7. Mai 2013, 7:45 Uhr
Schauplatz Nordwest
Die Kesselschleuse in Emden liegt am Ende des Ems-Jade-Kanals. Die Wasserkreuzung sieht von oben aus wie ein Kreis mit vier Armen. Die runde Schleuse ist europaweit einmalig. Von ihr aus gelangen Schiffer in die Ems, in die Jade und ins Binnenland zum Timmeler Meer oder zum Niedermoorsee "Großes Meer". Wir erzählen die Geschichte des einzigartigen Bauwerkes.
Die Kesselschleuse in Emden ist einmaig in Europa.
1887 wurde die Schleuse gebaut, zeitgleich mit dem Ems-Jade-Kanal, der durch das Fehntjer Tief und den Stadtgraben verlief. Ein junger Regierungsbaurat namens Germelmann habe die Kesselschleuse entwickelt, erzählt Schleusenwärter Dieter Jacobs. "Er hat da irgendwelche Pläne vorgelegt und wollte einfach was Besonderes schaffen, was ihm damit ja auch gelungen ist." Die Kapazität der Schleuse mit zwei Schleusenkammern war bald erschöpft. Deshalb wurde die Kesselschleuse von 1911 bis 1913 zu ihrer heutigen Form ausgebaut.
Die Schleuse war notwendig, denn der Wasserspiegel im Kanal war mehr als zwei Meter höher als in den anderen beiden Wasserstraßen. Und es herrschte damals reger Handelsverkehr.
Mit der Kesselschleuse konnten die unterschiedlichen Wasserstände am schnellsten überbrückt werden – eine außergewöhnliche Idee von Regierungsbaurat Germelmann. Mit der Kesselschleuse heimste er seine ersten Lorbeeren ein. Weitere wichtige Wasserbauprojekte folgten, zum Beispiel an der Weichsel und an der Oder.
Wasserbauingenieure aus der ganzen Welt brachten ihm große Wertschätzung entgegen, heißt es in einem Nachruf im Zentralblatt der Bauverwaltung von 1919. Sein erstes großes Projekt, die Kesselschleuse, musste jedoch schon zu seinen Lebzeiten erneuert werden, erzählt Schleusenwärter Dieter Jacobs. Damals wurde die Ost- und die Westkammer zusätzlich gebaut. Seitdem sind um den Kessel mit 33 Metern Durchmesser vier statt zwei Schleusenkammern angeordnet.
Die Schleusentore muss Dieter Jacobs an den jeweiligen Schleusenkammern bedienen. Dort stehen Schaltkästen. Wenn ein Schiff in die Schleuse eingefahren ist, nimmt Jacobs die Beine in die Hand und läuft zur nächsten Schleusenkammer, durch die das Schiff weiterfahren soll. Das halte fit, sagt er. Und er sei stolz, auf so einem Bauwerk arbeiten zu dürfen.
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