22. Februar 2013, 18:42 Uhr
Aufsatz sorgt für Streit
Die SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen geht auf Distanz zu ihrem Abgeordneten Martin Korol. Er hatte mit einem Aufsatz über Roma für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Die kritisierten Passagen stünden in krassen Widerspruch zur Programmatik der Bremer SPD, erklärte die Fraktion. Der 67-Jährige war am 19. Februar 2013 als Nachrücker ins Bremer Parlament eingezogen.
Martin Korol war für die verstorbene SPD-Abgeordnete Renate Moebius ins Parlament eingezogen.
Der Abgeordnete werde nun vom SPD-Fraktionsvorstand zu einem Gespräch geladen, so ein Sprecher. Dann dürften deutliche Worte fallen. Der Stein des Anstoßes: ein Aufsatz auf der Homepage des Bürgerschaftsabgeordneten und pensionierten Lehrers. Darin warnt Korol vor Roma aus Bulgarien und Rumänien, die, wie er sagt, erklärtermaßen nicht aus politischen Gründen nach Bremen kämen, sondern "um hier warm und trocken zu leben".
Inzwischen hat Korol versucht, den Aufsatz zu entschärfen. Einige besonders umstrittene Passagen sind ganz verschwunden, andere wurden überarbeitet. "Mein Artikel führte offensichtlich zu Missverständnissen. Ich habe ihn umformuliert und gekürzt", teilt Korol nun auf seiner Website mit.
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