Bundesgerichtshof verhandelt erneut Brechmitteleinsatz in Bremen
Laye Alama Conde wurde nur 35 Jahre alt. Dann wurde der mutmaßliche Kleindealer aus Sierra Leone Ende 2004 im Bremer Polizeigewahrsam gewaltsam Brechmittel in den Magen gepumpt. Dabei fiel der Mann ins Koma und starb knapp zwei Wochen später. Der verantwortliche Polizeiarzt wurde danach wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht gestellt und dieses Verfahren ging seither mehrfach zwischen dem Bremer Landgericht und dem Bundesgerichtshof hin und her. Das Landgericht sprach den Mediziner zwei Mal frei; heute verhandelt der BGH zum zweiten Mal über dieses Urteil. Im Zentrum dabei: Die bis heute nicht endgültig geklärte Todesursache.