Auflösung des Bremer Jugendamtes
Die Bremer Grünen haben beschlossen, das gerade reformierte Jugendamt aufzulösen. Die Arbeit könne künftig besser und effektiver aus der Sozialbehörde geleistet werden, so die Begründung. Davon sind 35 Stellen betroffen, auch die des Amtsleiters. Peter Marquard war offenbar für die senatorische Dienststelle zu unbequem. Nach gerade fünf Jahren im Amt muss er gehen. Kritik ist vorprogrammiert.
Nach dem Fall Kevin brauchte Bremen einen neuen Leiter für Amt für Soziale Dienst (AfSD) und holte im Jahr 2007 Peter Marquard als Retter. Er baute das Jugendamt um und machte es fachlich effizienter. Bremer Sozialpolitiker lobten seine Arbeit. Jetzt muss er gehen. Der Staatsrat der Sozialsenatorin, Horst Frehe (Grüne), teilte ihm mit, dass das Amt neu organisiert werden soll. Dabei würden Aufgaben umverteilt, so dass auf Marquards Mitarbeit verzichtet werden könne. Sein Vertrag läuft im Sommer aus und der langjährige Sozialarbeiter wird wohl eine Stelle in Hamburg annehmen.
Die Mitarbeiter fühlen sich vor den Kopf gestoßen und haben sich auf einer Personalversammlung gegen die Auflösung des Amtes ausgesprochen. "Abteilung IV" wird das AfSD demnächst heißen und in die Sozialbehörde integriert.
Die Fachabteilungen der Behörde müssen effizienter arbeiten, so die Grünen. Staatsrat Frehe räumt aber auch ein, dass es immer wieder zu "Reibungen" zwischen der senatorischen Behörde und dem Amtsleiter kam. Scheinbar war Peter Marquard für die von den Grünen geführte Sozialbehörde zu unbequem. So sieht es auch Wolfgang Klamand. Als Mitglied des Personalrats kann er dem Amtsleiter bescheinigen, sich gegen Kürzungen bei Budget und Personal gestellt zu haben. Der Amtleiter hat die Behörde gestört, so lautet sein Fazit. Die Frage, wie die Qualität der Jugendarbeit verbessert werden kann, führte wohl häufig zu Streit zwischen den Instanzen. Insgesamt will das Bremer Sozialressort 35 Stellen durch die Auflösung des Amtes für Soziale Dienste streichen. Die Behörde möchte einen direkten Einfluss auf die sechs Sozialzentren haben. Dadurch könnten Fälle, wie der des zweijährigen Kevin aus Bremen-Gröpelingen, vermieden werden.
Darüber kann sich der Koalitionspartner nur wundern. Der sozialpolitische Sprecher der Bremer SPD, Klaus Möhle, saß damals noch für die Grünen im Untersuchungsausschuss Kindeswohl. Seine jetzige Partei, die SPD, hat die Umstrukturierung des Bremer Jugendamtes begonnen. Er sieht in erneuten Veränderungen keinen Vorteil für die Menschen, die auf die Hilfe des Jugendamtes angewiesen sind. Er bezweifelt, dass der Kinderschutz durch solche Strukturmaßnahmen verbessert werden kann.
Streit um die Stadtautobahn 281
Seit fast 30 Jahren streiten Anwohner, Behördenvertreter und Politiker über den Weiterbau der Stadtautobahn 281. Hier eine Chronologie der jüngsten Ereignisse. Mehr...
Bremer Brechmittel-Prozess
Ein Bremer Arzt im Polizeidienst wurde zweimal für den zwangsweisen Brechmittel-Einsatz an einem mutmaßlichen Drogen-Dealer freigesprochen. Beide Urteile hat der Bundesgerichtshof kassiert. Jetzt befindet sich der Fall in der dritten Runde und könnte eingestellt werden. Mehr...
Streitfall Weservertiefung
Obwohl die Hafenwirtschaft entlang des Flusses schon lange ungeduldig auf die ersten Bagger wartet, konnten die Richter am Bundesverwaltungsgericht noch keine Entscheidung fällen. Wir haben zusammengefasst, was dafür und was dagegen spricht. Mehr...
Rocker-Dossier
Die Rocker im Nordwesten stellen aus Sicht der Polizei eine permanente Gefahr dar. Denn sie sind in der organisierten Kriminalität aktiv. Ob dagegen Verbote helfen, die Schließung von Klubhäusern oder Razzien – die Experten sind sich nicht einig. Mehr erfahren Sie hier. Mehr...
Ein Haushalt mit Risiken
Finanzprobleme hat Bremen genug. Trotz aller Anstrengungen wächst der Schuldenberg weiter. Sparen ist also "oberstes Gebot". Trozdem fordern Politiker mehr Geld für Schulen und Krankenhäuser. Wie groß ist der Schuldendruck also wirklich? Mehr...
Recherche-Redaktion
Wo stimmt etwas nicht? Auf welches Thema möchten Sie uns hinweisen? Wo sollen wir nachhaken? Schreiben Sie an unsere Recherche-Redaktion – oder rufen Sie uns an. Mehr...
Jetzt läuft
Streit ums Grundwasser in Holdorf
Die Brunnen der Gemeinde Holdorf liefern den größten Teil des Wasserbedarfs der Region Vechta. Nun sollen noch mehr Brunnen noch mehr Grundwasser abpumpen. Viele Anwohner beklagen aber schon jetzt, dass ihre Felder vertrocknen und der Wasserspiegel ihres Badesees sinkt. Welche Folgen hat es, wenn immer mehr Grundwasser aus dem Boden gepumpt wird? Wir diskutieren live vor Ort. Mehr...
29. Mai, 15:05 Uhr | Nordwestradio
Info: Die Rundschau
Sendezeit:
Mo. - Fr., 7, 8, 12, 16, 17 Uhr
Info: Nordwestradio Journal
Sendezeit:
Mo., - Fr.,
6:05 - 9 Uhr
12:08 - 13 Uhr
17:08 - 18:30 Uhr
Sa.,
8:05 - 9 Uhr
12:05 - 13 Uhr
Podcasts
Hier können Sie die neuesten Politik-Beiträge hören – wann und wo Sie wollen. Mit einem Download auch so oft Sie wollen. Mehr...
Soziale Netzwerke
Sie finden Radio-Bremen-Nachrichten nicht nur hier, sondern auch bei Twitter, Facebook, Google Plus und Youtube. Mehr...
radiobremen.de für unterwegs
Unter "m.radiobremen.de" sind wir nun auch mobil abrufbar. Damit kommen wir vielen Internetnutzern entgegen. Testen Sie es einfach mal aus! Mehr...
Jetzt auf radiobremen.de
Titanic sticht wieder in See: Australischer Milliardär will Megadampfer nachbauen
Krise der Gesundheit Nord: SPD fordert Finanzkonzept für städtische Kliniken
Werder Bremen: Sportdirektor plant mit Arnautovic und Elia
Neuer Trainer vorgestellt: Robin Dutt: "Werder ist Euphorie pur!"