16. Oktober 2012, 8:35 Uhr
Schauplatz Nordwest
In der Reihe "Schauplatz Nordwest" stellen wir diesmal einen besonderen Baum vor: eine Kugelakazie, die am Rande eines Bürgersteigs in Osnabrück gepflanzt wurde und nach vierzehn Jahren plötzlich in Gefahr geriet. Doch jetzt ist klar: Der kleine Baum darf bleiben. Nordwestradio-Reporterin Susanne Schäfer erzählt die Geschichte, die so klingt wie ein Schildbürgerstreich.
Osnabrück und die Kugelakazie im Bürgersteig, [2:54]
Die Kugelakazie darf stehen bleiben, entschied die Osnabrücker Stadtverwaltung.
Vor einem gelben Haus in der Mozartstraße in Osnabrück steht ein Baum – eine kleine Kugelakazie. Vor vielen Jahren haben die Nachbarn diesen Baum gemeinsam am Rande des Gehwegs gepflanzt. Mehr Grün wünschten sie sich, so erinnert sich Hausbesitzer Wolfgang Ehrenberg.
14 Jahre lang führte diese Kugelakazie vor Ehrenbergs Haus ein ruhiges und friedliches Leben. Dann aber wollte man ihr an die Krone. Als die Mozartstraße und der Bürgersteig erneuert werden sollten, rückten Bagger und Bauarbeiter an. Sie pflasterten weit um den Baum herum. Als die Bauarbeiter fast fertig waren, wurde Wolfgang Ehrenberg vom Bauamt aufgefordert, binnen Wochenfrist seinen Baum zu fällen. Die Begründung: Der Baum stehe genau in der Laufachse von Fußgängern.
Diese Begründung versteht Ehrenberg bis heute nicht, denn der Baum stand ja schon jahrelang vor dem Haus. Nicht nur er, auch Nachbarn und Spaziergänger kämpften für das Leben der kleinen Kugelakazie. Einige Nachbarn hätten sich zur Not auch an den Baum gekettet.
Ehrenberg wandte sich an die Presse, die Tageszeitung druckte einen großen Artikel, und nach einer Woche hatten "interne Beratungen" in der Osnabrücker Stadtverwaltung ergeben, dass der Baum stehen bleiben darf. Eine Entscheidung "im Sinne der Bürgerfreundlichkeit", heißt es.
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