25. Januar 2013, 15:23 Uhr
Aufatmen bei Weserwind
Vor dem Hintergrund eines drohenden Auftragslochs hat sich der Bremerhavener Fundamentehersteller "Weserwind" jetzt etwas Luft verschafft. Wie die Geschäftsführung des Windkraftunternehmens bestätigte, sichert ein neuer Auftrag die Auslastung des Werks bis in den Herbst 2013 hinein. In Bremerhaven sollen zusätzlich 20 Stahlfundamente für die zweite Ausbauphase des Windparks "Global Tech I" in der Nordsee gefertigt werden.
Ursprünglich hatte Weserwind damit gerechnet, dass man angesichts des schleppenden Ausbaus der Windparks in der Nordsee schon im April oder Mai dieses Jahres nicht mehr genug Arbeit für alle Beschäftigten habe. Etwa 500 Festangestellte und 300 Leiharbeiter arbeiten bei Weserwind in Bremerhaven. Die werden für den neuen Auftrag auch gebraucht, so Geschäftsführer Dirk Kassen. Was danach kommt ist aber noch unklar. Es gebe weitere Gespräche über mögliche Aufträge. Diese würden sich aber frühestens in drei Monaten entscheiden, so Kassen.
Trotzdem werde unter anderem mit dem Land Bremen über Krisen-Szenarien geredet. Ziel sei es, dann möglichst viele Fachkräfte zu halten, zum Beispiel über weitere Qualifizierungsmaßnahmen. Jobverluste will der Weserwind-Geschäftsführer aber auch nicht ausschließen. Kritisch sieht er die Bürgschaft des Landes Niedersachsen für den Weserwind-Konkurrenten "SIAG Nordseewerke" in Emden. Dies sei positiv für die Beschäftigten, aber letztendlich eine Wettbewerbsverzerrung.
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