Nordwestradio Journal
Archäologen und Soldaten an einer Grabungsstelle
Das Focke-Museum will mit dieser Ausstellung die besondere Beziehung zwischen Politik und Archäologie dokumentieren. Beide Bereiche haben sich während des Nationalsozialismus gegenseitig beeinflusst. Schon zu Beginn des Krieges haben deutsche Archäologen in allen von der Wehrmacht eroberten Gebieten dem NS-Regime zugearbeitet.
"Auf Grundlage ihrer Ausgrabungsfunde wollten sie unter anderem Belege für eine jungsteinzeitliche germanische Hochkultur liefern und damit deutsche Besitzansprüche auf benachbarte Territorien legitimieren. Die Schau soll zeigen, wie die Idee einer kulturellen Blüte Germaniens, stilisiert zum Ursprung der gesamten abendländischen Kultur, bis heute nachwirkt. Sie beleuchtet die mangelhafte Aufarbeitung des Themas nach dem Krieg und zeigt die heutige Rezeption der damals erzeugten Bilder durch rechtsextreme wie esoterisch orientierte Gruppen auf. Die umfangreiche Gesamtdarstellung, zu der eine Begleitpublikation erscheint, präsentiert Ausgrabungsfunde der NS-Zeit, belegt, wie in Unterricht und Alltag ideologisch geprägte Vorstellungen über Germanien vermittelt wurden und führt ihre mediale Propagandainszenierung vor Augen." (Quelle: Kulturstiftung des Bundes)
Uta Halle ist Professorin an der Universität Bremen für Ur- und Frühgeschichte und Bremer Landesarchivarin und Abteilungsleiterin am Focke-Museum für Ur- und Frühgeschichte. Als Ideengeberin für die Ausstellung gehört sie zu den Teilnehmern einer Expertenrunde, die im Vorfeld dieser Ausstellung am 31. Januar in Berlin statt findet.
Interview:
Gespräch mit Uta Halle: Graben für Germanien, [6:02]
31. Januar 2013, um 19 Uhr
Thema: "Graben für Germanien. Archäologie und rechte Ideologie im 20. und 21. Jahrhundert".
Moderation: Theo Schlüter (Nordwestradio).
Info: Nordwestradio Journal
![Globus mit Mikrofon davor [Quelle: Radio Bremen] Globus mit Mikrofon davor [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_journal/journal104_v-mediateaser.jpg)
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