15. Oktober 2012, 20:00 Uhr
Literatur vor Ort
Sten Nadolny
Sten Nadolny: "Sicher ist, dass ich im Leben ein paar grundlegende Dinge nie begriffen habe, und ich weiß nicht einmal, welche."
Sten Nadolny wurde 1942 in Zehdenick an der Havel geboren. Er lebt in Berlin und am Chiemsee. Für sein Werk wurde er unter anderem mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 1980, dem Hans-Fallada-Preis 1985, dem Premio Vallombrosa 1986, dem Ernst-Hoferichter-Preis 1995 und dem Weilheimer Literaturpreis 2010 ausgezeichnet. Nach seinem literarischen Debüt "Netzkarte" erschien 1983 der Roman "Die Entdeckung der Langsamkeit", der, in alle Weltsprachen übersetzt, inzwischen zum modernen Klassiker der deutschsprachigen Literatur geworden ist. Danach veröffentlichte Sten Nadolny die Romane "Selim oder Die Gabe der Rede", "Ein Gott der Frechheit", "Er oder ich", den "Ullsteinroman" und zuletzt der gemeinsam mit Jens Sparschuh verfasste Gesprächsband "Putz- und Flickstunde".
Für Gott und seinen Adjutanten, den Schriftsteller, ist alles Gegenwart. Im Diesseits dagegen: nichts als schnödes Nacheinander. Darin sind sich sämtliche Philosophen einig, mögen sie die Zeit nun als menschliche Erfindung, als reine Anschauungsform oder als harte empirische Währung betrachten. Aber ist das eigentlich so sicher? Dehnt und krümmt, verknotet und durchbricht sich die Zeit nicht unablässig? In "Zeitlang", dem bayerischen Begriff für "Sehnsucht", kommt das sehr schön zum Ausdruck. Er spielt denn auch eine wichtige Rolle in Sten Nadolnys neuem Roman, der virtuos die objektiv-lineare Zeitvorstellung außer Kraft setzt: "Ein Zeitlang, das keine Sau aushält, Geister auch nicht." (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.5.2012)
Informationen zum Buch:
Sten Nadolny: "Weitlings Sommerfrische", Piper Verlag, 224 Seiten, 16,99 Euro
Lesung:
Sten Nadolny liest aus seinem neuen Buch "Weitlings Sommerfrische" am 15. Oktober 2012, um 20 Uhr im Haus Kreienhoop in Nartum. Moderation: Elke Schlinsog.
Hildegard Kempowski begrüßt Sten Nadolny in Nartum
Sendung
Einen Mitschnitt der Lesung und Diskussion senden wir am 23. Oktober um 15:05 Uhr im Nordwestradio.
Veranstaltungsort "Literatur vor Ort"
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Kempowski Stiftung und dem Literaturhaus Hamburg statt.
Info: Literatur vor Ort
In der Reihe Literatur vor Ort lesen Autoren live vor Publikum an verschiedenen Orten im Nordwesten der Bundesrepublik. Das Nordwestradio ist mit seinem Ü-Wagen dabei und sendet die Lesungen in Auszügen zeitversetzt im Programm.
Sendezeit:
Die., 15.05 - 16 Uhr
Rückblick: Literatur vor Ort
Zwischen Mythos und Moderne
Das 1990 gegründete Ensemble möchte altbekannte Hörgewohnheiten verändern und sie auch konservativerem Publikum nahe bringen. Dabei hilft die Verflechtung mit anderen Künsten wie Tanz, Schauspiel, Film oder Malkunst. Wir präsentieren einen Mitschnitt vom Januar in der St. Ansgari-Kirche in Oldenburg. Mehr...
5. Juni, 20:05 Uhr | Nordwestradio
Lesebuch: Anna Seghers
In den aktuellen Folgen des Lesebuchs hören Sie den Roman "Aufstand der Fischer von Sankt Barbara" von Anna Seghers. Mehr...
Erfahren, woher wir kommen
Das Nordwestradio setzt seine erfolgreiche Veranstaltungs- und Sendereihe "Erfahren, woher wir kommen" fort. Jürgen Stenzel liest "Gargantua und Pantagruel" von François Rabelais. Hanjo Kesting kommentiert das Werk. Mehr...
29. Mai 2013, 19:00 Uhr | Stadtbibliothek Bremen, Wall-Saal
radiobremen.de nun auch mobil
Seit Februar 2013 ist der Radio-Bremen-Web-Auftritt unter der Adresse "m.radiobremen.de" auch mobil abrufbar. Das gilt natürlich auch für die Homepage des Nordwestradio. Mehr...
Suche
Nordwestradio durchsuchen:
Info & Service
Neues Digitalradio-Angebot
Radio Bremen hat ein neues Digitalradio-Angebot gestartet. Damit können Sie das Nordwestradio in rauschfreier Qualität empfangen. Mehr...
Jetzt auf radiobremen.de
Robin Dutt in der Stadt: Werder Bremen präsentiert seinen neuen Trainer
Betriebsversammlung bei ENO: Mitarbeiter wollen bessere Arbeitsbedingungen
Streit um Beratungsstelle: SPD-Fraktionschef will Rat-und-Tat-Zentrum halten
Bremer Delegation in der Türkei: Böhrnsen findet es wichtig, "sich mal sehen zu lassen"