Arm trotz Arbeit
Hunderttausende Arbeitnehmer können in Deutschland mittlerweile von ihrem Einkommen nicht mehr leben, obwohl sie 40-Stunden dafür arbeiten - und täglich werden es mehr, in immer mehr Berufen. Diese Menschen sind gezwungen, einen Zweitjob auszuüben und dann insgesamt 60 oder 70 Stunden in der Woche zu arbeiten.
Anke Bertram ist Hebamme.Trotz Beruf kommt sie nicht über die Runden.
Anke Bertram ist Hebamme. Auf Sylt betreut sie Schwangere. Dennis Ohm ist Hafenarbeiter. In Bremerhaven fährt er Gabelstabler. Andreas Lemcke ist Schauspieler. Im Staatstheater Schwerin gehört er zum festen Ensemble.
Alle drei arbeiten Vollzeit in ihrem Beruf – und für alle drei reicht der Verdienst nicht, um über die Runden zu kommen. Der Lohn ist zu gering, um beispielsweise mit den Kindern mal einen Ausflug zu machen, sich mal eine neue Hose zu kaufen oder das Benzin für das Auto zu bezahlen.
Deshalb arbeitet Anke Betram nach ihren Hebammen-Diensten in einer Fasten-Klinik. Dort ist sie zuständig für Darmspülungen. Dennis Ohm fährt nach seiner Hafen-Schicht bis spät in die Nacht Zeitungen aus. Und Andreas Lemcke bespaßt als Party-Clown nach der der Arbeit im Theater die Gäste auf Kindergeburtstagen und Familienfeiern.
Dennis Ohm kann seine Familie nicht ernähren, obwohl er in Vollzeit arbeitet.
Ein Radio-Bremen-Team hat drei von ihnen in ihrem täglichen Überlebenskampf begleitet. Menschen, die fast ohne Freizeit und Erholung ständig schuften. Daneben ziehen sie ihre Kinder groß und kümmern sich um Schulprobleme, den Haushalt, den familiären Alltag. So gut es eben geht. Denn der Dauerstress, die ständige Abwesenheit von Zuhause lässt kaum Zeit für ein Familienleben und stellt Ehen, Beziehungen und das Verhältnis zu den Kindern auf eine harte Probe.
Dokumentation: Wenn der Job nicht zum Leben reicht
WDR Fernsehen Mediathek
Dossier: Armenhaus Bremen
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29. Mai, 15:05 Uhr | Nordwestradio
Info: Die Rundschau
Sendezeit:
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Info: Nordwestradio Journal
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Mo., - Fr.,
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Sa.,
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