8. Mai 2013, 15:05 Uhr
Nordwestradio unterwegs
Die Mongols sind zwar in Bremen verboten, aber weiterhin aktiv.
Offiziell ist der Bremer Motorradclub "Mongols" seit zwei Jahren verboten. Die "Hells Angels" sind einem Verbot ihres Vereins in Bremen durch Auflösung zuvor gekommen. Tatsächlich ist ein Ende der Rockerkriminalität in Bremen aber nicht in Sicht. Unternimmt die Politik genug gegen die Rocker in Bremen?
Erst Anfang April 2013 wurde ein 41-jähriger Mann aus Delmenhorst bei einer Massenschlägerei niedergestochen. Eine Zivilstreife entdeckte die Schlägerei von etwa 40 Rockern in der Bremer Innenstadt und wurde selber angegriffen. Erst mit Verstärkung von 150 Beamten, darunter Spezialeinheiten, gelang es, den Streit unter Kontrolle zu bringen.
Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Wilhelm Hinners kritisierte nach diesem Vorfall, dass Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) die Gefahr offenbar unterschätze.
Kuttenverbote würden die Rocker weder einschüchtern noch vertreiben, so Hinners. Er fordert ein länderübergreifendes Vorgehen von Polizei und Staatsanwaltschaften. Die Gewerkschaft der Polizei (GDP) sieht in den Schlägereien Ausdruck mangelnden Respekts der Rocker gegenüber der Polizei. "Wer so handelt, nimmt den Staat als schwach und nicht handlungsfähig wahr", hieß es in einer Presseerklärung.
Nachdem die "Mongols" im Mai 2011 in Bremen verboten wurden und die "Hells Angels" sich aufgelöst hatten, war es längere Zeit ruhig in Bremen. Doch dann formierten sich die "Hells Angels" neu, und auch die "Mongols" waren aktiv, nur jetzt im Untergrund. Experten vermuten Revierkämpfe und organisierte Kriminalität als Hintergrund für die Auseinandersetzungen unter Rockern.
Die meisten Mitglieder der Mongols haben keinen Führerschein.
Nach Ansicht der Bremer Behörden besteht der Zweck der Mongols einzig und allein darin, Straftaten zu begehen, wie der Innensenator Mäurer erklärte. Sie würden sich zwar selbst als Motorradclub bezeichnen, dies sei aber offensichtlich nicht der wahre Grund für ihren Zusammenschluss. Nur ein einziges Mongols-Mitglied habe überhaupt einen Motorradführerschein.
Moderation: Stephan Pulß, Redaktion: Hilke Theessen
Darüber haben wir am 8. Mai 2013 in der Zentralbibliothek in Bremen diskutiert.
Sie konnten sich vor Ort direkt an der Diskussion beteiligen, wie auch hier im Blog. Unser Reporter Boris Hellmers-Spethmann hat hier im Blog während der Sendung seine Eindrücke von der Veranstaltung für Sie notiert.
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Ein Gespräch mit Claas Meyer-Heuer vom Spiegel TV:
Rockerklubs: Immer krimineller trotz Verbot?, [4:46]
Die ganze Diskussion zum Anhören:
Rockerklubs: Unterschätzte Gefahr?, [40:17]
Ein Nachbericht zum Anhören:
Rocker - die unterschätzte Gefahr? , [2:55]
Ein Nachbericht von Mario Neumann
Rocker-Szene in Bremen und dem Nordwesten
Revierkämpfe und organisierte Kriminalität
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