8. August 2012, 7:35 Uhr
Zehn Jahre Bologna-Prozess
Vor zehn Jahren startete der Bologna-Prozess an den deutschen Hochschulen und Universitäten. Die bisherigen Studienabschlüsse wurden durch ein gestaffeltes System - Bachelor- und Master-Abschluss - ersetzt. Das Ziel war, die Studienabschlüsse europaweit vergleichbar zu machen und die Karrierechancen im Ausland zu verbessern.
Zehn Jahre Bologna-Prozess sind auch zehn Jahre Kritik am neuen System. Eigentlich sollen die Studierenden schon nach sechs Semestern den Bachelor-Abschluss in der Tasche haben. Das bedeutet Dauerstress, Zeit- und Prüfungsdruck. Selbsorganisiertes Lernen sei kaum noch möglich, sagen Studierende der Oldenburger Universität.
Das Bachelor-Studium sei stark verschult; in den Semesterferien müssen Hausarbeiten geschrieben werden. Der permanente Notendruck belaste zusätzlich. So muss der Bachelor-Abschluss mit einer Durchschnitts-Note von 2,5 bewertet sein, um direkt ins Master-Studium wechseln zu können. Die Folge: Die Studierenden sind nur noch im Punkte-Fieber und sammeln ihre Credit Points wie Supermarkt-Kunden ihre Bonusmarken, schimpfen Bologna-Kritiker.
Wie ist die Situation der Studenten? Ist die Reform gescheitert? Nordwestradio-Reporter Joachim Reinshagen hat sich an der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg umgehört.
Reportage:
10 Jahre Bologna: Oldenburger Studenten im Dauer-Stress, [3:20]
Der Bologna-Prozess sei eine echte Herausforderung, mit den bisherigen Ergebnissen könne man nicht zufrieden sein. Das sagt Professor Horst Hippler, Vorsitzender der Hochschulrektorenkonferenz im Nordwestradio-Gespräch.
Seine Hauptkritik richtet sich gegen die Verschulung des Studiums. Studienbegleitende Prüfungen ab dem ersten Semester, bei denen die Ergebnisse von Anfang an in die Endnote einfließen, seien "ungewöhnlich", so Hippler. Bisher seien nur die Studiengänge neu strukturiert worden. Was fehle, sei die individuelle Betreuung der Studierenden. Doch für das am Studenten orientierte Lernen hätten die Hochschulen zu wenig Geld. Moderatorin Nicole Nelhiebel hat mit Horst Hippler gesprochen.
Gespräch mit Horst Hippler:
Bologna-Prozess ist eine Herausforderung, [5:15]
Info: Nordwestradio Journal
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