Ein Jahr nach dem Keimausbruch
Am 2. November 2011 wurde bekannt, dass es im Klinikum Bremen-Mitte zu einer Infektionswelle auf der Station für Frühgeborene gekommen war. Drei Frühchen starben. Bremen richtete einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss ein und gelobte Besserung. Die Quelle der Keime blieb aber trotz intensiver Suche bis heute im Dunkeln.
Klar ist aber, dass auf der Frühchenstation des Klinikums Bremen Mitte in Sachen Hygiene geschlampt worden ist. Inzwischen hat die Klinikleitung Konsequenzen gezogen. Ein spezielles, Computer gestütztes Frühwarnsystem hilft, eventuelle Keimausbrüche schneller zu erkennen. Und auch bei der Reinigung wurde deutlich nachgebessert: Beim Putzen von Patientenzimmern zum Beispiel kommen nur noch Einweghandschuhe zum Einsatz, die nach jedem Zimmer zwingend gewechselt werden müssen. So werden eventuelle Keime nicht unfreiwillig in anderen Zimmern verteilt.
Besonders kleine Frühgeborene werden jetzt im Klinikum Links der Weser in Bremen-Kattenturm versorgt. Dafür stehen zwölf Plätze mit speziellen Betten bereit. Doch nicht nur hier wird besonders auf die Hygiene geachtet, denn seit letztem Jahr sind in allen städtischen Kliniken die Standards optimiert worden. Die Patienten werden zum Beispiel jetzt öfter auf Keime getestet. Zudem ist in den Bremer Kliniken mehr Fachpersonal für Hygiene tätig, und man geht weitaus sensibler mit dem Thema um.
Es scheint, dass die Hygienebedingungen sich ein Jahr nach den Todefällen tatsächlich gebessert haben. Und die Maßnahmen zeigen offensichtlich nicht nur bei den Mitarbeitern Wirkung. Die große Aufregung um Keime im Krankenhaus hat sich auch auf Seiten der Patienten spürbar gelegt; die Eltern von Frühgeborenen fassen wieder mehr und mehr Vertrauen in die Bremer Kliniken.
Die Hygienebedingungen scheinen sich ein Jahr nach den Todesfällen tatsächlich gebessert haben. Und die Maßnahmen zeigen offensichtlich nicht nur bei den Mitarbeitern Wirkung. Die große Aufregung um Keime im Krankenhaus hat sich auch auf Seiten der Patienten spürbar gelegt; die Eltern von Frühgeborenen fassen wieder mehr und mehr Vertrauen in die Bremer Kliniken.
Rückblick auf einen Fall:
Eltern erinnern sich an den Keimskandal 2011
Hygieneskandal in Bremer Klinik
![Keime [Quelle: Radio Bremen] Keime [Quelle: Radio Bremen]](/politik/dossiers/krankenhauskeime/keime100_v-mediateaser.jpg)
In diesem Online-Dossier werden wir Sie darüber informieren, welche Hygiene-Richtlinien in Bremer Krankenhäusern gelten und wie das Krankenhaus solche Infektionen melden muss.
Ausschuss-Tagebuch
Parlamentsausschuss
Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft haben den Keimausbruch untersucht. Mehr...
Vorbild Holland
Die Zahl der Infektionen ist dort deutlich niedriger als bei uns. Was machen die Niederländer anders? Mehr...
Um welchen Keim geht es?
Warum können Darmkeime gerade für Säuglinge so gefährlich sein? Was passiert bei einer Infektion mit Klebsiella pneumoniae? Mehr...
Beiträge zum Hygiene-Skandal
Jetzt läuft
ARD-Feature: Die Spur der Keime
Vor einem Jahr starben im Klinikum Bremen-Mitte drei Frühgeborene an einer Bakterien-Infektion. Die Rundfunkjournalistin Gaby Mayr zieht in einer Radio-Bremen-Produktion für das ARD-Radiofeature eine Bilanz des Klinikskandals. Mehr...
Radio-Diskussion: Auf der Intensivstation
Über die Diagnose des Patienten besteht Einigkeit: Mehrere kommunale Kliniken in Bremen haben wirtschaftliche Probleme, ihnen geht es schlecht und damit auch der gemeinsamen Krankenhausdachgesellschaft, der Gesundheit Nord (Geno). Darüber diskutieren Politiker, Ärzte und Krankenkassenvertreter. Mehr...
Jetzt auf radiobremen.de
Transport nach Kanada: Tonnenschwerer Koloss im Neustädter Hafen verschifft
Tote Frau im Pflegeheim: Bremer Sozialsenatorin will tägliche Kontakte
VBN-Jahresbilanz: Fahrgastzahlen und Einnahmen gestiegen
Neuer Trainer vorgestellt: Robin Dutt: "Werder ist Euphorie pur!"