26. November 2012, 20:05 Uhr
Musikwelt
Aus der Weltliteratur und von den Opernbühnen ist er nicht mehr wegzudenken: Don Quixote. Das neuste Werk hat der Spanier Lorenzo Palomos geschrieben. Seine Kantate "Dulcinea" wurde 2006 in Berlin uraufgeführt.
Don Quixote in einem Bildnis von Honoré Daumier
Seit dem Jahre 1605 ist er aus der Weltliteratur und unserer Phantasie nicht mehr wegzudenken, der Ritter von der traurigen Gestalt, und natürlich musste der Glanz einer solchen Gestalt auch in andere Bereiche der Kunst ausstrahlen. Maler versuchten immer wieder, sich und uns ein Bild von Don Quixote zu machen, und die Musik beteiligte sich recht lebhaft an ähnlichen Versuchen. Zeitlich bewegt sich Giovanni Paisiellos Oper mit am nächsten an der Romanvorlage.
Den Namen des seltsamen Helden trägt auch ein Bühnenwerk des Franzosen Jules Massenet im Titel, während der Ritter in Felix Mendelssohn Bartholdys Oper "Die Hochzeit des Camacho" nicht unbedingt im Mittelpunkt steht. Mit genau dem gleichen Thema befasste sich auch Saverio Mercadante (Don Chisciotte alle nozze di Gamacccio). Und später waren es wieder Franzosen, die sich mit der Beziehung zwischen dem Ritter und der von ihm verehrten Dulcinea beschäftigten: Maurice Ravel (Don Quichotte à Dulcinée) und Jacques Ibert (Quattre Chansons de Don Quichotte). Das jüngste Werk jedoch stammt wieder aus der Feder eines Spaniers: Lorenzo Palomos Kantate "Dulcinea" wurde 2006 in Berlin uraufgeführt.
Am Mikrofon: Wolfgang Stapelfeldt
26. November 2012 [PDF, 11 Kb]
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