1. September 2012, 19:05 Uhr
Mare Radio
Beliebtes Urlaubsziel und Hoffnungsträger der deutschen Energiewende, Handelsweg und Schauplatz entsetzlicher Tragödien, Inspiration für Dichter – die Nordsee hat viele Gesichter.
Strand von Cuxhaven
Nirgends in Deutschland weht der Wind so konstant wie über diesem Schelfmeer am Rande des Atlantiks. Gelegentlich wütet er jedoch mit zerstörerischer Gewalt, peitscht die Nordsee zu Sturmfluten auf, verlagert Küsten und Inseln, reißt sie auseinander oder lässt sie ganz untergehen. "Nordsee ist Mordsee" ist nicht nur ein Filmtitel, tatsächlich haben unzählige Menschen ihr Leben in den Fluten gelassen, in Unwettern und in Kriegen. Mare Radio macht sich auf, das Gezeitenmeer zu erkunden, seine Tiefen und Untiefen auszuloten, das Weltkulturerbe Wattenmeer zu begehen und Kulturschaffenden an den Küsten auf die Finger zu schauen.
Moderation: Silke Behl
Musik: Harald Mönkedieck
Redaktion: Mechthild Müser, Stefan Pulß
Umfrage: Warum ist es an der Nordsee schön?, [0:42]
Mare Radio Nordsee: Playlist [PDF, 9 Kb]
Havarien gehören zum Alltag auf der Nordsee. Deshalb gibt es in Cuxhaven das Havariekommando. Die Zusammenarbeit mit sämtlichen Anrainerstaaten gehört zum Alltag. Vor allem aber das Training für den Ernstfall. Mit jährlich mehr als 200 Übungen sind die Experten im Nordwesten eigentlich auf alles vorbereitet. Und doch kommt es in der Praxis oft anders als geplant. Gerade die Unberechenbarkeit der See steht immer dann auf dem Stundenplan, wenn das Katastropheneinsatzschiff – die Neuwerk – in See sticht. Wir durften für einen Tag mit an Bord gehen und staunten nicht schlecht, was alles bedacht werden muss bei Unfällen auf See.
Homepage: Havariekommando Cuxhaven
Begehung Havariekommando, [11:43]
Das Gezeitenmeer vor unserer Haustür hat viele Gesichter, zu ihnen gehört auch das Weltkulturerbe Wattenmeer. Also: Schuhe ausziehen und hinein in den nassen Matsch. Dirk Steffens nimmt Sie mit zu einem Spaziergang ins Wattenmeer.
Unterwegs im Wattenmeer mit Dirk Steffens , [2:31]
Touristen auf der Insel Wangerooge
Die ostfriesischen Inseln sind berühmt für ihre Schönheit…und ihre küstennahe Lage. Aber gerade die Nähe zum Festland brachte sie im Weltkrieg an den Rand des Untergangs. Wangerooge etwa galt als Eingangstor zu den Kriegshäfen Wilhelmshaven und Bremen. Am 25. April 1945 nahmen 480 alliierte Bomber die Insel ins Fadenkreuz. Sie flogen auf die "Festung Wangerooge" zu, wo das letzte Aufgebot aus Volksturm, Zwangsarbeitern, Kindern und Alten auf alles vorbereitet war. Vor fast zwanzig Jahren suchte und fand der Filmemacher Eike Besuden Zeitzeugen des Angriffs. Stefanie Pesch bringt ihre Eindrücke noch einmal zu Gehör:
Bomben auf Wangerooge , [4:30]
Einzigartig ist das Fischereimuseum im Hafen von Hönö Klåva. Es wurde 1986 eingeweiht und wird vom "Verin Kusttraditioner" betrieben. Das Fischereimuseum wird ständig erweitert. Immer wieder kann man Neues entdecken. Vor allem die Geschichte und die Entwicklung der Fischerei werden hier dokumentiert. Es gibt Bootsmodelle, sowie eine Muschel- und Vogeleiersammlung. Desweiteren finden Sie hier eine Spezialdokumentation über den Schiffbruch des U-Bootes Ulven, sowie über weitere Teile des Seekrieges.
Die Orkney Inseln liegen unweit der nördlichen Küste vor Schottland. Es handelt sich um ca. 70 Inseln verschiedener Größe. Bewohnt sind 17 davon. Wie auf den Shetland Inseln gibt es eine Hauptinsel - die Mainlands. Hier leben fast 14.000 Einwohner, die Mainlands nehmen fast 50% der Gesamtfläche der Orkneys ein. Die Orkneys sind recht fruchtbare Inseln. Sie sind nur leicht hügelig. Das Geschäft der Zukunft lautet hier: Energie. Auf Orkney besuchte Sebastian Hesse eine weltweit einzigartige Testanlage zur Energiegewinnung aus Wellen und Gezeiten.
Pro und contra Offshore
Teil einer Windkraftanlage in der Nordsee
Wie sieht die Zukunft der Nordsee aus, wird alles mit Windrädern zugepflastert? – Die Rolle der Nordsee in der deutschen Energiewende. Dazu hören Sie ein Gespräch mit Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergie-Agentur Bremen/Bremerhaven.
Pro und contra Offshore-Windenergie, [10:33]
Internationale Konferenz
Captain Cook alias Hans Helge Ott präsentiert die schönsten Rezepte aus seiner kulinarischen Seekiste.
Passend zum Thema Nordsee: Die große Fischplatte.
Mare-Nordsee-Rezept: Fischplatte , [2:46]
Nordsee Fischplatte [PDF, 19 Kb]
An der Nordsee ist es toll. Auch unser Kolumnist Dirk Steffens matscht gern rum und genoss bei seinem aktuellen Auftrag vor allem den Schlick zwischen den Zehen.
Wo endet die Nordsee im Norden?
Lösung bitte an folgende E-Mail-Adresse:
mare-radio@radiobremen.de
Auflösung Mare-Rätsel August 2012:
Unsere Frage lautete: Welcher Filmregisseur tauchte im März 2012 in den Marianengraben? Die richtige Antwort: James Cameron.
Buchtipp:
Nordseeküste 1933-1945 – Mit Hamburg und Bremen
Der historische Reiseführer
Über Mare Radio
In Mare Radio wird das kulturbildende Wesen des Meeres zum Programm, das mit Seelust und Entdeckerfreude die Kategorien von Wissenschaft, Literatur, Politik, Kunst und Musik durchkreuzt, immer auf Seeseite.
Sendezeit:
Jeden 1. Samstag im Monat,
19:05 – 21 Uhr
Wiederholung:
Am darauffolgenden Sonntag,
11:05 – 13 Uhr Mehr...
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Robert Cray Band
Robert Cray hatte schon das hohe Alter von Dreißig erreicht als er Anfang der achtziger Jahre mit seiner Blues-Band bekannter wurde. Seitdem hat er fast jedes Jahr eine neue CD herausgebracht. Für einige davon hat er bereits fünf Grammys gewonnen und wurde 2010 in die "Blues Hall of Fame" aufgenommen. Mehr...
4. Juni, 22:05 Uhr | Nordwestradio
Lesebuch: Anna Seghers
In den aktuellen Folgen des Lesebuchs hören Sie den Roman "Aufstand der Fischer von Sankt Barbara" von Anna Seghers. Mehr...
Erfahren, woher wir kommen
Das Nordwestradio setzt seine erfolgreiche Veranstaltungs- und Sendereihe "Erfahren, woher wir kommen" fort. Jürgen Stenzel liest "Gargantua und Pantagruel" von François Rabelais. Hanjo Kesting kommentiert das Werk. Mehr...
29. Mai 2013, 19:00 Uhr | Stadtbibliothek Bremen, Wall-Saal
radiobremen.de nun auch mobil
Seit Februar 2013 ist der Radio-Bremen-Web-Auftritt unter der Adresse "m.radiobremen.de" auch mobil abrufbar. Das gilt natürlich auch für die Homepage des Nordwestradio. Mehr...
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