25. Januar 2013, 8:18 Uhr
Nordwestradio Journal
Nach jahrhundertelanger "Erbfeindschaft" unterschrieben Deutschland und Frankreich 1963 den Élysée-Vertrag, der ein friedliches Miteinander der beiden Länder gewähren sollte. Seit der Unterzeichnung und dem Inkrafttreten haben beide Staaten in der Tat eine friedliche und freundliche Nachbarschaft gepflegt. Am 22. Januar 2013 feierten beide Länder ihren Freundschaftsvertrag.
Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Charles de Gaulle (rechts) und Konrad Adenauer den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag.
Auch Bremen feiert den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag mit einem Festakt. Neben Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) ist auch Bruno Le Maire zu Gast, ein ehemaliger Minister der französischen Regierung. Wir haben uns auf die Suche nach Beziehungen zwischen der Hansestadt und Frankreich gemacht.
Wieviel Frankreich steckt in Bremen?, [3:45]
Bremen feiert den Élysée-Vertrag
Eine von 2.000 Franzosen in Bremen ist Nadège Le Lan, die Direktorin des Institut Français. Das Institut hat den Festakt im Rathaus initiiert und Nadège Le Lan wünscht sich eine gemeinsame kulturelle Sphäre zwischen Deutschen und Franzosen.
Sprache gehört für sie dazu. In ihrer Einrichtung lernen jedes Jahr 900 Bremer Französisch. "Ich würde mir wünschen, dass mehr Bremer unser Angebot wahrnehmen und sich überzeugen, dass wir nicht nur Kultur in dem französischen elitären Sinn anbieten, sondern auch gesellschaftliche, soziale Fragen beantworten", so Le Lan.
Jubiläumsfeier im Rathaus, [0:58]
Der Autor Johann-Günther König kennt sich besonders gut mit Bremens Frankreich-Geschichte aus. Im 18. und 19. Jahrhundert sei die französische Sprache Pflichtsprache der Oberschicht gewesen. "Es war eben schick", so König. Aber schon Anfang des 19. Jahrhunderts, als die Franzosen die Hansestadt für einige Jahre besetzten, waren sie den Bremern nur wenig sympathisch. "Als die Franzosen kamen, war es das Ende für den Freihandel. Das war tödlich für die Kaufleute", sagt König. Spätestens mit dem Deutsch-Französischen Krieg 1870 war es mit der Sympathie vorbei.
Bei einem Handschlag nach hanseatischer Kaufmannssitte hat auch Annabelle Girond von der Handelskammer Bremen Bedenken. "Das würde ich in Frankreich nicht unbedingt machen, mich nicht darauf verlassen. Franzosen sind bürokratisch, verlassen sich auf Papier. Diese Tradition per Handschlag gibt es einfach nicht", sagt sie über ihre Landsleute.
Eine Anlaufstation für französische Landsleute in Bremen ist Dominique Wehrmann. Sie ist Honorarkonsulin in Bremen und seit fast 42 Jahren mit einem Deutschen verheiratet. Sie hätte gerne eine Städtepartnerschaft aufgebaut, scheiterte jedoch an den Bremern. Als sie 2004 Konsulin wurde, habe sie Gespräche mit dem damaligen Senat geführt. "Der Senat meinte, dass es schon geregelt ist und dass man das nicht braucht". Darüber sei sie sehr enttäuscht gewesen.
Die Journalistin Pascale Hugues schreibt für den Berliner Tagespiegel die Kolumne "Mon Berlin". Sie hat einmal geschrieben, dass die deutsch-französische Freundschaft ein Wunder ist. Sie kommt aus dem Elsass und ihre Großmütter hätten vier Mal die Nationalität gewechselt, erzählt Pascale Hugues.
Als sie nach Deutschland gekommen sei, habe sie Bilder von humorlosen, ernsten Deutschen im Kopf gehabt. "Man fühlte sich als Franzose so ein bisschen erhoben. Man hat auf die Deutschen herab geguckt". Natürlich habe sie ihre Meinung dann geändert. "Wir sind sehr unterschiedlich – trotz Globalisierung, trotz Freundschaft und europäischer Integration", so Hugues. Sie glaube aber, dass Franzosen und Deutschen wegen ihrer Komplementarität gut zusammen passen.
Der älteren deutschen Generation würde Pascal Hugues gerne etwas Leichtigkeit schenken. "Man lacht mehr in Frankreich". Den Franzosen würde sie dagegen gerne die deutsche Ehrlichkeit ans Herz legen. "Nicht jeder, aber sehr viele Politiker haben irgendwelche finanzielle Affären, eine Machenschaft oder irgendwelche Korruption", sagt Hugues über ihr Heimatland. "Sie haben hier eine sehr bodenständige, ehrliche, politische Klasse, die vielleicht nicht so brilliert, aber da beneide ich Sie immer ein bisschen", sagt Hugues im Gespräch mit Nordwestradio-Moderator Hans-Heinrich Obuch.
Deutschland und Frankreich: "Wir sind sehr unterschiedlich", [7:04]
Gespräch mit Pascale Hugues
Frank Baasner, Leiter des deutsch-französischen Instituts in Ludwigsburg, war mit dabei bei den Feierlichkeiten im Deutschen Bundestag. "Es war wirklich eine schöne Feierstunde", sagt Baasner im Nordwestradio. Nicht nur die Regierungschefs seien zu Wort gekommen, auch das Parlament habe eine deutliche Rolle gespielt.
Der Schritt für den damaligen Präsidenten Frankreichs, Charles de Gaulle, den Vertrag mit Deutschland zu unterschreiben, sei immens gewesen. Aufgrund seiner Vita habe de Gaulle ein gespanntes Verhältnis zu Deutschland gehabt. "Dass er den Schritt gemacht hat, war, glaube ich, richtig großartig. Trotzdem darf man es nicht romantisieren. Er hatte damit auch klare Interessen im Kopf", sagt Frank Baasner. Er habe damals Deutschland stark an sich binden wollen.
Heutzutage haben die beiden Länder bei Jugendlichen an Wichtigkeit verloren. "Es stimmt schon, es ist schwierig, Neugier und Faszination zu wecken", so Baasner. Umgekehrt bemerke er in Frankreich, dass Berlin eine große Faszination auf junge Franzosen ausübe. Berlin sei ein Ort, wo man unbedingt hin müsse. Und interessanterweise schauen viele junge Franzosen auf die deutsche Energiewende. "Diese dauerhafte ökologische Bewegung, die sich eben politisch auch in einer so großen Sache äußert, finden die Franzosen schon ganz interessant", so Frank Baasner.
De Gaulle hatte mit dem Freundschaftsvertrag klare Interessen, [6:03]
Gespräch mit Frank Baasner, Deutsch-Französisches Institut Ludwigsburg
Alfred Grosser ist Publizist und Politikwissenschaftler. Er sagt, dass ohne Konrad Adenauer der Vertrag nicht zustande gekommen wäre. "Er wollte einen Vertrag, de Gaulle wollte nur ein Protokoll", so Grosser. "Ich war vom Vertrag damals etwas überrascht", sagt der Publizist rückblickend im Gespräch mit Christoph Heinemann.
Zwei Dinge habe er damals in dem Vertrag begrüßt. Zum einen die Tatsache, dass man sich auf allen Ebenen treffen musste und nicht nur der Kanzler und der Präsident zwei Mal im Jahr. Die Verbindung zwischen den Verwaltungen sei hervorragend, da sich auch die höheren und niedrigen Beamten getroffen haben. Zweitens habe er die Schaffung des Jugendwerks begrüßt. Wer heute in Frankreich "Kaiser" sage, denke nicht an Wilhelm den Zweiten, sondern an Franz Beckenbauer, bilanziert Grosser die heutige deutsch-französische Beziehung.
Man solle den Élysée-Vertrag feiern, so Grosser, aber dieses Mal finde er es "etwas übertrieben". Es würde aber nicht so weit gehen, das Fest als Heuchelei zu bezeichnen, wie es die Zeitung Le Monde getan hat. Merkel und Hollande seien beide nüchterne ruhige Leute, die sich nicht lieben sollen, die aber vernünftig miteinander verhandeln. Beide hätten in einem Grundproblem Recht, für das es keine Lösung gebe. Die Kanzlerin sage, dass man sparen müsse, was die Wirtschaft kaputt mache und Hollande frage sich, wie ein Land wie Griechenland die Schulden erarbeiten könne. "Was ist die Lösung zwischen Sparen und Investieren?", fragt sich der Publizist.
Der Élysée-Vertrag zwischen Verwaltungsarbeit und Jugendwerk, [10:57]
Gespräch mit dem Publizisten und Politikwissenschaftler Alfred Grosser
In Bremerhaven begann die deutsch-französische Freundschaft schon drei Jahre vor dem Élysée-Vertrag. Im Juni 1960 besiegelten Bremerhaven und das nordfranzösische Cherbourg ihre Städtepartnerschaft. Beide Städte sind ehemalige Kriegshäfen, die im Zweiten Weltkrieg zerbombt wurden und nicht als besonders pittoresk gelten. Die Städtepartnerschaft wurde wegen eines Schiffes gegründet. Das Passagierschiff "Bremen" wollte damals in Frankreich anlegen und viele französische Häfen verweigerten sich. Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg war da noch sehr lebendig. Nur der Bürgermeister von Cherbourg ließ das Schiff schließlich in den Hafen.
Brigitte Fontaine-Rojahn ist mit einem Deutschen verheiratet und lebt in Bremerhaven. Schon seit einigen Jahren leitet sie den deutsch-französischen Stammtisch in der Stadt. Er trifft sich einmal im Monat im Restaurant "La Cigale" im Stadtteil Lehe. Formlos, ungezwungen und natürlich auf französisch plaudert man dort über alles, was einen gerade bewegt. Einen ähnlichen Stammtisch gibt es in Cherbourg. Zu ihm bestehen gute Kontakte.
Der Cherbourger Fotograf Richard Menant bereitet gerade ein gemeinsames Projekt vor. Eine Ausstellung zum 50-Jährigen Jubiläum der deutsch-französischen Freundschaft soll Deutsche in Cherbourg und Franzosen in Bremerhaven zeigen. Sie soll einen Eindruck von den Städten und ihrer Umgebung geben und zeigen, wie die Menschen in den beiden Städten leben, sagt Menant. Neben den Menschen interessieren Menant vor allem die Häfen, die letztendlich zur Städtepartnerschaft geführt haben.
Städtepartnerschaft Bremerhaven-Cherbourg, [3:33]
Eine Reportage von Catharina Spethmann
"Deutschland und Frankreich tun sich gerade schwer miteinander", sagt die Pariser ARD-Korrespondentin Anne Christine Heckmann. Merkel und Hollande würden immer noch fremdeln, sie seinen politisch weit von einander entfernt. Hollande fordert, dass das starke Deutschland auf EU-Ebene solidarischer sein müsse. "Das Verhältnis ist abgekühlt, man spürt eine neue Distanz", so Anne Christine Heckmann.
Sarkozy hätte sich nach Meinung der Franzosen zu sehr an Merkel orientiert. "Merkels Klammeraffen nannten ihn die Franzosen", sagt Heckmann. "Frankreich braucht kein Modell und schon gar kein deutsches. Das hört man hier ständig und das sagt viel über die französische Mentalität aus." Einerseits würde man den deutschen Partner, der wirtschaftlich gesünder ist, beneiden, andererseits sei man zu stolz, um dieses zuzugeben, so Heckmann.
"Frankreich ist in der Trotzphase". Natürlich sei allen klar, dass Deutschland ein verlässlicher und wichtiger Partner sei. Den wolle man auch nicht vergraulen. Frankreich wolle aber nicht in den Armen des Partners erdrückt werden. "Es ist wie in jeder langen Ehe. Manchmal braucht man ein wenig Abstand, um wieder stärker zueinander zu finden", kommentiert Heckmann im Nordwestradio.
Distanz statt Klammerkurs, [2:22]
Die deutsch-französischen Beziehungen nach 50 Jahren Élysée-Vertrag
Am Jubiläumstag, dem 22. Januar 2013, empfing Bundespräsident Joachim Gauck den französischen Präsidenten Francois Hollande im Schloss Bellevue. "Dabei gab es eine kleine Panne", berichtet Kerstin Lohse, Korrespondentin im ARD-Hauptstadtstudio. Wegen der Kälte von minus neun Grad Celsius hatten die Blechinstrumente vom Stabskorps der Bundeswehr in Berlin versagt. Die Nationalhymnen beider Länder konnten nicht gespielt werden, nur Trommeln waren zu hören.
Gegen Mittag des Jubiläumstages fand eine gemeinsame Sitzung des Bundesrats, der deutschen Länderkammer, mit dem französischen Senat statt. Bundesrats-Präsident Winfried Kretschmann (Grüne) und der Präsident des Europäischen Parlamentes, Martin Schulz (SPD) hielten Reden. Schulz sprach von seinen eigenen Erfahrungen mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk.
Am Nachmittag kamen rund 570 französische Abgeordnete der Nationalversammlung in den Deutschen Bundestag. Auch dort hielten die Parlamentarier zusammen mit ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen eine gemeinsame Sitzung ab. "Das gab es in dieser Form noch nie in der deutschen Geschichte", so Kerstin Lohse. Vor zehn Jahren waren die Deutschen bei den Franzosen in Versailles zu Gast.
Gemeinsam sitzen, gemeinsam reden - Deutsche und Franzosen im Bundestag, [3:09]
Es gebe bereits viele Arbeitskontakte zwischen den beiden Parlamenten, wie zum Beispiel zwischen den Verteidigungs- oder Finanzausschüssen. "Mir sagen aber auch viele Abgeordnete, dass man die Grenzen dieser Zusammenarbeit kennen muss", so Lohse. "Es geht letztendlich darum, dass sich jede Generation von Abgeordneten immer wieder auch neu kennenlernt".
Man dürfe das aber nicht überschätzen. Es gehe mehr darum, ein Verständnis für die andere Seite zu wecken.
Deutschlands und Frankreichs Parlamente feiern die Freundschaft, [4:26]
Gespräch mit Kerstin Lohse
Die große Zeitung "Le Monde" hat über die deutsch-französischen Feierlichkeiten geschrieben, das Fest sei eine Heuchelei. Hélène Miard-Delacroix forscht an der Sorbonne über die deutsch-französischen Beziehungen und findet diese Aussage "etwas übertrieben".
Aber es stimme, dass es einen großen Unterschied zwischen der allgemeinen Stimmung, wo jeder ein wenig über den anderen meckere, und dem Ton der Feierlichkeiten gebe. Angesichts des Mali-Konflikts und der Geiselnahme in Algerien treten die Feiern zum Élysée-Vertrag ein wenig in den Hintergrund, berichtet Miard-Delacroix aus Frankreich. "Aber man freut sich, wenn es positive Nachrichten gibt", so die Wissenschaftlerin.
Das Jubiläum bietet die Möglichkeit einen Blick zurück zu werfen. "Die Persönlichkeit der Regierenden spielt zwar eine große Rolle, aber ohne das deutsch-französische Tandem geht es in Europa nicht weiter", sagt Miard-Delacroix. Es sei eine Frage der Verantwortung und Einsicht, dass jede Seite einen kleinen Schritt mache, damit es eine Balance zwischen den jeweiligen Interessen geben kann.
Momentan herrsche in Frankreich die Meinung vor, dass Deutschland sich etwas mehr Mühe geben könnte, sich solidarisch zu zeigen. "Vor zehn Jahren war es ein wenig anders, wo sich alle Gedanken über die Zukunft Deutschlands machten".
Eine ARD-Umfrage hat herausgefunden, dass die Deutschen von den Franzosen weiterhin als fleißig, sachlich und zuverlässig charakterisiert werden. Die Franzosen dagegen werden von den Deutschen als genuss- und lebensfreudig gesehen.
"Klischees sind lustig, aber es immer etwas dran", sagt Hélène Miard-Delacroix. "Es stimmt auch schon, dass wir in Frankreich etwas legerer und genüsslicher leben", so die Forscherin. Aber das habe vor allem damit zu tun, welche Erfahrungen die Menschen machen. Die meisten Kontakte, die die deutsche Bevölkerung mit Frankreich habe, hätten etwas mit Ferien, Tourismus und Sommer zu tun. "Umgekehrt ist es leider so, dass weniger Franzosen nach Deutschland in den Urlaub fahren", sagt Hélène Miard-Delacroix. Die Franzosen würden eher die gute Qualität der deutschen Produkte bei der Arbeit sehen.
"Ohne Frankreich und Deutschland geht es in Europa nicht weiter", [5:48]
Gespräch mit Hélène Miard-Delacroix
Das deutsch-französische Miteinander kann natürlich auch bis weit in private Bereiche hinein reichen. Als Catherine Rüppell aus Rouen in der Normandie und der Deutsche Volkert Rüppell ein Paar wurden, da war der Élysée-Vertrag erst wenige Jahre alt.
Video: Deutsch-französische Freundschaft
Einstellungen, Infos und Kommentare
In den Köpfen ihrer älteren Verwandten waren noch die Erinnerungen an das Feindbild lebendig. Ein Onkel von Volkert Rüpell war in den Dreißiger Jahren als junger Pastor in einer Gemeinde in Paris tätig. "Er schrieb begeisterte Briefe nach Hause und meine Großmutter hatte eine Höllenangst, dass er eventuell mit einer Französin nach Hause kommen könnte", erzählt der Oldenburger.
Catherine Rüppells Vater verbrachte einige Jahre in deutscher Kriegsgefangenschaft. Bemerkenswerterweise legte er seiner Tochter nahe, deutsch zu lernen. "Ich höre immer noch die Worte meines Vaters und ich denke das ist richtig: Die Verständigung, die Kommunikation muss möglich sein", sagt Catherine Rüppell. Die Beschäftigung mit der deutschen Sprache veränderte ihr Leben.
Bei einem Krankenhausaufenthalt lernte sie ihren späteren Mann Volkert kennen. 1971 heirateten die beiden. Bedenken aus den beiden Familien gab es nicht. "Die Hochzeit fand in Frankreich statt und da war die ganze deutsche Familie und das war sehr harmonisch", so Catherine Rüppell. Der Krieg war noch keine 30 Jahre vergangen. Die ältere Generation erinnerte sich gut und verstand sich in diesem Fall dennoch prächtig.
Es gab überhaupt keine Feindseligkeit, erzählt Catherine Rüppell. Eher so etwas wie Verwunderung darüber, in welche Lage der Krieg die Menschen bringt.
Seit 42 Jahren sind Catherine und Volkert Rüppell verheiratet. Seit langer Zeit wohnen sie bei Oldenburg. Immer wieder sind sie nach Frankreich gereist. Catherine organisiert immer wieder Gruppenreisen der Deutsch-Französischen Gesellschaft, deren Vorsitz sie seit Jahren inne hat. "Wir leben den Élysée-Vertrag tagtäglich, indem wir zusammen leben und eine deutsch-französische Tochter haben", so Catherine Rüpell. Die erwachsene Tochter Christine hat sich für das Leben in Deutschland entschieden. "Heutzutage kann man sich einfach sagen, man ist Europäerin und gehört zu den beiden Ländern", sagt die junge Frau.
"Wir leben den Élysée-Vertrag", [3:23]
Eine deutsch-französische Ehe in Oldenburg
Frankreich, Deutschland und Sie?
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Info: Nordwestradio Journal
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