8. Mai 2013, 6:50 Uhr
Kurz und gut
Liebe Hörerinnen und Hörer,
Sie konnten diese Nacht nicht schlafen, haben sich im Bett hin und her gewälzt, sind vielleicht wieder aufgestanden und haben sich dann erneut hingelegt auf der Suche nach Schlaf? Vielleicht haben Sie zu spät oder zu Schweres gegessen. Die Leber fängt erst um 3 Uhr wieder an zu arbeiten.
Oder es plagen Sie Sorgen? Als ich vor 35 Jahren zum Abt gewählt wurde, hat mir ein befreundeter Abt geraten, die Sorgen vor der Tür stehen zu lassen, wenn ich zu Bett gehe. Denn sie würden mit Grübeln nicht besser. Ich habe mich ziemlich daran gehalten und ich muss sagen: es stimmt. Am Morgen schaut es oft anders aus. Auf einmal sehe ich einen Ausweg, wo tags zuvor noch alles in einer Sackgasse gelandet war.
Und noch eines tue ich: Ich schließe meinen Tag mit einer kurzen Besinnung ab, bringe ihn ein vor Gott, vertraue ihm an, was gut und was schlecht gelaufen ist. Ich weiß es dann in besten Händen, und ich bitte ihn um Verzeihung für das, was nicht in Ordnung war. So schlafe ich ausgesöhnt ein. Natürlich setzt das noch etwas voraus: mein Ordensvater, der heilige Benedikt, schreibt in seiner Regel, ich solle die Sonne nicht untergehen zu lassen, bevor ich mich nicht aussöhne, wenn ich jemanden verletzt habe. Nicht immer gelingt es, umso wichtiger es ist, mit Gott darüber zu reden.
So kann ich auch den neuen Tag wieder mit Zuversicht beginnen, im Vertrauen auf Gott, dass er mich durch diesen Tag wieder begleite. Gott hat ja kein Interesse daran, mich zu knechten; er ist kein Buchhalter, der all meine Dummheiten aufzeichnet; er will mich frei machen, mir Leben schenken, oder wie Jesus sagt: Ich will, dass sie das Leben in Fülle haben.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten, frohen Tag Ihres Lebens.
Autor: Abtprimas Dr. Notker Wolf, Rom
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Info: Kurz und gut
![Altar in der Ostkrypta im Bremer Dom [Quelle: Radio Bremen, André Gensler] Altar in der Ostkrypta im Bremer Dom [Quelle: Radio Bremen, André Gensler]](/nordwestradio/serien/kurz_und_gut/info218_v-mediateaser.jpg)
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