25. Mai 2013, 6:50 Uhr
Kurz und gut
Pastoralreferent Andreas Egbers-Nankemann
Heute ist es soweit; der Tag der Entscheidung ist gekommen: Am Ende der Bundesliga-Saison wird heute um die Krone im europäischen Fussball gespielt. Wer wird dem FC Barcelona auf den Thron folgen? Nach unermüdlichem verbalen Schlagabtausch durch die Vereine sind nun die Spieler gefragt. Bayern München und Borussia Dortmund haben beide eine erfolgreiche Saison gespielt. Als Meister und Vizemeister der Bundesliga haben sie an den einzelnen Spieltagen viele Anhänger – nicht nur aus den eigenen Reihen - begeistert. Für deutsche Fussball-Fans ist dieses Endspiel der Champions-League im Wembley-Stadion von London ein kaum zu bescheibendes Glücksgefühl.
Selbstverständlich werden Fans aus aller Welt dieses Spiel verfolgen, denn die beiden deutschen Mannschaften bieten eine bunte Mischung von Spielern verschiedener Nationalität auf.
Ich freue mich auf zwei Teams, die wegen ihrer mitreissenden Spielweise zurecht dieses Endspiel bestreiten. Auch freue ich mich auf die multinationale Mischung einzelner Stars, die gerade im Zusammenspiel als Team so erfolgreich sind.
Mir kommt dabei auch unsere Kirchengemeinde in den Sinn, die ebenfalls eine bunte Mischung verschiedener Nationalitäten abbildet. Seitdem wir diese Vielfalt ernst nehmen, zur Sprache bringen und nach Wegen suchen, die verschiedenen Kulturen in unsere Gottesdienste einzubinden, sind auch wir ein funktionierendes Team, eine Gemeinschaft, in der sich offensichtlich alle angenommen und aufgehoben fühlen.
Glücklicherweise müssen wir keine Spitzenleistung erbringen und werden nicht am Tabellenplatz oder Pokalerfolg gemessen. Unsere Erfolge als Kirchengemeinde sehe ich erreicht, wenn alle ihren Platz in der Gemeinde finden können und wir trotz aller Verschiedenheit das Verbindende in den Mittelpunkt stellen. Wenn in unseren Gottesdiensten Menschen aus etwa 60 Nationen zusammen kommen, finden wir in dem einen Glauben die Basis unserer Gemeinschaft.
Dennoch kann das Beispiel des Fussballteams uns als Gemeinde und Bewohner eines multikulkturellen Stadtteils inspirieren:
Hautfarbe, Sprache oder kulturelle Identität treten beim Fussball in den Hintergrund. In einer Mannschaft werden gerade die Stärken des einzelnen Spielers in den Blick genommen. Wenn jeder dort spielt, wo er seine Stärken am besten in das Team einbringen kann, steigen die Chancen auf ein erfolgreiches Miteinander.
Autor: Andreas Egbers-Nankemann,
Pastoralreferent aus der Pfarrei St. Raphael in Bremen
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Info: Kurz und gut
![Altar in der Ostkrypta im Bremer Dom [Quelle: Radio Bremen, André Gensler] Altar in der Ostkrypta im Bremer Dom [Quelle: Radio Bremen, André Gensler]](/nordwestradio/serien/kurz_und_gut/info218_v-mediateaser.jpg)
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