28. August 2012, 7:45 Uhr
Schauplatz Nordwest
In der Reihe "Schauplatz Nordwest" stellen wir diesmal ein Naturdenkmal vor: die Johannissteine in Osnabrück, eine Felsformation aus Konglomeratgestein, die den Menschen seit den zwanziger Jahren Rätsel aufgegeben hat. Zwei Fußabdrücke, mindestens Schuhgröße 47, sind in dem Gestein am Rande des Steinbruchs am Osnabrücker Piesberg zu finden. Sie sollen von Johannis dem Täufer stammen.
Die Johannessteine sind erstmals auf einer Karte von 1789 zu finden. Der Legende nach wurden sie bereits in vorchristlicher Zeit als Kultstätte verehrt. An der Felsformation sollen germanische Sonnenwendfeiern stattgefunden haben. In den dreißiger Jahren nutzten die Nationalsozialisten die Johannissteine als Treffpunkt für Aufmärsche. Nordwestradio-Reporterin Katharina Lohmeyer berichtet.
Reportage:
Die Johannissteine in Osnabrück , [3:27]
Doch wenn nicht von Johannis dem Täufer – von wem sollten die Spuren in den Felsen am Piesberg dann stammen? Im Gegensatz zu den vielen Mythen und Sagen rund um die Johannissteine ist die Erklärung relativ simpel: Ein Osnabrücker gab Ende siebziger Jahre eine sogenannte wahrheitsgemäße Erklärung ab, seine Familie habe die Löcher in den Stein gemeisselt – Mitte der zwanziger Jahre. Als man gesehen habe, welche Bedeutung die Einmeisselungen im Dritten Reich bekommen haben, habe die Familie Angst gehabt, auf die tatsächliche Entstehung hinzuweisen.
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