16. Mai 2013, 15:59 Uhr
Erste Lesung in der Bürgerschaft
Das Ergebnis der Tarifverhandlungen für die Angestellten im öffentlichen Dienst wird nur teilweise auf Bremens Beamte übertragen. Die Bremische Bürgerschaft hat mit Mehrheit von SPD und Grünen den Plänen des Senats in erster Lesung zugestimmt. Die Opposition – CDU, Die Linke und die Wählervereinigung "BIW" – stimmte dagegen.
In erster Lesung wurde den Plänen des Senats zugestimmt.
Nur die unteren und mittleren Gehaltsgruppen bekommen mehr Geld, allerdings mit einem halben Jahr Verzögerung. Ab Gehaltgruppe "A 13" aufwärts – das betrifft Richter und Staatsanwälte, Hochschulprofessoren und viele Lehrer – gibt es keine Erhöhung der Bezüge. Aus Sicht der Opposition ist das ein Fehler. "Ein Ausbund an Ungerechtigkeit", so CDU-Fraktionschef Thomas Röwekamp.
Auch die Fraktionsvorsitzende der Linken, Kristina Vogt, warf der Landesregierung vor, die Beamten dauerhaft von der allgemeinen Gehaltsentwicklung abzukoppeln. Redner von SPD und Grünen verwiesen auf Bremens angespannte Haushaltslage. Mehr als 600 Millionen Euro gehen jährlich für Zinsen drauf. Mehr als doppelt soviel für Personalkosten, die rund ein Viertel des Bremer Gesamtetats ausmachen.
Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) wies die Kritik aus der Opposition zurück. Weder von der Linken noch von der CDU habe sie Vorschläge gehört, woher Bremen die zusätzlichen Millionen nehmen solle. Linnert und Regierungschef Jens Böhrnsen (SPD) verwiesen außerdem auf die Haushaltlage. Und darauf, dass zum Beispiel auch Nordrhein-Westfalen ähnlich handelt wie Bremen. Andere Länder würden den Tarifabschluss zwar auf die Beamten übertragen, gleichzeitig aber massiv Stellen im öffentlichen Dienst abbauen.
Die Bürgerschaft hat dem Gesetz zu Beamtenbesoldung jetzt in erster Lesung zugestimmt. Endgültig beschlossen wird es voraussichtlich im Juni dieses Jahres.
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