17. Juli 2012, 8:45 Uhr
Schauplatz Nordwest
Die "Grönland" ist Deutschlands ältestes Polarforschungsschiff. Heute liegt sie in Bremerhaven und gehört zur Museumsflotte des Deutschen Schifffahrtsmuseums. Nordwestradio-Reporterin Catharina Spethmann berichtet über die Geschichte des Schiffs und seine Bedeutung für die deutsche Polarforschung.
Die Reportage:
Der Polarsegler "Grönland", [3:28]
Deutschlands ältestes Polarforschungsschiff in Bremerhaven
Die "Grönland" unter vollen Segeln
Die "Grönland" wurde 1868 als Robbenfänger gebaut. Carl Koldewey, Kapitän und Astronomiestudent, kaufte den nordischen Traditionssegler und stattete ihn für die erste deutsche Polarexpedition aus. Der junge Kapitän segelte mit seiner Mannschaft bis vor die grönländische Küste.
Die Polarreise hatte August Petermann, Herausgeber der Monatsschrift "Geographischen Mitteilungen", initiiert. Das nötige Geld kam von polarbegeisterten Spendern. "Das heißt, die erste deutsche Polarexpedition war eine Bürgerinitiative im wahrsten Sinne des Wortes. Das gesamte Geld ist also durch Spenden aufgebracht worden", schildert Reinhard Krause, Wissenschaftshistoriker am Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut.
Am 24. Mai 1968 stach Koldewey von Bergen aus in See. Das Ziel – die ostgrönländische Küste – erreichten die Polarforscher trotz aller Anstrengungen nicht. Zweimal kommen sie bis auf Sichtweite heran, werden aber vom Eisstrom vor der Küste nach Süden weggetrieben. Trotzdem wurde die abenteuerliche Expedition als Erfolg gefeiert.
1973 wurde die "Grönland" vom Deutschen Schifffahrtsmuseum gekauft und in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt.
Heute liegt sie in Bremerhaven und gehört zur Museumsflotte des Deutschen Schifffahrtsmuseums. Eine ehrenamtliche Crew geht auch heute noch mit dem 29 Meter langen Polarsegler auf Fahrt. In Bremerhaven kann man die "Grönland" angucken – und bei Sonderveranstaltungen auch besichtigen.
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