Mehr Geld für Bildung gefordert
In Bremen haben sich am Mittwochmittag Lehrer, Eltern und Schüler vor dem Hauptbahnhof zu einer Protest-Aktion gegen die Bremer Bildungspolitik versammelt. Nach Angaben der Polizei sind rund 1.300 Demonstranten zusammen gekommen. Nach Angaben der Veranstalter hatten sich weit mehr als 2.500 Menschen versammelt.
Eltern, Lehrer und Schüler waren in Bremen bereits mehrfach in diesem Jahr für eine bessere Ausstattung des Bildungsbereichs auf die Straße gegangen. Sie hatten zusammen das "Bündnis für Bildung" gegründet und fordern mehr Geld für die Schulen. Viele haben offenbar das Gefühl, das sich trotzdem nichts ändert. Schon jetzt fehlten den Schulen zahlreiche Lehrer, beklagt das Bündnis. Mit dem geplanten Sparkurs des Senats werde sich das noch verschärfen, so die Befürchtung.
Video: Mehr Geld für Bildung
Einstellungen, Infos und Kommentare
Auf Antrag der Fraktion der Linken debattierte die Bremische Bürgerschaft am Mittwoch über das Thema "Bildung". In der Diskussion ging Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) auf die Proteste ein. Unter dem Applaus aller Fraktionen sagte Böhrnsen, er sei überzeugt, dass im Bildungsetat für das Jahr 2014 noch "eine Schippe draufgelegt" werden müsse. Der Bürgermeister machte gleichzeitig deutlich, dass über dieses Thema noch mit der Finanzsenatorin und den Fraktionsvorsitzenden gesprochen werden müsse.
Zuvor hatte die CDU-Fraktion die Bildungspolitik der Regierungskoalition scharf kritisiert und warf ihr "wiederholtes Versagen" vor. Der CDU-Bildungspolitiker Thomas vom Bruch forderte genau wie Die Linke einen Nachtragshaushalt für Bildung, konkret 20 Millionen Euro mehr. Die Fraktionschefin der Linken, Kristina Vogt, warf Böhrnsen vor, Bildung zwar zur Chefsache zu erklären, dafür aber zu wenig zu tun.
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