6. Mai 2012, 11:05 Uhr
Mare Radio
Mare Radio sendet zum hundertsten Mal. Aus diesem Anlass unternimmt die Redaktion eine akustische Meerfahrt in die weite Welt - vom Nordseestrand bis in die Südsee. Wir blenden zurück in eine Zeit, in der im niedersächsischen Brake noch Walfänger anlandeten, begutachten den traditionellen Schiffbau in Indonesien und machen einen Abstecher nach Pitcairn, jener abgelegenen Südseeinsel, wo die legendären Meuterer von der "Bounty" eine Zuflucht fanden. Wir erörtern mit Mare-Herausgeber Nikolaus Gelpke die gravierenden Umweltprobleme der Weltmeere und die großen Seekatastrophen der letzten Jahre und erkundigen uns bei ihm nach der Entwicklung der "Mare-Familie", bestehend aus Printmedium, Fernsehen und Radio. Wir präsentieren "La Paloma" in hundert Variationen und beantworten zu guter Letzt die spannende Frage: Wo liegt eigentlich Entenhausen?
Mare-Radio-Hundert: PLaylist [PDF, 19 Kb]
Moderation: Stefan Pulß
Redaktion: Kerstin Burlage, Lore Kleinert, Mechthild Müser
Musik: Harald Mönkedieck
Dem Gewinner des Mare-Rätsels winken attraktive Preise: ein Jahresabo des mare-Heftes und Bücher aus dem Mare-Buchverlag.
Wieviele Kilometer sind 100 Seemeilen?
Bei den Seepferdchen tragen die Männchen den Nachwuchs aus.
Die "Alexander von Humboldt"
Aus dem immensen Fundus von Mare-Radio-Beiträgen haben wir einige Preziosen aus dem Archiv gehoben. Maritime Streiflichter aus den zurückliegenden acht Jahren: Katrin Krämers Besichtigung des Windjammers "Alexander von Humboldt" in luftiger Höhe, Stefanie Peschs zugiges Erlebnis im Windkanal von VW in Wolfsburg, Silke Behls Reportage über die Arbeit der Hygienepolizei im Hamburger Hafen und der wagemutige Selbstversuch von Stefan Pulß mit gefräßigen Fischen im Kangal Pool in Bremerhaven.
Auf dem Mast der Alexander von Humboldt, [2:21]
Unterwegs mit der Hygienepolizei im Hamburger Hafen, [2:38]
Im Windkanal von VW, [1:18]
Im Kangal-Pool in Bremerhaven, [2:23]
Im Jahr 1997 erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift "Mare". Seit dieser Zeit setzt sich das Journal mit den unterschiedlichsten Themen und Aspekten der maritimen Welt auseinander.
Der Herausgeber Nikolaus Gelpke ist gelernter Meeresbiologe. Stefan Pulß hat mit ihm über vier Themenkomplexe gesprochen: über die Entwicklung der Meeresforschung in den letzten fünfzehn Jahren, über die ständig wachsenden Umweltprobleme des Ökosystems Ozean, über den verheerenden Tsunami des Jahres 2004 und seine Folgen und über die Entwicklung von "Mare", einem Unternehmen, das inzwischen durch "Mare-TV" und "Mare-Radio" multimedial geworden ist.
Meeresforschung - Gespräch mit Nikolaus Gelpke, [7:03]
Maritime Umweltprobleme - Gespräch mit Nikolaus Gelpke, [4:34]
Tsunamis - Gespräch mit Nikolaus Gelpke, [3:26]
Die Mare-Familie - Gespräch mit Nikolaus Gelpke, [4:32]
Mare - Die Homepage
Mare TV - Die Homepage
Donald Duck
Entenhausen ist überall und viele Wege führen dorthin. Vom Wasser aus kommt man in den Hafen von Entenhausen. Denn, wer es noch nicht gewusst haben sollte: Entenhausen liegt am Meer! Wo genau freilich, ob an Amerikas Ost- oder Westküste oder vielleicht doch ganz wo anders, weiß niemand mit Sicherheit zu sagen. Schließlich bewegen wir uns in Entenhausen in einem Paralleluniversum, das bevölkert ist von kapriziösen Personen, die nach ihren eigenen Gesetzen leben. Wie es so zugeht in der Hafenstadt Entenhausen zwischen Geldspeichern und Panzerknackern hat Stefanie Pesch erkundet in Begleitung von Frank Schätzing und einem Einwohner namens Donald Duck.
Im Jahr 1951 erlebte die niedersächsische Stadt Brake an der Unterweser die Rückkehr einer alten Tradition: Das Einlaufen eines Walfangschiffes.
Zwar war damals der Walfang in Deutschland verboten, aber da die "Olympic Challenger" unter panamesischer Flagge fuhr, war gegen das Anlegen nichts einzuwenden. Radio-Bremen-Reporter Paul-Dieter Kümper war bei der Ankunft des Schiffes dabei.
Ein Walfangschiff in Brake 1951, [4:43]
Dirk Steffens auf Tauchgang
Mare-Kolmnist Dirk Steffens gratuliert zur 100. Sendung und klärt darüber auf, warum er so gern für diese Sendereihe arbeitet. Dafür zitiert er keinen Geringeren als Altmeister Johann Wolfgang von Goethe. Der nämlich hat gesagt: "Das freie Meer befreit den Geist". Und das könnte in der Tat das Motto des Unternehmens "Mare Radio" sein, die in hundert Sendungen durch die Weiten der Ozeane geschippert ist und dabei einen beachtlichen Ideenreichtum entwickelt hat. Deswegen darf man auch gespannt sein auf die nächsten hundert Sendungen.
Beifang - Die Mare-Kolumne 100, [2:20]
Dirk Steffens - Die Homepage
Auf der Insel Sulawesi befindet sich das traditionelle Zentrum des indonesischen Holzschiffbaus. Nach alten Überlieferungen werden hier noch immer die sogenannten "Bugischiffe" (auch Pinisischiffe genannt) hergestellt. Hölzerne Großboote, die auf kunstvolle Weise ohne einen einzigen Nagel zusammengesetzt sind. Silke Behl hat sich an Bord eines Bugischiffs begeben und ist dabei in eine faszinierende Welt der Seefahrt eingetaucht.
Bugischiffe in Sulawesi, [6:46]
Seit dem Start von "Mare-Radio" endete die Sendung immer mit "La Paloma". Komponiert wurde der Welthit von dem Spanier Sebastián de Yradier und erstmals zu hören war er 1863 im Teatro Nacional de Mexico.
Danach trat das Lied seinen Siegeszug um die Welt an und wurde in tausenden von Varianten interpretiert. Kein anderer Song ist so oft bearbeitet worden wie "La Paloma".
Am Ende jeder Mare-Sendung kann man eine Version des Ohrwurms hören. Stefan Pulß hat im Gespräch mit Mare-Musik-Redakteur Harald Mönkedieck herauszufinden versucht, warum gerade "La Paloma" derart erfolgreich ist.
La Paloma forever - Gespräch mit Harald Mönkedieck, [5:21]
Das La-Paloma-Projekt
Irgendwann ist jeder reif für die Insel. Das galt in gesteigertem Maße im Jahr 1789 für die berühmt-berüchtigten Meuterer von der Bounty. Nachdem sie Kapitän Bligh entmachtet und auf hoher See ausgesetzt hatten, waren sie auf der Suche nach einem Versteck in den Weiten der Südsee. Sie fanden es auf Pitcairn Island, einer der abgelegensten Inseln im Pazifik. Seitdem ist Pitcarin Island geradezu ein Synonym für die abenteuerliche Seefahrt geworden. Im Jahr 1951 beschwor Radio-Bremen-Gründer Hans-Günther Oesterreich den Mythos Pitcairn in einem Rundfunk-Feature als Sehnsuchtsort für den stressgeplagten Bundesbürger der Wirtschaftswunder-Ära.
Pitcairn - Reif für die Insel, [1:29]
Pitcairn Island - Die Homepage
Captain Cook alias Hans Helge Ott präsentiert die schönsten Rezepte aus seiner kulinarischen Seekiste.
Für die 100. Mare-Sendung wird das Rezept nicht in schriftlicher Form wiedergegeben, es wird gesungen! Jan Christoph präsentiert sein Labskaus-Lied.
Über Mare Radio
In Mare Radio wird das kulturbildende Wesen des Meeres zum Programm, das mit Seelust und Entdeckerfreude die Kategorien von Wissenschaft, Literatur, Politik, Kunst und Musik durchkreuzt, immer auf Seeseite.
Sendezeit:
Jeden 1. Samstag im Monat,
19:05 – 21 Uhr
Wiederholung:
Am darauffolgenden Sonntag,
11:05 – 13 Uhr Mehr...
Rückblick
Pro musica antiqua 1985: Festliches Barock-Konzert
Für die "Pro musica antiqua" 1985 hatte Radio Bremen den Flötisten Hans-Martin Linde und sein in Basel ansässiges Linde-Consort zu einem Konzert mit festlicher Barockmusik in die Ansgariikirche in Bremen eingeladen. Mehr...
26. Mai, 17:05 Uhr | Nordwestradio
Fontane: Unterm Birnbaum
Der Roman "Unterm Birnbaum" erschien 1885. Das scheinbar abseitigste Werk des alten Fontane wurde kaum beachtet. In zwanzig Kapiteln erzählt Fontane eine Mordgeschichte aus dem Oderbruch, die an ein dörfliches Macbeth-Drama erinnert. Mehr...
Poetry on the Road 2012
Vom 30. Mai bis 4. Juni 2012 ist Bremen mit dem Internationalen Literaturfestival "Poetry on the Road“ kultureller Treffpunkt für 24 Dichter aus 15 Nationen. Etablierte Autoren der Weltliteratur Seite an Seite mit hoch interessanten Neuentdeckungen bringen auf Einladung von Radio Bremen und der Hochschule Bremen die Weltsprache Poesie an die Weser. Mehr...
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