4. Mai 2013, 19:05 Uhr
Mare Radio
Rot ist nicht unbedingt die Farbe, an die man denkt, wenn vom Meer die Rede ist. Und doch spielt sie dort eine bedeutende Rolle! Mare Radio ergründet, warum das Meer nicht nur "rot" heißen, sondern auch rot werden kann.
Und begibt sich auf eine leuchtende Spur: backbord aufs Feuerschiff, unter Wasser zu Purpurschnecke, Feuerqualle und Octopus, entlang der roten Küste und hinein in einschlägige Hafenviertel. Und natürlich auch dorthin, wo die Sonne im Meer versinkt – wenn sie nicht Urlaubern den Rücken versengt.
Mare-Radio-Rot: Playlist [PDF, 19 Kb]
Moderation: Stefan Pulß
Redaktion: Kerstin Burlage, Lore Kleinert
Musik: Harald Mönkedieck
Dem Gewinner des Mare-Rätsels winken attraktive Preise: ein Jahresabo des mare-Heftes und Bücher aus dem Mare-Buchverlag.
Woher kommt die Redensart vom "roten Faden", der sich durch irgendetwas zieht?
Lösung bitte an folgende E-Mail-Adresse:
mare-radio@radiobremen.de
Wir fragten nach dem Namen der Segeljacht des französischen Schriftstellers Guy de Maupassant. Die richtige Lösung lautete: Bel Ami.
Die glühend rote Sonne steigt
Hinab ins weitaufschauernde,
Silbergraue Weltenmeer;
Luftgebilde, rosig angehaucht,
Wallen ihr nach; und gegenüber,
Aus herbstlich dämmernden Wolkenschleiern,
Ein traurig todblasses Antlitz,
Bricht hervor der Mond,
Und hinter ihm, Lichtfünkchen,
Nebelweit, schimmern die Sterne.
Heinrich Heine: Sonnenuntergang, [0:24]
Eines der großen Umweltprobleme, dessen verheerende Auswirkungen noch kaum absehbar sind, ist die Plastikmüllflut in den Weltmeeren. Alleine zwischen Nordamerika und Hawaii bedeckt dieser Unrat eine Fläche von der Größe Mitteleuropas. Massenweise verenden Tiere qualvoll an verschluckten Plastikteilen. Das Meerwasser reichert sich mit synthetischem Abfall an, dessen Abbau zu einer kaum noch lösbaren Aufgabe zu werden droht. Auf ca. 140 Millionen Tonnen wird der bisher angefallene Müll geschätzt.
Im April 2013 kamen in Berlin Politiker, Wissenschaftler und Umweltschützer zu einer Meeresmüll-Konferenz zusammen, um über den aktuellen Stand der Verschmutzung der Ozeane zu beraten. Einer der Teilnehmer war Jochen Flasbarth, Präsident des deutschen Umweltbundesamtes. Stefan Pulß hat mit ihm über die Bilanz der Konferenz gesprochen.
Plastikmüll im Meer - Gespräch mit Jochen Flasbart, [9:36]
Spiegel Online: Meeresmüllkonferenz in Berlin
3SAT: Ozeane voller Plastik
Das rote Meer zwischen der arabischen Halbinsel und dem afrikanischen Kontinent schillert je nach Wetterlage in allen möglichen Farben – nur rot wird es nie! Dennoch hat sich die Namensgebung seit der Antike hartnäckig gehalten. Bereits in der Bibel tritt das Rote Meer in Erscheinung als der Ort, das die Israeliten in wundersamer Weise auf ihrem Weg ins gelobte Land durchschritten.
Seitdem sind immer neue Deutungsversuche für das Rote in diesem Meer unternommen worden. Eine Expertin auf diesem Gebiet ist die Wissenschaftsjournalistin Katharina Kramer. Mit ihr hat Stefan Pulß über die Vieldeutigkeit des "Roten Meeres" gesprochen.
Warum ist das Rote Meer rot? - Gespräch mit Katharina Kramer, [7:40]
Mare Online: Ozean aus Blut
Planet Wissen: Rotes Meer
Im Jahr 2007 öffnete in Hannover das Großaquarium "Sea Life" seine Pforten. Eine Einrichtung, die spektakuläre und ungewöhnliche Einblicke in das Leben unter Waser ermgöglicht.
Eine der zahlreichen Attraktionen im Sea Life ist ein Octopus vulgaris namens "Casper", der hier beheimatet ist. Dass dieser ganz normale Krake über erstaunliche Fähigkeiten hat, davon konnte sich Stefanie Pesch bei ihrem Besuch überzeugen. Denn er kann – zum Beispiel – mit Legosteinen spielt, hat sage und schreibe neun (!) Gehirne hat und kann vor lauter Ärger feuerrot werden!
Der feuerrote Octopus, [5:13]
Sea Life Hannover
Dirk Steffens auf Tauchgang
Nicht immer ist ein Bad im Meer ein reines Vergnügen. Denn wo immer man ins belebende Nass hineinspringt, ist es auch belebt. Und so manchen Begegnung mit Meeresbewohnern kann ziemlich unangenehme Folgen haben. Jeder kann ein Lied davon singen, der zum Beispiel einmal unter Wasser ein – nur allzu oft schmerzhaftes – Zusammentreffen mit einer Feuerqualle hatte und davon ein leuchtend rotes Andenken davontrug. Da dürfte es für die Betroffenen auch wenig trostreich sein, wenn er erfährt, dass es sich bei der Feuerqualle evolutionsgeschichtlich um ein höchst bemerkenswertes Tier handelt, wie Mare-Kolumnist Dirk Steffens zu erzählen weiß.
Mare-Kolumne: Feuerquallen, [2:57]
Dirk Steffens - Die Homepage
In der heroischen Phase der deutschen Arbeiterbewegung im späten 19. Jahrhundert traten sie erstmals in Erscheinung, die revolutionär gesinnten "roten Matrosen", die in der autoritär geführten Kriegsmarine des wilhelminischen Deutschland aufbegehrten gegen Willkür und Unterdrückung. Und als der Erste Weltkrieg zu Ende ging und nichts mehr zu gewinnen war für des Kaisers Militaristen, da wurden die roten Matrosen von Kiel zur Speerspitze der Revolution in Deutschland.
Das ist zwar eine ganze Weile her, aber in der Folklore sind sie bis heute präsent. Zumindest im Repertoire einer linken Gesangsvereinigung wie dem Bremer Shanty-Chor "Hart Backbord". Kerstin Burlage hat mit dem Mare-Mikrofon die fortschrittlich gesinnte Sängertruppe besucht.
Rote Matrosen - Der Bremer Shanty-Chor Hart Backbord, [3:45]
Er ist im wahrsten Sinne ein leuchtendes Symbol der deutschen Seeschifffahrt, der Leuchtturm "Roter Sand" nordöstlich der Insel Wangerooge. Der rot-weiße Recke im Meer ist die hohe Warte, von dem aus sich alles, was fließt, entspannt betrachten lässt. Ein Ort für Philosophen sozusagen.
Erbaut wurde der 52 Meter hohe Turm 1880-1885 erbaut und am 1. November 1885 in Betrieb genommen. Nach gut hundert Jahren hatte er 1896 ausgedient und trotzt seitdem als historisches Baudenkmal den Fluten der Nordsee. Heute ist er ein beliebtes Ausflugsziel für Meeresromantiker, die hier an bestimmten Terminen in rustikalen Kojen übernachten können.
Als der Leuchtturm "Roter Sand" nach dem Zweiten Weltkrieg wieder Schiffen den rechten Weg in deutsche Häfen wies hat Radio-Bremen-Reporter Paul-Dieter Kümper im Jahr 1947 eine lautstarke Ortsbesichtigung per Flugzeug unternommen.
Flug über Roter Sand - Reportage 1947, [2:04]
Captain Cook alias Hans Helge Ott präsentiert die schönsten Rezepte aus seiner kulinarischen Seekiste.
In der aktuellen Ausgabe der Mare-Rezepte geht es ausgesprochen luxuriös zu - mit der Zubereitung eines "Hummer Thermidor!"
Über Mare Radio
In Mare Radio wird das kulturbildende Wesen des Meeres zum Programm, das mit Seelust und Entdeckerfreude die Kategorien von Wissenschaft, Literatur, Politik, Kunst und Musik durchkreuzt, immer auf Seeseite.
Sendezeit:
Jeden 1. Samstag im Monat,
19:05 – 21 Uhr
Wiederholung:
Am darauffolgenden Sonntag,
11:05 – 13 Uhr Mehr...
R�ckblick
Robert Cray Band
Robert Cray hatte schon das hohe Alter von Dreißig erreicht als er Anfang der achtziger Jahre mit seiner Blues-Band bekannter wurde. Seitdem hat er fast jedes Jahr eine neue CD herausgebracht. Für einige davon hat er bereits fünf Grammys gewonnen und wurde 2010 in die "Blues Hall of Fame" aufgenommen. Mehr...
4. Juni, 22:05 Uhr | Nordwestradio
Lesebuch: Anna Seghers
In den aktuellen Folgen des Lesebuchs hören Sie den Roman "Aufstand der Fischer von Sankt Barbara" von Anna Seghers. Mehr...
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Das Nordwestradio setzt seine erfolgreiche Veranstaltungs- und Sendereihe "Erfahren, woher wir kommen" fort. Jürgen Stenzel liest "Gargantua und Pantagruel" von François Rabelais. Hanjo Kesting kommentiert das Werk. Mehr...
29. Mai 2013, 19:00 Uhr | Stadtbibliothek Bremen, Wall-Saal
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Seit Februar 2013 ist der Radio-Bremen-Web-Auftritt unter der Adresse "m.radiobremen.de" auch mobil abrufbar. Das gilt natürlich auch für die Homepage des Nordwestradio. Mehr...
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