13. Februar 2012, 8:15 Uhr
Nordwestradio Journal
Bis zum 19. Februar fanden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele statt. Wir verabschieden uns aus Berlin mit einem Abschlussbericht von der 62. Berlinale.
Berlinale: In Berlin rauschen die Stars wieder über den roten Teppich. In diesem Jahr: Nina Hoss, Angelina Jolie, Diane Kruger, Clive Owen, Keanu Reeves, Juliette Binoche, Shah Rukh Khan, Salma Hayek, Javier Bardem und andere.
Rund 400 Filme werden auf der Berlinale in den verschiedenen Festivalreihen, darunter der Wettbewerb und die Goldenen und Silbernen Bären sowie im Forum, Panorama, der Special-Sektion und im Kinder- und Jugendwettbewerb Generation gezeigt.
Das Nordwestradio ist live dabei und wird in Beiträgen und Livesendungen von dort berichten.
Die Sektion "Retrospektive" der Berlinale zeigt jedes Jahr einen besonderen Regisseur, ein besonderes Werk oder auch eine besondere Film-Epoche, die vielleicht sonst in Vergessenheit geraten wäre. Schätze der Filmgeschichte werden hier präsentiert. In diesem Jahr ist die Retrospektive der "roten Traumfabrik" gewidmet. Mehr als 40 Stumm- und Tonfilme sind zu sehen, die zwischen 1922 und 1936 entstanden sind – so zum Beispiel russische Revolutionsfilme von Sergej Eisenstein und Podowkin beim deutsch-russischen Filmstudio Meschrabpom und bei der deutschen Tochterfirma Prometheus.
Nordwestradio-Redakteurin Nicole Ritterbusch sprach darüber mit Rainer Rother, dem künstlerischen Direktor der Deutschen Kinemathek in Berlin und Leiter der Retrospektive und fragte ihn zunächst, was er aus den Tiefen dieser Filmgeschichte hervorgeholt hat.
Interview und Beitrag von Nicole Ritterbusch:
Berlinale 2012: Retrospektive "Die rote Traumfabrik" , [9:07]
Gespräch mit Rainer Rother
Berlinale 2012: Retrospektive: Die Rote Traumfabrik, [3:48]
Arte-Dokumentation am 15. Februar, 22:10 Uhr.
Am 9. Februar wird die 62. Berlinale mit dem Film "Leb´ wohl, meine Königin" eröffnet. Damit beginnt auch wieder das Rennen um die "Goldenen" und "Silbernen Bären". Die Gewinner werden von einer internationalen Jury gekürt. Ihr gehören unter anderem Charlotte Gainsbourg, Francois Ozon und Barbara Sukowa an. Präsident der diesjährigen Jury ist der britische Regisseur Mike Leigh. Er gilt als unbequemer Filmemacher, als kritischer Beobachter sozialer und politischer Entwicklungen im Vereinigten Königreich.
Mit Filmen wie "High Hopes", "Lügen und Geheimnisse" oder "Vera Drake" legte er den filmischen Finger auf so manche gesellschaftliche Wunde in Großbritannien. Jürgen Francke stellt den Berlinale-Jury-Präsidenten Mike Leigh vor.
Porträt:
Berlinale 2012: Mike Leigh - Jury-Präsident, [3:15]
Mit der Weltpremiere des französischen Revolutionsdramas "Les adieux à la reine" – "Leb wohl, meine Königin!" wurde die 62. Berlinale eröffnet. "Aufbrüche und Umbrüche in der Gesellschaft" sind das Thema der diesjährigen Berlinale. Die weltweiten politischen Unruhen wurden in zahlreichen Filmen verarbeitet: Der Arabische Frühling, die Reaktorkatastrophe in Fukushima und der spezifisch afrikanische Weg zur Demokratisierung. Drei deutsche Regisseure haben Bären-Chancen: Christian Petzold mit "Barbara", Hans-Christian Schmid mit "Was bleibt" und Matthias Glaser mit "Gnade".
Start: Berlinale 2012 - Gespräch mit Jürgen Francke, [3:16]
Am 9. Februar wurde die 62. Berlinale eröffnet. Lore Kleinert, Chefin der Kulturredaktion im Nordwestradio, war dabei und berichtet über nationale und internationale Stars – und den Eröffnungsfilm "Leb wohl, meine Königin!". Ein Film über die ersten drei Tage der Französischen Revolution, vom 14. bis zum 16. Juli 1798, aus der Sicht der Dienerschaft. Die Eröffnung wurde von Anke Engelke und Berlinale-Chef Dieter Kosslick moderiert.
Die 62. Berlinale läuft - Gespräch mit Lore Kleinert, [6:06]
Der 100. Geburtstag des Studios Babelsberg ist mit einem Festakt gefeiert worden. In der Potsdamer Marlene-Dietrich-Halle versammelten sich Prominente aus Politik, Kultur und Wirtschaft, darunter die Regisseure Volker Schlöndorff und Andreas Dresen sowie der Schauspieler Mario Adorf. Am 12. Februar 1912 fiel die erste Klappe zum ersten Film auf dem Gelände der heutigen Filmstudios Babelsberg: "Der Totentanz" mit Asta Nielsen in der Hauptrolle.
Berlinale 2012: Happy Birthday Studio Babelsberg , [3:44]
100 Jahre Babelsberg: Gespräch mit Carl Woebken+Christoph Fisser, [7:29]
Nordwestradio-Redakteurin Nicole Ritterbusch spricht mit Carl Woebken und Christoph Fisser
Seit fünf Tagen läuft die 62. Berlinale; die Stimmung ist gut, die Stars (Juliette Binoche, Isabelle Huppert, Angelina Jolie, Clive Owen und andere) tummeln sich auf dem roten Teppich und die Galas sind gut besucht. Der deutsche Film "Barbara" von Christian Petzold hat einen guten Eindruck hinterlassen. Darin geht es um das Leben einer Ärztin in der DDR der 80er Jahre. Vielversprechend ist auch der Film "Cäsar muss sterben" von den italienischen Regie-Brüdern Vittorio und Paolo Taviani.
Die Berlinale bietet neben den Wettbewerben einen riesigen Filmmarkt im Gropius-Bau, der zu den größten der Welt gehört. Mehr dazu von Lore Kleinert, Chefin der Kulturredaktion im Nordwestradio.
Gute Stimmung auf der Berlinale - Gespräch mit Lore Kleinert, [5:49]
Meryl Streep erhält den "Goldenen Ehrenbären" auf der Berlinale
Am 14. Februar ist der rote Teppich vor dem Berlinale-Palast bei den 62. Internationalen Filmfestspielen für eine der ganz Großen Hollywoods reserviert: Die amerikanische Schauspielerin Meryl Streep erhält den "Goldenen Ehrenbären" für ihr Lebenswerk.
Die bald 63-jährige aus New Jersey, die an der renommierten Yale-Universität studierte, arbeitete mit vielen renommierten Regisseuren zusammen wie Robert Altman, Woody Allen oder Clint Eastwood. Zweimal erhielt sie den Oscar, gerade wurde sie mit dem Golden Globe für ihre Rolle der "Eisernen Lady" Margaret Thatcher ausgezeichnet. Auch wenn Meryl Streep über sich selbst sagt, sie sei eher mürrisch, so besitzt sie doch eine Menge Humor. Das beweist sie in ihren Interviews immer wieder. Jürgen Francke stellt eine faszinierende Schauspielerin vor, die so gar nicht ins übliche Klischee des glamourösen Hollywood passen will.
Porträt:
Berlinale: Meryl Streep erhält Ehrenbären , [3:39]
Beitrag von Jürgen Francke
Was haben der demographische Wandel und das Märchen vom Rattenfänger von Hameln miteinander zu tun? Eine Gesellschaft reduziert sich, wenn immer weniger Kinder geboren werden – oder wenn sie einfach verschwinden. Jugendkult auf der einen Seite, archaische Verlustangst auf der anderen. Dazu der Generationenkonflikt und das Aufbegehren der Generation Prekariat. Das ist das Spannungsverhältnis, in dem Regisseur Jan Speckenbach das Drehbuch zu seinen Film "Die Vermissten" geschrieben hat. Nach zwei erfolgreichen Kurzfilmen, die in Cannes zu sehen waren, ist es der erste Spielfilm des gebürtigen Münsteraners. Gedreht wurde unter anderem in Wolfsburg, Peine und Hannover.
Nicole Ritterbusch hat den faszinierenden Film gesehen, der am 14. Februar in der Sektion Perspektive Deutsches Kino der Berlinale Premiere hatte und mit Mitteln der Nordmedia gefördert wurde.
Berlinale 2012: Die Vermissten , [3:16]
Beitrag von Nicole Ritterbusch
Kaum sind einige Filme auf der Berlinale gelaufen, steht auch schon der Bundesstart an, wie bei der amerikanischen Produktion "Extrem laut und unglaublich nah". Die nachdenkliche Komödie glänzt mit Stars wie Tom Hanks, Max von Sydow und Sandra Bullock. Doch in vielen internationalen Beiträgen, zum Beispiel aus den Philippinen, Irland, Bosnien oder China geht es auch hart zur Sache. Oft genug bis an den Rand des Erträglichen oder sogar darüber hinaus. Jürgen Francke ist für das Nordwestradio in Berlin und hat in den bisherigen sieben Tagen Nachdenkliches, Hintersinniges aber auch Entsetzliches auf der Leinwand gesehen. Ein kleiner Überblick:
Berlinale-Film "Extrem laut und unglaublich nah" und andere Highlights , [3:37]
Beitrag von Jürgen Francke
Was immer Doris Dörrie auch tut: Ob sie Filme macht, Bücher schreibt, eine Oper inszeniert oder seit neuestem auch mal einen Song textet: Sie tut es auf ihre ganz eigene Art. Mit ihrem ganz besonderen Blick auf die Menschen, auf die Irrwitzigkeiten des Alltags und auf die ganz großen Themen – auf Liebe und Tod! Die erfolgreichste deutsche Filmemacherin hat ihren neuen Film "Glück" nach einer Kurzgeschichte aus Ferdinand von Schirachs Bestseller "Verbrechen" jetzt auf der Berlinale vorgestellt. Lore Kleinert, Chefin der Kulturredaktion im Nordwestradio, hat mit Doris Dörrie über das Glück, das Drehbuch und den Film gesprochen. Kinostart ist am 23. Februar.
"Glück" - der neue Film von Doris Dörrie , [10:08]
Gespräch mit der Drehbuchautorin und Regisseurin
Was die deutschen Filme auf der Berlinale angeht – vor allem die im Wettbewerb – kann man bei den Regisseuren und Darstellern schon von den "üblichen Verdächtigen" sprechen. Regisseur Christian Petzold brachte wieder seine Muse Nina Hoss mit, Matthias Glasner seinen Lieblingsschauspieler Jürgen Vogel, und Hans-Christian Schmid ist auch wieder mit seinem neuesten Film vertreten. Die Themen in diesem Jahr kreisen um die Familie, um Beziehungen und die deutsche Geschichte.
Deutsche Filme auf der Berlinale 2012, [3:50]
Beitrag von Jürgen Francke
Der Wettbewerb der Berlinale ist zu Ende. Das Festival-Programm war anspruchsvoll und zugänglich zugleich – und bot ein breites Spektrum an Filmen. Sie hören Nordwestradio-Moderatorin Kristin Hunfeld im Gespräch mit Lore Kleinert, Chefin der Kulturredaktion im Nordwestradio, die direkt von der Berlinale gekommen ist.
Erste Bilanz der Berlinale - Gespräch mit Lore Kleinert, [6:04]
Trotz großer Stars waren es besonders die jungen Gesichter, die beim Berliner Festival auffielen. In vielen Filmen kämpfen sich 12 bis 16-jährige Jungschauspieler durch das Leben. Bislang unbekannte Stars von morgen, die mit großer Intensität eine neue Generation verkörpern, die einen eigenen Weg sucht und neue Perspektiven aufzeigt. Nach zwei eher schwachen Jahrgängen konnte das Niveau der 62. Berlinale weitgehend überzeugen. Festival-Direktor Dieter Kosslick hat augenscheinlich auf die massive Kritik reagiert und ein Programm präsentiert, das den Blick nach vorn eröffnet ohne alte Qualitäten zu vernachlässigen.
Berlinale 2012: Abschlußbericht, [3:41]
Beitrag von Jürgen Francke
Weitere Informationenen:
Berlinale 2012
Das Programm
99-Fire-Films-Wettbewerb
Kurzfilm von Bremern
Harald Eggebrecht von der Süddeutschen Zeitung, Klaus Eder, Präsident der Internationen Vereinigung der Filmkritiker, und der Regisseur Christian Petzold sind Gäste der Gesprächsrunde zur Berlinale mit Nordwestradio-Programmleiter Jörg-Dieter Kogel, in der es um Europäisches Kino und Hollywood-Kino geht.
62. Berlinale
Gesprächszeit mit Gästen
Am 19. Februar geht die Berlinale mit der Verleihung der Silbernen und Goldenen Bären zu Ende. Lore Kleinert, Britta Lumma und Jürgen Francke melden sich am Abend vorher, von 19.05 bis 21 Uhr mit einer (vorläufigen) Bilanz der Filmfestspiele aus Berlin.
Ein Abend für das Kino
Live von der 62. Berlinale
Info: Nordwestradio Journal
![Globus mit Mikrofon davor [Quelle: Radio Bremen] Globus mit Mikrofon davor [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_journal/journal104_v-mediateaser.jpg)
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Pro musica antiqua 1985: Festliches Barock-Konzert
Für die "Pro musica antiqua" 1985 hatte Radio Bremen den Flötisten Hans-Martin Linde und sein in Basel ansässiges Linde-Consort zu einem Konzert mit festlicher Barockmusik in die Ansgariikirche in Bremen eingeladen. Mehr...
26. Mai, 17:05 Uhr | Nordwestradio
Fontane: Unterm Birnbaum
Der Roman "Unterm Birnbaum" erschien 1885. Das scheinbar abseitigste Werk des alten Fontane wurde kaum beachtet. In zwanzig Kapiteln erzählt Fontane eine Mordgeschichte aus dem Oderbruch, die an ein dörfliches Macbeth-Drama erinnert. Mehr...
Poetry on the Road 2012
Vom 30. Mai bis 4. Juni 2012 ist Bremen mit dem Internationalen Literaturfestival "Poetry on the Road“ kultureller Treffpunkt für 24 Dichter aus 15 Nationen. Etablierte Autoren der Weltliteratur Seite an Seite mit hoch interessanten Neuentdeckungen bringen auf Einladung von Radio Bremen und der Hochschule Bremen die Weltsprache Poesie an die Weser. Mehr...
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