4. April 2013, 17:50 Uhr
Nordwestradio Journal
Ein Octocopter ist weder ein Tintenfisch noch ein Hubschrauber, doch die Namensgebung ist bewusst gewählt. Vier Schüler einer Nordbremer Schule haben solch ein Helikopter-ähnliches Fluggerät mit acht Propellern selbst gebaut. Sie entwarfen die Baupläne und ein Marketingkonzept. Jetzt haben die stolzen Tüftler den Octocopter an ihrer Schule präsentiert.
Tom Röhr, Daniel Kloser, Phillip Hendries und Tim Ahlers haben einen Octocopter gebaut.
Der Octocopter steigt auf wie eine überdimensionale Spinne mit einem Propeller jedem der acht Beine. Vier Schüler der elften Klasse des Gymnasiums Vegesack haben dieses etwa ein Meter große Fluggerät gebaut. Bis der Octocopter mit Hilfe einer Fernbedienung so problemlos aufsteigen konnte wie jetzt, hat es gedauert, sagt Tim Ahlers.
Die Idee für den kleinen Hubschrauber mit den acht Propellern stammt von Daniel Kloser. Unter der Hauptkugel haben die Schüler ein Mainbord zur Steuerung des Octocopters angebracht. "Das ist wie das Gehirn beim Menschen, dort haben wir GPS angeschlossen, Barometer, Thermometer, Kompass", erzählt Daniel Kloser.
Die Technik ist dazu da, damit die Software erkennen kann, in welcher Lage sich der Octocopter befindet, ob er zum Beispiel schräg steht. An der Unterseite des Geräts ist eine Kamera befestigt. Diese könnte zum Beispiel bei Filmproduktionen eingesetzt werden, zur Personensuche oder auch um ein Haus von außen zu filmen, so die Schüler. Auch eine Wärmebildkamera könnte der Octocopter tragen.
Vier Monate lang hatten die Schüler Zeit, das Objekt innerhalb eines Schulprojektes zu entwerfen und zu bauen. Nebenbei mussten sich die Jungen um die Finanzierung kümmern und Sponsoren finden. Also entwarfen sie ein Vertriebskonzept, entwickelten eine Homepage und übernahmen auch das Marketing. 2.000 Euro hat der Octocopter gekostet.
Ob die Schüler mit dem Octocopter tatsächlich auf den Markt gehen werden, wissen sie noch nicht. Das Konzept aber steht, erzählt der 17-jährige Tom Röhrs. "Im Vordergrund stehen Hausüberfliegungen zum Beispiel, um Dächer zu begutachten." Gerade bei hohen Gebäuden sei eine Besteigung ziemlich kostenaufwändig, sagt Tom Röhrs. "Da einfach mal einen Octocopter mieten, da hoch zu fliegen, das zu fotografieren, um Schäden zu finden, ist weitaus günstiger."
Dass 17-Jährige ein solch technisch aufwändiges Gerät bauen können, liegt an dem inhaltlichen Schwerpunkt ihres Jahrgangs. Dieser zeichnet sich in Vegesack durch ein spezielles Luft- und Raumfahrtprofil aus. "Wir haben viel mit Technik zu tun, wir haben Mathe und Physik als Leistungskurs, auch privat haben wir viel mit Technik zu tun", erzählt Tim Ahlers.
Das sogenannte "P5 Projekt", also das fünfte Prüfelement, ist Bestandteil des Abiturs, das die Schüler nächstes Jahr machen werden. Tim Ahlers und seine Freunde hoffen, dabei für ihren Octocopter eine gute Note zu bekommen. Viel Zeit haben die Schüler in das Projekt gesteckt und hoffen, zum Beispiel den GPS-Flug noch weiter verbessern zu können.
Info: Nordwestradio Journal
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