3. März 2012, 19:05 Uhr
Mare Radio
Vom Suchen, Verlieren und (Wieder-)finden handelt diese Mare-Sendung. Das Meer hat schließlich allerhand "Fundstücke" zu bieten: Dem Strandspaziergänger ein Stückchen Bernstein, dem Schatztaucher historische Silbermünzen und manchem Ostsee-Fischer einen gefährlichen Beifang: Munitionsreste aus den Weltkriegen.
Mare Radio taucht mit Spezialrobotern auf dem Meeresgrund nach wertvollen Funden, betrachtet Strandgut mit Künstleraugen, schärft Ihre Sinne für überraschende Entdeckungen im und am Meer und besucht die größte maritime "Rumpelkammer der "Welt".
Mare-Radio: Fundstücke - Playlist [PDF, 8 Kb]
Moderation: Stefan Pulß
Musik: Harald Mönkedieck
Redaktion: Mechthild Müser, Stefanie Pesch
Dem Gewinner des Mare-Rätsels winken attraktive Preise: ein Jahresabonnement des mare-Heftes und Bücher aus dem mare-Verlag.
Um das Meeresgebiet, in dem angeblich ganz viel verschwindet, geht es heute in unserem mare Räsel. Wie also heißt die Meeresregion, von der behauptet wird, dass Schiffe dort ein besonders hohes Verschwinderisiko eingehen?
Man kommt ca. 1.500 Kilometer südöstlich von Neuseeland heraus, wenn man von der Bremer Kunsthalle aus senkrecht in die Erde bohrt.
Eine der faszinierendsten Wissenschaften ist die Unterwasserarchäologie. Ein El Dorado für alle diejenigen, die sich für – im wahrsten Sinne des Wortes – untergegangenes Kulturgut interessieren. Einer, der professionell unter Wasser forscht, ist Mike Belasus, Taucher, Archäologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Er arbeitet zur Zeit an einem wahren Mammutprojekt: an einer archäologischen Bodenkarte der Nordsee, auf der sämtliche relevanten Objekte verzeichnet sind: "Pilotprojekt Bedrohtes Bodenarchiv Nordsee". Dabei sind die Zeiträume ebenso riesig wie das Areal, das systematisch untersucht wird. Bis in die Zeit vor 20.000 Jahren geht der Blick zurück, in eine Zeit, als Teile des heutigen Nordseegrundes noch trockenes Land und von Menschen besiedelt waren. Stefan Pulß hat sich mit Mike Belasus über das Metier der Unterwasserarchäologie unterhalten.
Pilotprojekt Bedrohtes Bodenarchiv Nordsee
In Hamburgs berühmtem Hafenviertel St. Pauli, an der Ecke Balduinstraße/Erichstraße, befindet sich eine wahre Kultstätte für maritime Fundstücke: "Harrys Hafenbasar". Seit 1954 haben Seeleute aus aller Welt die vielfältigsten Kuriosa hierher gebracht, um ihre Heuer aufzubessern. Heute ist "Harrys Hafenbasar" ein Museum, das von Dr. Gereon Boos, einem ehemaligen Hals-Nasen-Ohren-Arzt, geleitet wird. Dr. Boos, der vom Arzt zum Schamanen mutierte, ist Herr über ein Reich von weit über 300.000 Gegenständen, das man schon mal als "größte Rumpelkammer der Welt" bezeichnet hat. Silke Behl hat mit dem Hausherrn einen Rundgang durch "Harrys Hafenbasar" gemacht, der zu einer wahren Exotentour wurde.
Der Schwede Peter Lindberg hat einen spannenden Beruf: Er ist Wracktaucher und stets auf der Suche nach Schiffen, die dereinst mit wertvoller Fracht untergegangen sind. Mit neuesten Hightech-Geräten untersucht er systematisch den Meeresboden der Ostsee. Besonders interessant sind Frachtschiffe, die im Ersten Weltkrieg versenkt wurden. Und mitunter findet man in diesen Wracks uralten Champagner und ähnliche Preziosen, die richtig wertvoll sind. Bezahlen doch zum Beispiel reiche Russen bis zu 20.000 Euro für eine Flasche Champagner aus dem Ersten Weltkrieg. Agnes Bührig hat sich mit Peter Lindberg über das Abenteuer des Wracktauchens unterhalten.
Zu den ganz besonderen Meeresschätzen zählen die maritimen Fossilien. Versteinerte Meeresbewohner aus Urzeiten, die der Wissenschaft viele wichtige Hinweise auf die Geschichte der Weltmeere geben. Eine bedeutsame "Endlagerstätte" für derartige historische Fundstücke ist das Bremer Überseemuseum. In Begleitung von Michael Stiller, Biologe und Leiter der Naturabteilung des Museum, hat Stefan Pulß einige ausgewählte Preziosen unter die Lupe genommen.
Dirk Steffens auf Tauchgang
Bekanntlich ist nichts so schwer wie das Finden der sprichwörtlichen Nadel im Heuhafen. Und doch ist dieses Unterfangen nichts im Vergleich zu einem Erlebnis, das Mare-Kolumnist Dirk Steffens während eines Tauchgangs in der Südsee hatte. In den schier unendlichen Tiefen des Meeres fand er dort auf einem Korallenriff einen goldenen Ehering mit einer deutschen Namensgravur. Und das tollste an dieser einmaligen Story ist: der Besitzer konnte ausfindig gemacht werden! Dirk Steffens mit einer Geschichte wie sie nur das Leben schreiben kann.
Bernstein
In Steven Spielbergs Blockbuster "Jurassic Park" nach dem gleichnamigen Bestseller von Michael Chrichton erfährt man ganz genau, was man zur Herstellung eines Dinosauriers benötigt: einen Bernstein, in dem eine Mücke konserviert wurde, die vor Jahrmillionen einen Saurier gestochen hat und deswegen die DNS der Urzeitmonster in sich trägt. Mit diesen Erbinformationen wird dann im Labor auf wundersame Weise Velociraptoren oder ein Tyrannosaurus Rex erzeugt. Ob an diese Filmstory irgendetwas der Realität entspricht und was es mit dem legendären Bernstein überhaupt auf sich hat, das hat Jens Wellhöner bei einer Ostsee-Exkursion herauszufinden versucht.
Es ist schon mal vorgekommen, dass Strandspaziergänger an der Ostsee auf glitzernde Fundstücke gestoßen sind und meinten, Bernstein gefunden zu haben. Aber bei dem aufgesammelten Gestein handelte es sich in Wahrheit um hoch entzündbare Phosphorklümpchen, die zu Verletzungen führten. Es handelte sich um Überbleibsel von Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg, die sich in besonders großer Zahl bei Usedom abgelagert haben. Dabei sind die Phosphorpartikel nur ein kleiner Teil einer riesigen Hinterlassenschaft an Bomben und Munition, die in Nord- und Ostsee liegt. Stefan Pulß hat sich mit dem Meeresbiologen Stefan Nehring unterhalten, der sich seit vielen Jahren mit dem Munitionsmüll im Meer beschäftigt.
Captain Cook alias Hans Helge Ott präsentiert die schönsten Rezepte aus seiner kulinarischen Seekiste.
Heute hat sich unser Smutje lebhafte Gedanken gemacht zum Thema "Markteinkäufe".
Über Mare Radio
In Mare Radio wird das kulturbildende Wesen des Meeres zum Programm, das mit Seelust und Entdeckerfreude die Kategorien von Wissenschaft, Literatur, Politik, Kunst und Musik durchkreuzt, immer auf Seeseite.
Sendezeit:
Jeden 1. Samstag im Monat,
19:05 – 21 Uhr
Wiederholung:
Am darauffolgenden Sonntag,
11:05 – 13 Uhr Mehr...
Rückblick
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