8. Mai 2011, 11:05 Uhr
Mare Radio
Nordsee bei Cuxhaven
Ein Aufbruch zu neuen und bekannten Horizonten. Mare-Radio folgt Entdeckern auf ihren Wegen ins Unbekannte, erforscht die Kunst der Meer- und Himmel-Malerei, lotet die Möglichkeiten und Grenzen neuer Technologien aus und betrachtet das Kommen und Gehen der Wellen ganz entspannt aus der Horizontalen.
Eine Mare-Sendung zur Erweiterung des Gesichtskreises, denn bekanntlich geht es hinter dem Horizont ja weiter.
Moderation: Silke Behl
Redaktion: Katrin Krämer, Stefan Pulß
Musik: Harald Mönkedieck
Gewinne:
Dem Gewinner des Mare-Rätsels winken attraktive Preise: ein mare-Badelaken und ein mare-Buchpaket.
Rätselfrage Mai 2011:
Was bedeutet der Spruch "Rüm Hart, Kloor Kimming?"
Lösung Mare-Rätsel April 2011:
Die Berufsbezeichung "Schauerleute" stammt aus dem Niederländischen.
Zeitreisen in ferne Vergangenheiten sind die Spezialität von Dominique Görlitz, seines Zeichens Experimentalarchäologe und Vegetationsgeograph. Dabei hat er stets ein ganz besonderes Ziel vor Augen: Er will beweisen, dass bereits in der Steinzeit Seereisen zwischen den Kontinenten stattgefunden haben.
Seit den 90er Jahren beschäftigt sich der ehemalige Sportlehrer aus Gotha, nach dem Vorbild des berühmten norwegischen Forschers Thor Heyerdahl, mit dem Bau vorgeschichtlicher Schilfboote, mit denen er seine kühnen Thesen durch reale Transkontinental-Reisen verifizieren will. Im Rahmen seines Projektes "Abora" hat Dominique Görlitz bereits drei Versuche unternommen, die allerdings wegen widriger Umweltverhältnisse abgebrochen werden mussten.
Kein Grund für den umtriebigen Abenteurer, sein Vorhaben ad acta zu legen. Derzeit bereitet er die neueste Mission "Abora IV" vor. Im Gespräch mit Silke Behl erläutert Dominique Görlitz, warum er es einfach nicht lassen kann, die Weltmeere mit archaischen Seglern nach dem Vorbild der Steinzeitmenschen zu befahren.
Steinzeitsegler - Gespräch mit Dominique Görlitz, [9:28]
Mission Abora
Die Darstellung von Horizonten spielt in der Malerei eine bedeutsame Rolle. An ihr lässt sich der historische Wandel von Raumwahrnehmungen und Weltbildern erstaunlich präzise ablesen. Reichlich Anschauungsobjekte zu diesem Thema bietet die Hamburger Kunsthalle, der Mare-Moderatorin Silke Behl einen Besuch abgestattet hat.
In kundiger Begleitung von Kurator Daniel Koep unternahm sie eine kunstgeschichtliche Wanderung durch die Jahrhunderte vom Mittelalter über Renaissance und Romantik bis hin zur Moderne, vom mittelalterlichen "Harvestehuder Altar" des Meisters Bertram über die Seebilder von Caspar David Friedrich bis zu Gerhard Richters "Seestück bewölkt" aus dem Jahr 1969.
Gemalte Horizonte in der Hamburger Kunsthalle, [10:46]
Hamburger Kunsthalle
Der Welthit des Meeres ist zweifellos "La Paloma". Ein Lied, das der Spanier Sebastián de Yradier im 19. Jahrhundert komponierte und das seitdem seinen Siegeszug rund um den Globus angetreten hat. In aller Herren Länder und in allen Muttersprachen wird "La Paloma" seit Generationen gesungen. Wie weit der Horizont des Liedes inzwischen gezogen ist, hat Stefan Pulß mithilfe eines Übersetzungscomputers herauszufinden versucht. Mit Ergebnissen, die an Skurrilität schwer zu überbieten sind.
La Paloma - Ein Lied geht um die Welt, [2:48]
Die Erweiterung des Horizonts geht für viele einher mit der Planung des Fortschritts. In Zeiten gesteigerten Umweltbewusstseins natürlich immer im Einklang mit der Natur. Und wenn dann noch ein Zauberwort wie das von der "erneuerbaren Energie" ins Spiel gebracht wird, scheint alles in bester Ordnung zu sein.
Zu einer Art Volkssport ist in Deutschland inzwischen die Errichtung von Windkrafträdern an den Küsten geworden. Scheinen sie doch den Königsweg in eine schöne neue Öko-Welt zu eröffnen. Wären da nur nicht die ewigen Nörgler, denen der ungebremste Bau von Windkraftanlagen ein Dorn im Auge ist. Auf den Begriff gebracht heißt das Ärgernis "Horizontverschmutzung". Stephanie Giese hat die Gemeinde Lamstedt aufgesucht, in der keineswegs eitel Freude herrscht über die Wahrzeichen einer neuen Umwelt-Ära.
Horizontverschmutzung - Die Windräder von Lamstedt, [6:11]
Der optische Horizont der Grauwale ist wegen ihrer notorischen Kurzsichtigkeit sehr begrenzt. Und dennoch steuern die dreißig Tonnen schweren Kolosse auf ihren Wanderungen quer durch den Pazifik über viele tausend Kilometer präzise die immer gleichen Zielpunkte an.
Ein Phänomen, das die Wissenschaft bis heute nicht genau erklären kann. Offenbar verfügen die hochintelligenten Tiere über ein feines Sensorium der Kommunikation, das dem unsrigen überlegen ist. Dirk Steffens mit seiner Mare-Kolumne über den erstaunlichen "inneren" Horizont des Grauwals.
Die meisten Besucher von Israels quirligster Stadt Tel Aviv blenden den Lärm der Kampfhubschrauber einfach aus. Auch den Wachturm, der ihre Sicherheit garantieren soll, nehmen sie kaum wahr.
Umgeben von feindlichen Nachbarn erscheint der Horizont eng und eher künstlich. Aber manchmal reicht eben auch ein kleiner Ausschnitt, um den Träumen von Freiheit und unbegrenzten Möglichkeiten auf die Sprünge zu helfen. ARD-Hörfunkkorrespondent Sebastian Engelbrecht mit einem Stimmungsbild aus Tel Aviv.
Horizonte von Tel Aviv, [3:05]
Captain Cook alias Hans Helge Ott präsentiert die schönsten Gerichte aus seiner kulinarischen Seekiste. Für die Mare-Ausgabe "Horizonte" greift er auf ein traditionsreiches Rezept aus der Kölner Küche zurück: Himmel un Ääd.
Mare Rezept: Himmel un Ääd, [2:52]
Mare-Rezept: Himmel un Ääd [PDF, 18 Kb]
Über Mare Radio
In Mare Radio wird das kulturbildende Wesen des Meeres zum Programm, das mit Seelust und Entdeckerfreude die Kategorien von Wissenschaft, Literatur, Politik, Kunst und Musik durchkreuzt, immer auf Seeseite.
Sendezeit:
Jeden 1. Samstag im Monat,
19:05 – 21 Uhr
Wiederholung:
Am darauffolgenden Sonntag,
11:05 – 13 Uhr Mehr...
Rückblick
Pro musica antiqua 1985: Festliches Barock-Konzert
Für die "Pro musica antiqua" 1985 hatte Radio Bremen den Flötisten Hans-Martin Linde und sein in Basel ansässiges Linde-Consort zu einem Konzert mit festlicher Barockmusik in die Ansgariikirche in Bremen eingeladen. Mehr...
26. Mai, 17:05 Uhr | Nordwestradio
Fontane: Unterm Birnbaum
Der Roman "Unterm Birnbaum" erschien 1885. Das scheinbar abseitigste Werk des alten Fontane wurde kaum beachtet. In zwanzig Kapiteln erzählt Fontane eine Mordgeschichte aus dem Oderbruch, die an ein dörfliches Macbeth-Drama erinnert. Mehr...
Poetry on the Road 2012
Vom 30. Mai bis 4. Juni 2012 ist Bremen mit dem Internationalen Literaturfestival "Poetry on the Road“ kultureller Treffpunkt für 24 Dichter aus 15 Nationen. Etablierte Autoren der Weltliteratur Seite an Seite mit hoch interessanten Neuentdeckungen bringen auf Einladung von Radio Bremen und der Hochschule Bremen die Weltsprache Poesie an die Weser. Mehr...
Suche
Nordwestradio durchsuchen:
Info und Service