14. Januar 2012, 6:50 Uhr
Kurz und gut
Fabian Backhaus, Jugenddiakon in der ev.-luth. Epiphaniasgemeinde
Die Weihnachtszeit und Silvester sind vorbei. Was ist geblieben? Geschenke? Gute Vorsätze? Ein paar Pfunde zu viel? Laut Untersuchungen nehmen die Deutschen zu Weihnachten gemeinsam circa 90.000 Tonnen zu! Das sind 1,1 kg pro Bundesbürger! Also eine stattliche Menge.
Ich sage es Ihnen einmal ganz ungeniert: Ich habe 13 Kilo Übergewicht. Aber vor einem halben Jahr waren es noch 23 Kilo zu viel! Ich probierte mehrere Diäten, die alle nichts halfen. Nach der Diät bescherte mir der Jojo-Effekt wieder alle alten Pfunde zurück. Es sollte sich endlich mal etwas an meinem Gewicht ändern! Nachhaltig! So suchte ich mir eine professionelle Ernährungsberatung. Sie sprach davon dauerhaft meine Ernährung zu ändern. Nun bin ich nach einem halben Jahr 10 Kilo leichter und ich fühle mich sehr gut. So wie ich mich jetzt ernähre, bin ich gesünder, leichter und vitaler. Und das nicht für einen kurzen Zeitraum, sondern dauerhaft.
In einem Abschnitt der Bibel sagte Jesus einmal: "Nicht was ein Mensch zu sich nimmt, macht ihn unrein, sondern das, was er von sich gibt." Damals in Israel gab es strenge Ernährungs-Vorschriften. Die Menschen hatten Angst etwas zu essen, was Gott wütend machen könnte. Jesus nahm ihnen diese Angst. Gleichzeitig betont er aber auch, dass wir uns, um gute geistliche Ernährung kümmern sollen. Was nehme ich täglich in mich auf? Wenn ich z.B. täglich Nachrichten über Kriege, Finanzkrisen und Hungersnöte schaue, wird mir teilweise ganz schlecht von dem, was ich mir da "reinziehe".
Gott möchte uns mit seinen guten, gesunden Gedanken ernähren. Seinen Vorstellungen über eine gute Welt – ohne Kriege, ohne Leid, ohne böses Tun. Aber wie bei einer Ernährungsumstellung muss ich damit bei mir selbst anfangen. Ich möchte immer wieder die Bibel aufzuschlagen und darin zu lesen, wie Gott sich diese Welt vorgestellt hat. Sich von diesen guten Vorstellungen Gottes geistlich zu ernähren. Seine guten Gedanken in mir aufzunehmen.
Ich wünsche uns im körperlichen Bereich das Wunschgewicht. Aber in unserem geistlichen Körper wünsche ich uns Übergewicht. Kein Untergewicht oder Mangelernährung, sondern geistliche Fettleibigkeit. Guten Appetit!
Fabian Backhaus, Jugenddiakon
Kurz und gut
Info: Kurz und gut
![Altar in der Ostkrypta im Bremer Dom [Quelle: Radio Bremen, Foto: André Gensler] Altar in der Ostkrypta im Bremer Dom [Quelle: Radio Bremen, Foto: André Gensler]](/nordwestradio/serien/kurz_und_gut/info218_v-mediateaser.jpg)
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