"Archäologie unterm Hakenkreuz" – mit diesem Thema befasst sich die aktuelle Ausstellung im Bremer Fokke-Museum "Graben für Germanien" – Archäologie unterm Hakenkreuz". Gezeigt wird, wie viele deutsche Archäologen und Volkskundler ihre Arbeit bereitwillig in den Dienst der NS-Ideologie gestellt haben, vor allem für die völlig unwissenschaftliche Idealisierung der "Germanen" als Träger einer frühen Hochkultur. Dabei wurde auch die Seite des bei Zeven geborenen Heimatforschers Hans Müller-Brauel durchleuchtet. Müller-Brauel wurde 1867 geboren, sammelte Trachten, Bauernmöbel, pflegte gute Kontakte zur Worpsweder Künstlerkolonie. Unter anderem hat Müller-Brauel aber auch in der NS-Zeit Artefakte für das "Museum Väterkunde" geliefert. Leiter war der vermögende Kaffekaufmann und offenbar Hitler-verehrende Ludwig Roselius. War Müller-Brauel also ein völkischer Ideologe oder ein rühriger Volkskundler. Dieser Frage ist das Nordwestradio gestern in der Unterwegs-Sendung nachgegangen und hat mit Historiker, Forschern, Politikern und der Leiterin des Museum Kloster Zeven gesprochen, in dem Sammlerstücke Müller-Brauels ausgestellt werden. Jasmin Schönberger war dabei.