23. Oktober 2012, 8:35 Uhr
Schauplatz Nordwest
In der Reihe "Schauplatz Nordwest" geht es diesmal um eine Straße in einem Bremer Gewerbegebiet: Die Hermine-Seelhoff-Straße. Wer war die Frau, nach der die Straße benannt wurde? Kaum jemand weiß etwas über sie, stellte unser Reporter Sven Weingärtner fest. Und auch die Straße ist schwer zu finden.
Die erste Assistentin der Bremer Gewerbeinspektion – das war Hermine Seelhoff. 1859 in Mühlheim an der Ruhr geboren, im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern und ihrem Bruder nach Bremen gezogen, gelernte Hauswirtschafterin würde man heute wohl sagen.
In einem Aufsatz aus dem Staatsarchiv Bremen ist noch mehr über Hermine Seelhoff zu lesen. Bevor sie zur Gewerbeaufsicht kommt, arbeitet sie in einem Konfektionsgeschäft, leitet eine Einrichtung, in der sich bedürftige Frauen und Mädchen von Krankheiten erholen können und sie ist Lehrerin in einer Haushaltsschule.
In ihrer Freizeit engagiert Hermine Seelhoff sich in einem Verein für Arbeiterinnen. Wahrscheinlich wird sie deshalb gefragt, ob sie die gerade von der Senatskommission geschaffene Stelle bei der Gewerbeaufsicht übernehmen will. Als erste und lange Jahre einzige Frau kontrolliert sie, ob die Arbeiterinnenschutzgesetze eingehalten werden.
Eigene Kinder bekommt Hermine Seelhoff nie, sie bleibt unverheiratet, adoptiert aber noch mit 68 Jahren ein Mädchen, dem sie einen besseren Bildungsweg ermöglichen will als sie ihn hatte.
Die Hermine-Seelhoff-Straße und ihre Namensgeberin, [3:28]
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