8. Februar 2012, 15:05 Uhr
Nordwestradio unterwegs
Schiffe mit einem Tiefgang von mehr als 15 Metern sollen die Elbe in Zukunft befahren können. Dies sei dringend notwendig, sagen Wirtschaftsvertreter wie Johan P. Schryver vom Verein Hamburger Spediteure: "Die Reeder suchen sich sonst andere Wege; mit all den daraus entstehenden Konsequenzen für Hafen, Transport, Wirtschaft und letztendlich unser aller Wohlergehen in Hamburg."
Doch es gibt auch zahlreiche Gegner der Elbvertiefung. Umweltschützer, Anwohner, sowie Obstbauer und Landwirte befürchten, dass die Deiche nicht mehr sicher sein werden, dass zunehmend Salzwasser ins Landesinnere drängt, Ernten zerstört und schließlich ins Grundwasser eindringt. Auch die SPD in Niedersachsen fordert die Landesregierung auf, der Elbvertiefung nicht zu zustimmen, zumindest bis die letzten Zweifel an der Deichsicherheit und am Hochwasserschutz ausgeräumt sind, so Daniela Behrens, SPD-Abgeordnete im Niedersächsischen Landtag. Anlass der aktuell geführten Debatte: Die schwarz-gelbe Landesregierung prüft derzeit, ob sie dem Planfeststellungsentwurf der zuständigen Bundesbehörde zustimmen kann.
So schlagen die Wellen im Streit um die Elbvertiefung wieder einmal hoch. Worüber im Detail gestritten wird, darüber diskutieren wir live bei "Nordwestradio unterwegs".
Wie sicher wären die Deiche nach einer Elbvertiefung?
Was wären die Folgen für Hamburg, wenn die Elbvertiefung nicht kommt?
Diskussionsrunde (v.l.): Johann P. Schryver, Helmut Dammann-Tamke, Otmar Willi Weber, Walter Rademacher, Daniela Behrens.
Veranstaltungsadresse:
Hotel Altes Land
Schützenhofstraße 16
21635 Jork
Eintritt ist frei
Gäste sind willkommen
Die Besucher der Sendung
sind herzlich eingeladen,
mit Fragen zur Diskussion
beizutragen.
Moderation: Otmar Willi Weber
Redaktion: Heike Zeigler
Nordwestradio unterwegs: Streit um Elbvertiefung, [43:35]
Ein Nachbericht zum Anhören:Streit um die Elbvertiefung, [3:02]
Kalender: Nordwestradio unterwegs
Nordwestradio unterwegs
Wir sind in der Nordwestregion unterwegs und greifen auf, was vielstimmig zur Sprache gebracht werden soll und die Menschen bewegt. Ob Energiepolitik oder Naturschutz, Industrieansiedlung oder Bildungspolitik – das Nordwestradio bietet allen, die von diesen und anderen Fragen betroffen sind und sich engagieren, ein offenes Forum.
Sendezeiten:
Mi., Do., Fr., 15:05 – 16 Uhr Mehr...
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