13. Januar 2012, 6:50 Uhr
Kurz und gut
Fabian Backhaus, Jugenddiakon in der ev.-luth. Epiphaniasgemeinde
Eine Freundin von mir ist vor kurzem zusammengebrochen. Diagnose: Burnout – Sie ist innerlich völlig ausgebrannt, findet keine Kraft und keine Lust mehr. Zusammen mit privater Überlastung kam es dann zu der Diagnose. Und das alles mit 27 Jahren!
Das Deutsche Ärzteblatt veröffentlichte vor kurzem eine wissenschaftliche Studie.
Acht von zehn Deutschen empfinden ihr Leben als stressig. Bereits jeder Fünfte leidet unter gesundheitlichen Stressfolgen - von Schlafstörungen bis zum Herzinfarkt. So wurden Menschen in Deutschland im letzten Jahr fast zehn Millionen Tage wegen Burnout-Symptomen krankgeschrieben. Die Zahl der Burnout-Krankschreibungen ist innerhalb der letzten fünf Jahre stark angestiegen. Und, Burnout kann jeden treffen - von Schülern über Manager bis hin zu Arbeitslosen und Rentnern sind Krankheitsfälle bekannt.
Natürlich ist Burnout ein Krankheitsbild, welches nicht auf alle zutrifft. Erschöpfung hingegen, kennen wir alle. Nicht mehr die Leistung zu bringen, die wir bringen wollen haben wir auch schon erfahren. Frustrierende Erlebnisse, sich selbst hinten anstellen, vielleicht sogar körperliche Überlastung…
Was ist hier los? Machen wir uns selber kaputt? Gott, hast du dir das so vorgestellt mit uns Menschen? Nein, hat er nicht! Gott will unsere Kraftquelle sein. Eine Oase in unserer Wüste. Die Angebote Gottes sind in der Bibel beschrieben… Ich zitiere: "Wenn du zu viele Sorgen trägst, dann lade sie bei mir ab." (1. Petrusbrief 5,7) Oder: "Kommt alle zu mir, die ihr euch bedrückt fühlt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele." (Matthäusevangelium 11,28) Oder: "Gott stärkt mich mit Kraft und weist mir den rechten Weg!" (2.Samuel 22,33)
Gott will bei uns sein… Aber er möchte auch von uns eingeladen werden. Ich versuche mir in meinem Arbeitsalltag stille Minuten zu nehmen. Alltagsoasen, in denen ich ruhig werde, die Augen schließe und nichts tue. Manchmal denke ich nach, was bisher war und bespreche diese Dinge mit Gott. Es gibt mir ein gutes Gefühl nicht allein zu sein! Gottes Hilfe an meiner Seite zu wissen.
Ich nehme mir Auszeiten im Alltag. Kleine Alltagsoasen. Der eine nimmt sich eine Zigarette für eine Pause – das ist anerkannt. Aber auch als Nichtraucher dürfen wir uns Ruhepausen nehmen. Pausen die mich sortieren und neu ausrichten. So nehme ich Gott in meinen Alltag hinein. Er ist eine unerschöpfliche Kraftquelle, die über unsere Welt hinausgeht.
Meine Freundin, die mit dem Burnout, ist jetzt für ein halbes Jahr krankgeschrieben. Ich hoffe wir brauchen nicht solche ärztlich verordnete Pausen und Oasen!
Fabian Backhaus, Jugenddiakon
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![Jochen Hörisch, Friedrich Küppersbusch, Rainer Moritz, Friedrich Nowoty und Peter Zudeick [Quelle: Montage Radio Bremen] Jochen Hörisch, Friedrich Küppersbusch, Rainer Moritz, Friedrich Nowoty und Peter Zudeick [Quelle: Montage Radio Bremen]](/nordwestradio/nwr1100_v-mediateaser.jpg)
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