Reederei Hansa Heavy Lift
Das Frachtschiff "MS Volga", die ehemalige "Beluga Family", entging nur knapp einer Versteigerung. Gekauft hat es die Reederei Hansa Heavy Lift (HHL), die bereits einen Teil der Flotte der insolventen Bremer Beluga-Reederei übernommen hatte. HHL gehört zu 100 Prozent dem US-Finanzinvestor Oaktree. Die "MS Volga“ wurde Ende November von Bremer Holzhafen nach Hamburg verlegt.
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"Wir freuen uns, dass wir unsere wachsende Flotte um einen weiteren F-Typ erweitern können. Damit stellen wir unseren Kunden bereits jetzt 18 Mehrzweck-Schwergutfrachter zur Verfügung“, sagte Roger Iliffe, Chef der Hansa Heavy Lift. Zur HHL-Firmengründung im Mai 2011 kündigte er noch an, die Flotte auf 23 Schiffe auszubauen. Zur Beluga-Reederei gehörten einst 70.
Ursprünglich war eine Versteigerung für den zirka 140 Meter langen Frachter geplant. Dies hatte das Amtsgericht im Zuge der Abwicklung der Bremer Beluga-Reederei angeordnet. Das Schiff gehörte zur "Beluga Chartering" und wurde von einem Gerichtsvollzieher an die Kette gelegt, als es Ende September im Holzhafen einlief. Die Bremer Landesbank hatte aber als betroffene Beluga-Gläubigerin erwirkt, dass entgegen den üblichen Verfahrensweisen die "MS Volga" weiter im Einsatz blieb. Das eingefahrene Geld floss in die Insolvenzmasse. Das Schiff wurde bis zum Verkauf von einem Bremer Rechtsanwalt als Treuhänder verwaltet.
Einen Tag vor der Zwangsversteigerung sagte dann der Beluga-Insolvenzverwalter den Termin aber ab. Ein Bankenkonsortium unter Führung der Bremer Landesbank übernimmt die Finanzierung. Demnach haben sich die Insolvenzverwaltung und die Bank mit der Reederei HHL über den Verkauf des Schiffes geeinigt. Über den Preis für das Schiff wurde nichts offiziell bekannt. Das Einstiegsgebot hätte wohl bei 60.000 Euro gelegen, damit die Gerichtskosten gedeckt wären. Schnell hätten die Interessenten dann wohl mehr geboten. Nach Radio-Bremen-Informationen ging das Schiff für schätzungsweise 15 bis 17 Millionen Euro über den Tisch.
Ab 2012 wird die HHL ihren Firmensitz nach Hamburg verlegen. Die Reederei begründet den Umzug damit, dass die Elbmetropole der größte Schifffahrtsstandort in Deutschland sei. Dort gebe es neben guten Kontakten in die Branche auch beste Chancen, weitere qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Die etwa 70 Beschäftigten in Bremen werden ihre Arbeitsplätze aber behalten und künftig in Hamburg arbeiten.
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