14. Mai 2013, 8:42 Uhr
Nordwestradio Journal
Seit mehr als zehn Jahren zahlen wir mit dem Euro. Mittlerweile haben die meisten von uns sich an die Währung gewöhnt, die D-Mark ist längst Vergangenheit. Allerdings noch nicht ganz, denn eine Statistik der Bundesbank zeigt, dass in Niedersachsen immer noch überraschend häufig D-Mark-Bestände auftauchen. Der Umtausch ist weiterhin problemlos möglich.
Ob Münze oder Schein: Die D-Mark kann weiterhin in Euro umgetauscht werden
Die gute alte D-Mark ist einfach nicht kaputt zu kriegen. Mehr als secheinhalb Millionen Mark haben die Niedersachsen im vergangenen Jahr zur Bundesbank getragen und in Euro eingetauscht. Damit kommen pro Tag im Schnitt knapp 60 Bürger mit D-Mark-Resten zu den Bundesbank-Filialen – und das elf Jahre nach der Währungsumstellung.
Haben die Niedersachsen die Euro-Umstellung verschlafen? Keineswegs, heißt es von Seiten der Bundesbank. Die alten D-Mark-Bestände werden oft beim Frühjahrsputz entdeckt, aber auch bei Entrümpelungen nach dem Tod von Angehörigen. Bundesbanker Harold Freiberg sagt: "Von Pfennigbeträgen bis hin zu mehreren tausend Mark ist alles dabei". Gerne findet sich die Knete auch in Opas altem Anzug wieder, im Ofenrohr oder unter der berühmten Matratze.
Die D-Mark verliert nie ihren Wert, man kann sie bis in alle Ewigkeit in Euro umtauschen. Selbst wenn der alte Fünf-Mark-Schein noch so zerknittert ist, oder das Holstentor auf dem Fünfziger kaum noch zu erkennen ist – die Bundesbank nimmt fast alles, sagt Harold Freiberg. "Sie können alle D-Mark-Noten, die seit 1948 ausgegeben wurden, bei uns umtauschen und kriegen den festgelegten Kurs von knapp zwei zu eins."
Die Bürger im Nordwesten können ihre Restbestände zu den Bundesbank-Filialen in Oldenburg und Bremen bringen. Das Angebot wird rege genutzt. In Oldenburg tauchten im vergangenen Jahr rund 1,2 Millionen Mark auf, in Bremen waren es 1,8 Millionen. In Oldenburg kamen die Bürger übrigens im Schnitt mit 511 Mark zur Geschäftsstelle – nirgendwo sonst im Land ist der Wert so hoch. Und die Bundesbank stellt sich darauf ein, dass die Niedersachsen weiter fleißig D-Mark-Schätze heben. Mehrere hundert Millionen Mark an Bargeld schlummern noch zwischen Ems und Elbe. Bis es nur noch den Euro gibt, dürfte es noch Jahrzehnte dauern.
Info: Nordwestradio Journal
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