Serie
An jedem ersten Donnerstag im Monat präsentieren wir im Nordwestradio, gemeinsam mit der Wochenzeitung "Die Zeit", die Krimizeit-Bestenliste. Ein nützliches Instrument, um bei der fast unüberschaubaren Anzahl von Neuerscheinungen die Übersicht zu behalten und von 18 Krimikennern eine qualifizierte Vorauswahl zu bekommen.
Fred Vargas, Die Nacht des Zorns, Aufbau-Verlag
An der Spitze der Krimizeit-Bestenliste Mai 2012 steht neu "Die Nacht des Zorns" von Fred Vargas. Kommissar Adamsberg legt sich im jüngsten "Polar Poétique" mit der "Wilden Jagd" an und klärt die Attentate gegen eine Taube und einen Finanzmagnaten auf.
Neu auf der Krimizeit-Bestenliste sind:
Auf Platz 5: "High Life" von Matthew Stokoe. Der Preis des Aufstiegs zum Star ist die Bereitschaft, nicht nur wirklich alles mit sich geschehen zu lassen, sondern auch damit einverstanden zu sein.
Auf Platz 7: "Die Sprache des Feuers" von Don Winslow. Brandschadenregulierer Jack Wade verteidigt das alte Kalifornien, die Freiheit der Strände, gegen Immobilienhaie und Russenmafia.
Auf Platz 8: "Das eiserne Haus" von John Hart. Düstere Geschichte zweier Jungen, die auch als Erwachsene der gewalttätigen Welt ihrer Kindheit nur durch Gewalt entkommen können.
Auf Platz 10: "Tödliche Geschenke" von Carol O’Connell. Zwanzig Jahre nach seinem ungeklärten Verschwinden taucht Josh Hobbs wieder auf: Knochen für Knochen auf der Terrasse seines Vaters. Surreales Kalifornien.
Krimizeit-Bestenliste Mai 2012, [8:39]
Gespräch mit Tobias Gohlis in der "Literaturzeit"
Krimizeit-Bestenliste Mai 2012, [3:10]
Gespräch mit Jurysprecher Tobias Gohlis
Krimizeit-Bestenliste für den Monat Mai 2012, [3:28]
Beitrag von Britta Lumma
Krimizeit-Bestenliste Mai 2012 [PDF, 120 Kb]
Die komplette Liste mit allen Buchangaben
An der Spitze der Krimizeit-Bestenliste für April 2012 steht "Das Handwerk des Teufels" von Donald Ray Pollock, ein wahrer Höllenritt durch die USA und speziell das südliche Ohio, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein Romandebüt über die Schwierigkeit, unter religiösen Fanatikern, Serienmördern und Vergewaltigern ein anständiges Leben zu führen.
Neu auf Platz 3 steht "Der kalte Traum" von Oliver Bottini. Der zweifache Krimipreisträger hat einen Roman über den Balkankrieg geschrieben – aus deutscher Sicht. Er erzählt von Massakern und Migranten, rückt Kroatien und die dortigen Verbrechen ins Zentrum der Aufmerksamkeit.
Und auf Platz 6 meldet sich Andrea Maria Schenkel mit ihrem neuen Krimi "Finsterau" zurück. Das Buch basiert auf einem historischen Kriminalfall aus der bayerischen Provinz. In Ton und Handlung erinnert es an "Tannöd", Schenkels großen Erfolg.
Krimizeit-Bestenliste für April 2012, [4:30]
Gespräch mit Jurysprecher Tobias Gohlis
Krimizeit-Bestenliste April 2012 [PDF, 119 Kb]
Die komplette Liste mit allen Buchangaben
Im März 2012 wird die Krimizeit-Bestenliste weiterhin von "Payback" angeführt. Ein interessanter Newcomer steht auf Platz 2: "Gier" von Arne Dahl. Er startet mit einer neuen Serie über Opcop, eine operative Einheit bei Europol. Der Kampf gegen das ganz große Verbrechen. Und Fred Vargas ist wieder da: "Die Nacht des Zorns" – neu auf Platz 8. Nach dreijähriger Roman-Pause nimmt Kommissar Adamsberg es diesmal mit der "Wilden Jagd" auf, einer Armee aus Untoten, die durch die Normandie fegt.
Krimizeit-Bestenliste für den Monat März 2012, [3:38]
Beitrag von Britta Lumma
Krimizeit-Bestenliste März 2012 , [5:52]
Gespräch mit Tobias Gohlis in der "Literaturzeit"
Krimizeit-Bestenliste für März 2012, [6:09]
Gespräch mit Jurysprecher Tobias Gohlis
Krimizeit-Bestenliste März 2012 [PDF, 116 Kb]
Die komplette Liste mit allen Buchangaben
Auch im Februar behauptet sich der Spitzenreiter des Vormonates "Payback" von Mike Nicol auf dem ersten Platz.
Auf Platz 3 steht "Niceville" von Carsten Stroud aus Südafrika. "Niceville" ist ein ungewöhnlicher Krimi, sehr spannend und düster. In der Kleinstadt geschehen merkwürdige Dinge: Kinder verschwinden auf unerklärliche Weise… Nach einem brutalen Banküberfall erschießen sich die Täter gegenseitig. Der junge Ermittler Nick Kavanaugh steht in beiden Fällen vor einem Rätsel. Ein perfekt gemachter Genremix aus Crime, Horror und Mystery.
Neu sind außerdem: Auf Platz 6: "Blauer Montag" von Nicci French. Psychologisch schlüssiger Thriller über Kindesraub. Beginn einer neuen Serie mit Psychologin Frieda Klein. Auf Platz 9: "Die letzte Flucht" von Wolfgang Schorlau. Investigativer Privatdetektivroman über die Geschäftspraktiken der Pharma-Industrie. Und auf Platz 10: "Unter Feinden" von Georg M. Oswald. Der Münchner Anwalt und Autor Oswald spielt durch, was ein drogensüchtiger Polizist im Staatsapparat bedeuten kann.
Krimizeit-Bestenliste für Februar 2012, [4:41]
Gespräch mit Jurysprecher Tobias Gohlis
Krimizeit-Bestenliste Februar 2012, [7:29]
Gespräch mit Tobias Gohlis in der "Literaturzeit"
Krimizeit-Bestenliste für Februar 2012 [PDF, 115 Kb]
Die komplette Liste mit allen Buchangaben
An der Spitze der Krimizeit-Bestenliste Januar 2012 steht "Payback" von Mike Nicol, eines der spannendsten Bücher aus und über das neue Südafrika. Der als Romancier und Sachbuchautor bekannte Mike Nicol ist ein weiterer beeindruckender Krimi-Autor aus Südafrika – neben Deon Meyer und Malla Nunn.
"Payback" ist der erste Band der "Rache-Trilogie". Im Zentrum des weit zurückgreifenden, mehrere Aktionsebenen umfassenden Romans stehen Mace Bishop und Pylon Buso. Sie werden mit den Schulden ihrer Vergangenheit konfrontiert. Im Befreiungskampf waren Mace und Pylon Waffenhändler, jetzt, in der Demokratie, verdienen sie friedliches Geld – bis ihnen alte Schulden präsentiert werden. Die Entführung von Mace’ Tochter ist nur der Anfang. Unbarmherzig rauer Wind aus Südafrika.
Neu auf der Liste: "Kleine Biester" von Rob Alef, ein Buch, das in jedes Elternhaus und jedes Lehrerzimmer gehört: eine Satire auf mittelständischen Karrierewahn; Hommage auf Kinder, die Kinder bleiben.
Außerdem das erste Mal dabei: "Outlaw" von Lee Child. Kafkaesker Action-Thriller mit dem Ex-Militärpolizisten Jack Reacher – im Herzen der USA bricht die Heimatfront des Irakkriegs zusammen.
Krimizeit-Bestenliste Januar 2012, [4:23]
Gespräch mit Tobias Gohlis (Sprecher der Jury)
Krimizeit Bestenliste Januar 2012 [PDF, 159 Kb]
Die komplette Liste mit allen Buchangaben
Auf Platz 1 der Jahres-Bestenliste steht Dominique Manotti mit ihrem Krimi "Roter Glamour". Die französische Autorin hat im Alter von 50 Jahren mit dem Schreiben begonnen. Vorher war sie Lehrerin und Gewerkschafterin. Nun führt sie ihren Kampf gegen soziale Ungerechtigkeiten mit Literatur fort.
Ihr letzter Krimi "Einschlägig bekannt" spielte im korrupten und kriminellen Polizeimilieu der Pariser Vororte. In ihrem neuen Buch "Roter Glamour" (Ariadne im Argument Verlag) richtet Manotti einen bösen Blick auf das Verhältnis von Politik, Sex und Medien in Frankreich – und dies im Spiegel historischer Ereignisse.
Die Jahres-Bestenliste ist mit Krimiautoren aus Frankreich, Australien, Schottland, Afrika und Italien international besetzt. Drei deutsche Autoren sind dabei: Friedrich Ani (Radio-Bremen-Krimipreisträger 2001), Norbert Horst, der im "richtigen" Leben als Kriminal-Hauptkommissar arbeitet, und Jan Costin Wagner, ein Autor aus Hanau, dessen Krimis in Finnland angesiedelt sind.
Die Krimizeit-Jahresbestenliste 2011, [5:02]
Gespräch mit Jurysprecher Tobias Gohlis
Die zehn besten Krimis des Jahres 2011 [PDF, 105 Kb]
Die komplette Liste mit allen Buchangaben
Bestenliste Dezember 2011
Im Dezember wird die Krimizeit-Bestenliste von "Rote Spur" aus der Feder von Deon Meyer angeführt, eines der spannendsten Bücher aus und über das neue Südafrika.
Neu auf der Krimizeit-Bestenliste sind: Auf Platz 3: "Zeit des Zorns" von Don
Winslow. Eine Drogengroteske aus Südkalifornien.
Auf Platz 5: "Scheeschwestern" von Matthias Wittekindt. Ein bemerkenswertes Debüt mit ungewöhnlichen Wendungen. Tatort: Grenzgebiet zwischen Deutschland und Frankreich.
Auf Platz 6: "Schlangenkopf" von Ulrich Ritzel. Politthriller mit zwangsläufig privatem Ermittler. Es geht um ungesühnte Kriegesverbrechen im Balkankrieg, Waffenschmuggel und Vertuschung.Auf Platz 9: "Die Larve" von Jo Nesbø. Verzwickter Kampf um die Freilassung eines Mordverdächtigen in der Drogenmetropole Oslo.
Krimizeit-Bestenliste für den Monat Dezember 2011, [3:43]
Beitrag von Britta Lumma
Krimizeitbestenliste Dezember 2011, [6:52]
Literaturzeit vom 3. Dezember
Krimizeit-Bestenliste für Dezember 2011, [5:24]
Gespräch mit Jurysprecher Tobias Gohlis
Krimizeit-Bestenliste für Dezember 2011 [PDF, 110 Kb]
Die komplette Liste mit allen Buchangaben
Bestenliste November 2011
An der Spitze der Krimizeit-Bestenliste für November 2011 steht diesmal "Das vergessene Kind" von Kate Atkinson. Neu auf der Liste sind unter anderem: Auf Platz 3: "Rote Spur" von Deon Meyer – eines der spannendsten Bücher aus und über das neue Südafrika. Auf Platz 4: "Die Haischwimmerin" von Heinrich Steinfest – bizarr, phantastisch, echte Helden in sibirischer Unterwelt. Auf Platz 6: "Kettenacker" von Rainer Gross – eine düstere Reise in die deutsche Vergangenheit.
Krimizeit-Bestenliste für November 2011, [4:51]
Gespräch mit Jurysprecher Tobias Gohlis
Krimi-Bestenliste im November 2011 mit vielen Newcomern, [8:38]
Gespräch mit Tobias Gohlis in der Literaturzeit
Krimizeit-Bestenliste für den Monat November , [3:57]
Beitrag von Britta Lumma
Krimizeit-Bestenliste November 2011 [PDF, 108 Kb]
Die komplette Liste mit allen Buchangaben
Bestenliste Oktober 2011
"Splitter im Auge" ist eine ganz spezielle, originelle, multiperspektivisch angelegte Serienkillergeschichte mit Thrillerelementen und faktischem Fundament. Man merkt, dass Norbert Horst weiß, wovon er schreibt, im "richtigen" Leben ist dieser Autor nämlich Kriminal-Hauptkommissar. Ein sehr realistisches, klares Buch über das Land Nordrhein-Westfalen von heute, in dem ein Serienmord beschrieben wird.
Neu ist in diesem Monat auf Platz 10: Simon Urbans Krimi "Plan D". Ein gewitzter DDR-Politthriller, in dem die Wiedervereinigung nicht stattgefunden hat. Gysi, Krenz, Lafontaine – sie sind alle noch da, nur auf anderen Posten. Simon Urbans ironische Beschreibung der "modernen" DDR ist ein großer Lesespaß und ein Meisterwerk der Vorstellungskraft.
Krimizeit-Bestenliste für Oktober 2011, [4:08]
Gespräch mit Jurysprecher Tobias Gohlis
Krimizeit-Bestenliste für den Monat Oktober, [3:51]
Beitrag von Britta Lumma
Jan Costin Wagner: "Das Licht in einem dunklen Haus" auf Platz 7, [7:59]
Krimiforum im Nordwestradio
Kate Atkinson: "Das vergessene Kind" auf Platz 8, [5:12]
Krimiforum im Nordwestradio
Krimizeit-Bestenliste Oktober 2011 [PDF, 59 Kb]
Die komplette Liste mit allen Buchangaben
Bestenliste September 2011
Im September steht auf Platz 1 der aus dem Französischen übersetzte Roman "Tod auf Bewährung" von Didier Daeninckx. In diesem Roman stoßen Privatdetektiv Griffon und Kumpanin Irène im Jahr 1920 auf Folge-Verbrechen des Großverbrechens Weltkrieg: Vertuschung, Mord-Verschwörung, Betrug. Spitzfedrig, Wort für Wort - Abrechnung mit dem Hurrapatriotismus. Der Roman ist schon 1984 in Frankreich erschienen, aber jetzt endlich ins Deutsche übersetzt worden.
Neueinsteiger auf Platz 5 ist Dominique Manottis "Einschlägig bekannt".
Krimizeit-Bestenliste September, [4:45]
Gespräch mit Jurysprecher Tobias Gohlis
Krimizeit-Bestenliste September 2011 [PDF, 699 Kb]
Die komplette Liste mit allen Buchangaben
Bestenliste August 2011
Im August steht an der Spitze der Krimizeit-Bestenliste Mechthild Borrmann mit ihrem Kriminalroman: "Wer das Schweigen bricht". Nach drei Jahren, 2008 stand Andrea Maria Schenkel mit "Kalteis" auf Platz 1, wird die Liste wieder von einer deutschen Autorin angeführt. Die Geschichte ist in zwei Zeitebenen und Orten angesiedelt: In der Nazi-Zeit am Niederrhein und 1998 auf Mallorca. Es geht um sechs Schulfreunde und den Umgang mit Denunziation, Verrat, Macht und Schuld.
Neu ist auf dem zweiten Platz Jan Costin Wagner mit "Das Licht in einem dunklen Haus". Das Buch ist eine Studie über Liebe, Trauer und Tod. Der finnische Kommissar Kimmo Joentaa ist auf der Suche nach einer unbekannten Toten, einer namenlosen Geliebten und einem Mörder, der sympathischer ist als seine Opfer. Ein ganz besonderer, mysteriöser Krimi.
Krimizeit-Bestenliste für den Monat August , [3:53]
Beitrag von Britta Lumma
Die Krimizeit-Bestenliste: August 2011, [6:37]
Gespräch mit Tobias Gohlis in der Literaturzeit
Krimizeit-Bestenliste für August 2011, [6:10]
Gespräch mit Jurysprecher Tobias Gohlis
Krimizeit-Bestenliste August 2011 [PDF, 59 Kb]
Die komplette Liste mit allen Buchangaben
Bestenliste Juli 2011
"Staubige Hölle" ist der dritte Roman des südafrikanischen Drehbuchautors, Regisseurs und Buchautors Roger Smith. Die Jagd nach dem Mörder führt quer durch Südafrika, ein Land, das von Aids, Korruption und blutigen Stammesfehden zerrissen ist. Ein weißer Politaktivist und sein rassistischer Vater werden von Jägern zu Gejagten. In brutaler Härte zeigt Roger Smith die Abgründe des neuen Südafrikas.
Auch aus Südafrika kommt der Krimi von Malla Nunn: "Lass die Toten ruhen" (Platz 9). Der Roman spielt in den 50er Jahren in der Hafenstadt Durban. Der Ex-Detective und Schauermann Cooper wird Zeuge des Mordes an einem elfjährigen weißen Jungen. Bei der Suche nach dem Täter begegnen ihm Rassismus, Apartheid, Kalter Krieg und Paranoia. Malla Nunn beschreibt eindrucksvoll, faszinierend und spannend die dunklen Seiten Südafrikas.
Neu auf der Bestenliste ist das Buch von Mechtild Borrmann: "Wer das Schweigen bricht" auf Platz 8. Die Geschichte ist in zwei Zeitebenen und Orten angesiedelt: In der Nazi-Zeit am Niederrhein und auf Mallorca im Jahr 1998. Es geht um sechs Schulfreunde und den U mgang mit Denunziation, Verrat, Macht und Schuld.
Krimizeit-Bestenliste für Juli 2011, [4:42]
Gespräch mit Jurysprecher Tobias Gohlis
Krimizeit-Bestenliste für Juli 2011 , [7:21]
Gespräch mit Tobias Gohlis in der Literaturzeit
Krimizeit-Bestenliste für den Monat Juli 2011, [3:46]
Beitrag von Britta Lumma
Krimizeit-Bestenliste Juli 2011 [PDF, 65 Kb]
Die komplette Liste mit Buchangaben
Auf Platz 1 steht weiterhin der deutsche Kriminalroman "Süden" von Friedrich Ani. Neu auf dem zweiten Platz: James Sallis "Der Killer stirbt".
James Sallis ist ein hierzulande eher unbekannter amerikanischer Autor und Übersetzer. In Deutschland wurde er bekannt durch seinen Roman "Driver" über einen Berufsfahrer, der in eine komplizierte kriminelle Auseinandersetzung verwickelt wird. Sallis neues Buch dreht sich um einen todkranken Auftragsmörder, der seit 40 Jahren tätig ist und seinen letzten Auftrag erhält. Dabei kommt ihm jemand anderes in die Quere… Dieser Kriminalroman ist groß(artig)e Literatur: spannend, anrührend, scharfsinnig – herausragend.
Auf dem siebenten Platz steht ein Krimi aus Schweden: "Der sterbende Detektiv" von Leif G. Persson. Seine Kriminalromane um Lars M. Johansson und die Stockholmer Polizeibehörden zählen zu den erfolgreichsten des Landes. Der inzwischen pensionierte Lars Martin Johansson, legendärer Mordermittler, als ein Mann bekannt, der um die Ecke denken kann, hat einen Schlaganfall erlitten. Vom Krankenbett aus beginnt Johansson mit den Ermittlungen: Ein ungelöster Fall, der 25 Jahre zurückliegt und nie aufgeklärt wurde. Ein anrührendes, hochgelobtes Buch.
Die Krimizeit-Bestenliste für Juni 2011, [5:00]
Gespräch mit Jurysprecher Tobias Gohlis
Krimizeit-Bestenliste für den Monat Juni, [3:35]
Beitrag von Britta Lumma
Krimizeit-Bestenliste Juni 2011 [PDF, 68 Kb]
Auf dem ersten Platz der aktuellen Bestenliste steht der im Vormonat zweitplazierte deutsche Krimiautor Friedrich Ani mit seinem Buch "Süden". Neu in der Liste, auf Platz 5 findet sich ein französischer Krimi von Patrick Pécherot. Dieser Krimi spielt im Jahr 1938 in Paris. Nach "Nebel am Montmartre" hat Patrick Pécherot nun mit "Belleville – Barcelona" den zweiten Teil der Krimi-Trilogie vorgelegt. Er überzeugt erneut mit einer spannenden Geschichte im Frankreich und Spanien der Zwischenkriegszeit und begeistert vor allem mit bemerkenswerten, fantasievollen Figuren. Ein atmosphärisch dichter Krimi.
Auf Platz 6 steht ebenfalls ein französischer Krimi: "Roter Glamour" von Dominique Manotti. In ihrem hochpolitischen Kriminalroman zeigt die Autorin meisterlich die Verflechtungen von Politik, Korruption und illegalen Geschäften. Ein spannendes Buch und eine brillante Chronik einer authentischen Staatsaffäre.
Besondere Aufmerksamkeit verdient auch das Buch "Der Tod und der Dicke" von Reginald Hill (Platz 10). Darin geht es um Terrorismus, der von enttäuschten britischen Irak-Kriegern ausgübt wird. Auch der Geheimdienst ist in diese spannende und aufregende Geschichte verwickelt.
Die aktuelle Bestenliste wird von einem australischen Roman angeführt: "Wahrheit" von Peter Temple. Der Krimi spielt in Melbourne und wird aus der Sicht des Ermittlers erzählt, der totz übel zugerichteter Leichen und privater Probleme mit einer ungeheuren Unberührtheit, Kaltheit und Gelassenheit durch die Geschichte geht. Der Roman zeichnet ein schwarzes, realistisches Bild Australiens im Jahre 2010.
Auf Platz 2 der Liste rangiert "Süden" von Friedrich Ani. Der bereits bekannte und beliebte Detektiv Tabor Süden, der sich mit Vermisstenfällen beschäftigt, sucht diesmal nach einem verschwundenen Kneipier. Das Besondere an seinen Geschichten ist, dass sie das Leben von Menschen beleuchten, die in unserer Gesellschaft eher unbeachtete Randfiguren sind.
Auf dem achten Platz gibt es einen Neueinstieg: Arne Dahl mit "Opferzahl". Es ist der neunte von insgesamt zehn Romanen mit dem in Schweden ermittelnden A-Team. Arne Dahl lässt analog zu den Anschlägen auf die Londoner U-Bahn von 2005 einen Anschlag in Stockholm stattfinden. Daraus entwickelt sich eine spannende Geschichte zum Thema Terrorismus, allerdings mit einem anderen, unerwarteten Ausgang.
Die Krimi-Bestenliste wird im März 2011 von zwei Büchern aus dem Ausland angeführt. Auf dem ersten Platz steht "Road Dogs" von Elmore John Leonard jr. Der 1925 in New Orleans geborene Autor wandte sich erst in den 1970er-Jahren dem Krimischreiben zu und ist bis heute nicht auf ein Genre festzulegen.
Der zweite Roman "Gott wartet an der nächsten Ecke" stammt aus der Feder des spanischen Krimiautors Francisco González Ledesma. Er zählt neben Manuel Vazquez Montalbán und Andreu Martín zu den wichtigsten spanischen Krimi-Autoren. Nordwestradio-Reporterin Britta Lumma stellt beide Romane vor:
Krimizeit-Bestenliste bei "Die Zeit"
Krimizeit-Bestenliste bei Arte
Krimizeit-Bestenliste
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An jedem ersten Donnerstag im Monat präsentieren wir im Nordwestradio, gemeinsam mit Arte und "Die Zeit", die Krimizeit-Bestenliste. Ein nützliches Instrument, um bei der fast unüberschaubaren Anzahl von Neuerscheinungen die Übersicht zu behalten und von 18 Krimikennern eine qualifizierte Vorauswahl zu bekommen.
Sendezeit:
An jedem ersten Donnerstag im Monat: 8:05 - 9 Uhr
Wiederholung am darauffolgenden Sonntag: 19:05 - 20 Uhr
Afrika - mon amour?
Welche Bilder von Afrika bestimmen den Diskurs in den deutschen Medien? Und welche Folgen haben die Finanzmarktkrise und die Rohstoffspekulation für den "vergessenen Kontinent"? Mehr...
25. Mai, 15:05 Uhr | Nordwestradio
Fontane: Unterm Birnbaum
Der Roman "Unterm Birnbaum" erschien 1885. Das scheinbar abseitigste Werk des alten Fontane wurde kaum beachtet. In zwanzig Kapiteln erzählt Fontane eine Mordgeschichte aus dem Oderbruch, die an ein dörfliches Macbeth-Drama erinnert. Mehr...
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