Die Schriftstellerin Annette Kolb ist heute fast vergessen. Dabei sollte sie wegen ihrer klaren politischen Haltung im Gedächtnis bleiben: Sie gehörte zu den wenigen Intellektuellen, die schon am Beginn des Ersten Weltkrieges vehement gegen Völkerhass und Gewalt auftraten und deshalb ins Exil gehen musste. 1933 verließ sie Deutschland erneut, ging nach Frankreich, später in die USA. Nach dem Krieg kehrte sie ein zweites Mal zurück – und wurde zu einer Fürsprecherin für eine Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich. Ihre Liebe zu Frankreich findet sich auch in ihren Texten, von denen einige in unserer Sendung "Lesebuch" zu hören sind.