13. April 2013, 11:00 Uhr
Frühlingsgäste
Seit März vergangenen Jahres ist Ingo Zamperoni immer dann auf dem Bildschirm zu sehen, wenn Caren Miosga oder Tom Buhrow im Urlaub oder krank sind. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer Bilderbuchkarriere. Wie es dazu kam und was er sonst so macht, darüber sprachen wir mit ihm.
Eigentlich ist er zu groß für den neuen Job: Mit 195 Zentimetern hätte Ingo Zamperoni den Nachrichtentresen bei den "Tagesthemen" weit überragt. So muss der TV-Journalist vorerst auf einem Hocker Platz nehmen, obwohl er vor der Kamera seine Bewegungsfreiheit schätzt. Anmerken kann man ihm diese Einschränkung nicht: Der smarte Halbitaliener besticht durch eine Mischung aus Lockerheit und Seriösität.
Der Sohn eines italienischen Managers und einer deutschen Englisch-Lehrerin wächst in Hessen auf. Der Berufswunsch ist schnell klar, Journalist will der begabte Junge werden. Nach dem Abitur studiert er Geschichte, Jura und Amerikanistik – mit dem Stipendium des renommierten Fulbright-Programms finanziert er den Studienaufenthalt in Amerika, wo er gleich die Gelegenheit bekommt, ins ARD-Studio Washington hineinzuschnuppern.
Nach dem Studium absolviert er ein Volontariat beim Norddeutschen Rundfunk und fasst im Anschluss schnell Fuß. Seine Vielseitigkeit beeindruckt: Er berichtet als Reporter aus Kriegs- und Krisengebieten, über die Hochzeit von Kate und William und moderiert zugleich Nachrichtenmagazine im NDR Fernsehen wie "Hallo Niedersachsen". Seit 2007 ist er gewissermaßen das "Sandmännchen" der ARD-Nachrichten, er präsentiert das "Nachtmagazin". Auf einer Fahrt im Amerika-Urlaub klingelt dann das Telefon. Die "ARD-aktuell"-Chefredaktion bietet ihm überraschend den Vertretungsjob bei den "Tagesthemen" an. "Ich wäre buchstäblich fast in den Graben gefahren", erzählt der 38-Jährige.
Eine Bildergalerie zur Sendung:
Glücklicherweise bleibt Zamperoni aber auf der Überholspur – nur einmal wird es für den dreifachen Vater ungemütlich. In der Halbzeitpause des EM-Halbfinals Deutschland gegen Italien, in dem die deutsche Mannschaft schon mit zwei Toren zurückliegt, erklärt er mit dem bewährten Lächeln: "Möge der Bessere gewinnen". Da bricht sich der Frust der deutschen Fußballfans Bahn und ein Sturm der Entrüstung über ihn herein. Aber so genauso souverän wie der gebürtige Hesse seine Sendungen moderiert, geht er auch mit diesem Gegenwind um. Kein Wunder: Schließlich weiß der leidenschaftliche Radrennfahrer, dass der Wind nicht immer von hinten kommt.
Video: Frühlingsgast Ingo Zamperoni
Einstellungen, Infos und Kommentare
Ein Vorbericht zum Anhören:
Frühlingsgast Ingo Zamperoni, [3:39]
Ein Vorbericht von Helgard Füchsel
Das ganze Gespräch zum Anhören:
TV-Journalist und "Tagesthemen"-Moderator Ingo Zamperoni, [48:00]
Ein Nachbericht zum Anhören:
Frühlingsgast Ingo Zamperoni, [3:32]
Ein Nachbericht von Gerhard Snitjer
Frühlingsgäste 2013
Frühlingsgäste kommen ab dem 6. April ins Horst-Janssen-Museum in Oldenburg: Die Nordwestradio-Moderatoren Katrin Krämer und Otmar Willi Weber begrüßen Schauspielerin Andrea Sawatzki, Moderator Ingo Zamperoni und Stimm-Künstler Christian Brückner. Mehr...
Veranstaltungszeit/Sendezeit
Veranstaltungszeit:
Sa., 11 – 13 Uhr
Sendezeit:
11:05 – 12 Uhr
Wiederholung:
Di., 15:05 – 16 Uhr
Info: Horst-Janssen-Museum
![Das Horst-Janssen-Museum in Oldenburg [Quelle: Radio Bremen] Das Horst-Janssen-Museum in Oldenburg [Quelle: Radio Bremen]](/kultur/nachrichten/janssenmuseumoldenburg100_v-mediateaser.jpg)
Art Café im
Horst-Janssen-Museum
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg
Alle Live-G�ste
Service
Zwischen Mythos und Moderne
Das 1990 gegründete Ensemble möchte altbekannte Hörgewohnheiten verändern und sie auch konservativerem Publikum nahe bringen. Dabei hilft die Verflechtung mit anderen Künsten wie Tanz, Schauspiel, Film oder Malkunst. Wir präsentieren einen Mitschnitt vom Januar in der St. Ansgari-Kirche in Oldenburg. Mehr...
5. Juni, 20:05 Uhr | Nordwestradio
Lesebuch: Anna Seghers
In den aktuellen Folgen des Lesebuchs hören Sie den Roman "Aufstand der Fischer von Sankt Barbara" von Anna Seghers. Mehr...
Erfahren, woher wir kommen
Das Nordwestradio setzt seine erfolgreiche Veranstaltungs- und Sendereihe "Erfahren, woher wir kommen" fort. Jürgen Stenzel liest "Gargantua und Pantagruel" von François Rabelais. Hanjo Kesting kommentiert das Werk. Mehr...
29. Mai 2013, 19:00 Uhr | Stadtbibliothek Bremen, Wall-Saal
radiobremen.de nun auch mobil
Seit Februar 2013 ist der Radio-Bremen-Web-Auftritt unter der Adresse "m.radiobremen.de" auch mobil abrufbar. Das gilt natürlich auch für die Homepage des Nordwestradio. Mehr...
Suche
Nordwestradio durchsuchen:
Info & Service
Neues Digitalradio-Angebot
Radio Bremen hat ein neues Digitalradio-Angebot gestartet. Damit können Sie das Nordwestradio in rauschfreier Qualität empfangen. Mehr...
Jetzt auf radiobremen.de
Robin Dutt in der Stadt: Werder Bremen präsentiert seinen neuen Trainer
Betriebsversammlung bei ENO: Mitarbeiter wollen bessere Arbeitsbedingungen
Streit um Beratungsstelle: SPD-Fraktionschef will Rat-und-Tat-Zentrum halten
Bremer Delegation in der Türkei: Böhrnsen findet es wichtig, "sich mal sehen zu lassen"