3. Juli 2011, 11:05 Uhr
Mare Radio
Die "Beluga Nomination"
Diesmal wird es gefährlich! Mare Radio begibt sich nämlich auf Raubzüge: Beim Tauchen mit Haien und mit anderen Raubfischen, die nebenberuflich sogar im Dienste der Wissenschaft tätig sind. Denn es ist doch so: wer den Räubern folgt, der findet die "hot spots" des maritimen Lebens. Ob unter oder über Wasser, hier herrschen ganz eigene Gesetze.
Wir werfen verstohlene Blicke in Räuberhöhlen an der Küste und auf dem Meeresgrund und manövrieren durch berüchtigte Piratengewässer. Ob ein Anti-Piraten-Training wirklich hilfreich ist im Kampf gegen den Terror auf hoher See? In dieser Sendung geht es außerdem um den Raubbau am Ozean und seine Folgen. Und kulinarisch liefern wir die besten Tipps zum Räuberwesen in unserem Essen.
Programmtipp Mare-Radio: Räuber, [3:01]
Mare-Radio: Räuber - Playlist [PDF, 20 Kb]
Moderation: Katrin Krämer
Redaktion: Mechthild Müser, Stefanie Pesch
Musik: Harald Mönkedieck
Produktion Radio Bremen 2011
Gewinne
Dem Gewinner des Mare-Rätsels winken attraktive Preise: ein mare-Badelaken und ein mare-Buchpaket. Außerdem hat die Haischutz-Organisation "Sharkproject" für das Juli-Rätsel gleich mehrere besondere Präsente gestiftet: ein Sachbuch und einen Thriller über Haie sowie einen kleinen Plüschhai.
Aus welchem Tier werden die Schillerlocken gemacht?
Lösung Mare Rätsel Juni 2011
Der Seehund
Ein uralter Alptraum der Seeleute ist in unseren Tagen zurückgekehrt. Seit Jahren wird die internationale Schifffahrt vor der Küste Somalias von einer modernen Spielart der Piraterie gebeutelt. Immer wieder kapern schwer bewaffnete Seeräuber Schiffe und nehmen die Mannschaften zu erpresserischen Zwecken als Geiseln. Bisher konnte ihnen allerdings nicht das üble Handwerk gelegt werden, trotz eines Großaufgebots von Kriegsschiffen. Über die Ursachen des Wiederauflebens der Piraterie an den ostafrikanischen Küsten existieren unterschiedliche Meinungen. Katrin Krämer hat dazu Annette Weber befragt, die Somalia-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Piraten vor Somalia - Gespräch mit Anette Weber, [10:16]
ARD tagesschau.de: Piraten im Golf von Aden
Der ukrainische Frachter "Faina"
Als der ukrainische Frachter "Faina" im Februar 2009 in den Hafen von Mombasa einlief, standen die Seeleute regungslos an der Reling. Vier Monate lang waren sie von somalischen Piraten in Geiselhaft gehalten worden. Dreieinhalb Millionen Dollar hatte ein ukrainischer Oligarch den Piraten gezahlt. Das Bargeld wurde an einer geheimen Stelle von einem Flugzeug ins Meer vor Somalia geworfen. Lösegeld vom reichsten ukrainischen Bürger für die Mannschaft eines Schiffes, das dem stellvertretenden Verkehrsminister der Ukraine gehört.
Die Hintergründe der mysteriösen Zahlung wurden pikanterweise von den Piraten aufgedeckt: An Bord hatten sich 33 ukrainische Panzer, 90 Tonnen Kalaschnikows, Raketen und israelische Elektronik befunden, bestimmt für ein Krisengebiet in Afrika. Ein illegales Waffenschiff war enttarnt. Und eine Spur führte nach Deutschland, zum inzwischen insolventen Firmen-Imperium des Bremer Reeders Nils Stolberg. Ein Ausschnitt aus einem Radio-Bremen-Feature von Rainer Kahrs.
Nach dem Untergang der Insel Rungholt in der Nordsee anno 1362 schlossen sich viele der überlebenden Fischer und Bauern aus blanker Not zum Bund der sogenannten "Wogemänner" zusammen, um fortan ihr Leben als Räuber und Piraten zu fristen. Acht Jahre lang verbreiteten sie durch ihre Raubzüge Angst und Schrecken an der Nordseeküste, bis sie 1370 dingfest gemacht wurden und zahlreiche Wogemänner im wahrsten Sinne des Wortes ihren Kopf verloren. Jens Wellhöner erzählt für Mare Radio die Geschichte der unheimlichen Wogemänner.
Die Legende von den Wogemännern, [5:33]
Vlad Dracul alias Graf Dracula
Wenn man sich fragt, ob das Gute oder das Böse interessanter ist, fällt die Antwort leicht. Natürlich das Böse bzw. der oder die Böse. Die Weltliteratur ist voll von faszinierenden Beispielen: von Shakespeares Lady Macbeth und Goethes Mephisto über den Marquis de Sade und Graf Dracula bis zu Schillers Karl Moor in den "Räubern" oder Bert Brechts Mackie Messer. Und kaum zu glauben: selbst das heute so glamouröse Fürstenhaus der Grimaldis von Monaco hat dereinst als finsteres Piratennest seinen Anfang genommen. Jürgen Werth lässt die Großschurken dieser Welt munter Revue passieren.
Seit Menschengedenken hat der Hai ein denkbar schlechtes Image als Schrecken der Weltmeere. Um ihn ranken sich wahre Horrorszenarios wie sie in Steven Spielbergs Film "Der weiße Hai" exemplarisch vorgeführt werden. Wie fragwürdig derart plakative Klischees in Wahrheit sind, damit befasst sich der Werbefachmann Gerhard Wegener, der sich in einer der größten international tätigen Haischutz-Organisationen, dem "Sharkproject", für einen grundlegenden Wandel im Umgang mit dem Hai und dem Mythos von seiner Gefährlichkeit einsetzt. Katrin Krämer hat mit ihm gesprochen und ihn gefragt, was geschehen muss, um dem Hai ein neues Image zu verpassen.
Haie - Gespräch mit Gerhard Wegener, [10:11]
Dirk Steffens auf Tauchgang
Im Schatten der spektakulären Haie stehen die kleinen Raubfische der Weltmeere, die in der Regel gegenüber ihren großen Brüdern kaum wahrgenommen werden. Zu ihnen zählen beispielsweise der Keksausstecherhai, der Pistolenkrebs, der Schützenfisch, der Zitteraal oder der Drachenfisch. Von den erstaunlichen Fähigkeiten dieser Meeresexoten handelt die Juli-Ausgabe der Mare-Kolumne von Dirk Steffens.
Beifang: Die Mare Kolumne - Maritime Kleinräuber, [2:41]
Dirk Steffens - Die Homepage
In Deutschland ist der Umgang mit Strandgut bis in die Einzelheiten genau geregelt. Wenn man beispielsweise beim Strandspaziergang etwas findet, was jemand verloren hat, greift Paragraph 965 ff BGB. Komplizierter wird es allerdings im Falle des sogenannten "Meerauswurfs", also beim Auffinden von Gegenständen, die uns das Meer regelrecht vor die Füße spült. Wie im Januar 2007, als Orkan Kyrill so wütete, dass ein Frachter im Ärmelkanal in Seenot geriet, die Ladung über Bord ging und den Menschen im südenglischen Devon große Freude bereitete. Stefanie Pesch hat die Chronik der denkwürdigen Ereignisse zusammengetragen.
Captain Cook alias Hans Helge Ott präsentiert heute ausnahmsweise nicht eines seiner schönsten Gerichte, sondern tischt die besten Tipps auf zum Thema: Das Räuberwesen in unserem Essen.
Mare Rezept: Räuberessen, [2:41]
Mare-Rezept: Räuberessen [PDF, 20 Kb]
Über Mare Radio
In Mare Radio wird das kulturbildende Wesen des Meeres zum Programm, das mit Seelust und Entdeckerfreude die Kategorien von Wissenschaft, Literatur, Politik, Kunst und Musik durchkreuzt, immer auf Seeseite.
Sendezeit:
Jeden 1. Samstag im Monat,
19:05 – 21 Uhr
Wiederholung:
Am darauffolgenden Sonntag,
11:05 – 13 Uhr Mehr...
Rückblick
Pro musica antiqua 1985: Festliches Barock-Konzert
Für die "Pro musica antiqua" 1985 hatte Radio Bremen den Flötisten Hans-Martin Linde und sein in Basel ansässiges Linde-Consort zu einem Konzert mit festlicher Barockmusik in die Ansgariikirche in Bremen eingeladen. Mehr...
26. Mai, 17:05 Uhr | Nordwestradio
Fontane: Unterm Birnbaum
Der Roman "Unterm Birnbaum" erschien 1885. Das scheinbar abseitigste Werk des alten Fontane wurde kaum beachtet. In zwanzig Kapiteln erzählt Fontane eine Mordgeschichte aus dem Oderbruch, die an ein dörfliches Macbeth-Drama erinnert. Mehr...
Poetry on the Road 2012
Vom 30. Mai bis 4. Juni 2012 ist Bremen mit dem Internationalen Literaturfestival "Poetry on the Road“ kultureller Treffpunkt für 24 Dichter aus 15 Nationen. Etablierte Autoren der Weltliteratur Seite an Seite mit hoch interessanten Neuentdeckungen bringen auf Einladung von Radio Bremen und der Hochschule Bremen die Weltsprache Poesie an die Weser. Mehr...
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