach dem ultimativen Freiheitsmenü. Und das heißt: "Fisch'n'Chips - europäisch"!
Über Mare Radio
In Mare Radio wird das kulturbildende Wesen des Meeres zum Programm, das mit Seelust und Entdeckerfreude die Kategorien von Wissenschaft, Literatur, Politik, Kunst und Musik durchkreuzt, immer auf Seeseite.
Sendezeit:
Jeden 1. Samstag im Monat,
19:05 – 21 Uhr
Wiederholung:
Am darauffolgenden Sonntag,
11:05 – 13 Uhr Mehr...
Rückblick
Robert Cray Band
Robert Cray hatte schon das hohe Alter von Dreißig erreicht als er Anfang der achtziger Jahre mit seiner Blues-Band bekannter wurde. Seitdem hat er fast jedes Jahr eine neue CD herausgebracht. Für einige davon hat er bereits fünf Grammys gewonnen und wurde 2010 in die "Blues Hall of Fame" aufgenommen. Mehr...
4. Juni, 22:05 Uhr | Nordwestradio
Lesebuch: Anna Seghers
In den aktuellen Folgen des Lesebuchs hören Sie den Roman "Aufstand der Fischer von Sankt Barbara" von Anna Seghers. Mehr...
Erfahren, woher wir kommen
Das Nordwestradio setzt seine erfolgreiche Veranstaltungs- und Sendereihe "Erfahren, woher wir kommen" fort. Jürgen Stenzel liest "Gargantua und Pantagruel" von François Rabelais. Hanjo Kesting kommentiert das Werk. Mehr...
29. Mai 2013, 19:00 Uhr | Stadtbibliothek Bremen, Wall-Saal
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Seit Februar 2013 ist der Radio-Bremen-Web-Auftritt unter der Adresse "m.radiobremen.de" auch mobil abrufbar. Das gilt natürlich auch für die Homepage des Nordwestradio. Mehr...
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