11. Mai 2013, 6:50 Uhr
Kurz und gut
Liebe Hörerinnen und Hörer,
Nicht jeden Tag stehen wir gleich gut auf, an manchen fesselt uns die Grippe ans Bett, oder wir liegen schon länger in einem Krankenhaus. Keiner hat die Gesundheit in der Hand. Warum trifft es die einen weniger, die andern härter? Eine bittere Frage, auf die auch ich keine Antwort weiß. Manche meinen, Gott würde uns eine Krankheit schicken. Das glaube ich nicht. Krankheit ist Teil unseres Lebens. Die Frage lautet eher: Wie gehen wir damit um, wenn wir krank werden, wenn es uns vielleicht wochenlang aufs Krankenlager wirft, die Aussichten auf eine Genesung in weiter Ferne liegen?
Wenn ich zu einem Kranken komme, stehe ich oft hilflos da. Aber ich möchte ihm einfach nahe sein, damit er sich nicht verlassen fühlt. Ich habe es mir abgewöhnt, dem Kranken gute Ratschläge zu erteilen, oder gar ihn darauf hinzuweisen, er hätte dieses oder jenes bleiben lassen sollen, wenn sich einer beispielsweise das Bein beim Skifahren gebrochen hat. Ich habe weder das Recht, jemanden zurechtzuweisen, oder großartige Ratschläge zu erteilen. Wenn Sie krank darniederliegen, wissen Sie, mit wieviel gut gemeinten Ratschlägen Sie überhäuft werden. Ich brauche dann eher jemanden, der mir zuhört, einfach zuhört, einfach an meiner Seite ist, und wenn ich ihn um einen Gefallen bitte, er oder sie mir ihn erfüllt.
Christen glauben an ein Leben, in dem es weder Träne noch Trauer gibt. In der Krankheit wissen wir, was eine solche Hoffnung bedeutet. Es ist eine Hoffnung, die uns nicht einfach aufs Jenseits vertröstet, sondern unsere Lebenskräfte jetzt schon neu stärkt. Wer Hoffnung hat, gibt sich nicht auf, sondern fängt wieder an zu leben..
Ich wünsche Ihnen diese Hoffnung auch heute, falls Sie krank im Bette liegen sollten. Jesus hat den Kranken seine besondere Zuneigung geschenkt. Die Kranken fassten neuen Mut. Ich bin übrigens selbst von manchem Krankenbett getröstet von dannen gegangen. Der Mut des Kranken hat auch mir Mut geschenkt, Schwierigkeiten anzunehmen und zu überwinden.
Sollten Sie zur Zeit krank sein, wünsche ich Ihnen viel Kraft und eine baldige Genesung – und Menschen, die zu Ihnen kommen und Ihnen zuhören.
Autor: Abtprimas Dr. Notker Wolf, Rom
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Info: Kurz und gut
![Altar in der Ostkrypta im Bremer Dom [Quelle: Radio Bremen, André Gensler] Altar in der Ostkrypta im Bremer Dom [Quelle: Radio Bremen, André Gensler]](/nordwestradio/serien/kurz_und_gut/info218_v-mediateaser.jpg)
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