7. Dezember 2012, 19:28 Uhr
Bundestagswahl 2013
Carsten Sieling bei seiner Nominierungsrede in Bremen am Freitagabend.
Mit der rot-grünen Regierungskoalition stimme nicht mehr alles. Die Sozialbehörde gehe mit dem Thema "Betreuungsplätze für Kleindkinder" nicht ordentlich um. In der Sozialpolitik vermisse er die Ernsthaftigkeit. Auch die Bildungsmisere in Bremen gehe so überhaupt nicht, sagte Sieling. Die Streitereien zwischen Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) und der inzwischen zurückgetretenen SPD-Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper seien ein "elendes Theater".
Der 53-Jährige bemängelte auch die jüngste Entscheidung des Bremer Senats zum Offshore-Basis-Terminal in Bremerhaven. Die Finanzierung nur über fünf Jahre zu sichern bezeichnete Sieling als "verrückt". Die Bürger würden Eigenheime auch über 30 Jahre absichern und nicht nur für fünf, so Sieling weiter. Für so etwas die Gesellschaften, wie beispielsweise die Gewoba, heranzuziehen, sei unverantwortlich.
Für Sieling wäre es die zweite Legislaturperiode im Bundestag. Er sitzt dort seit 2009 und ist Mitglied im Finanzausschuss und im nach der Bankenkrise neu geschaffenen Gremium zum Finanzmarktstabilisierungsfonds. Zudem ist er stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss. Davor war Sieling vier Jahre Fraktionschef der SPD-Bürgerschaftsfraktion und führte von 2004 bis 2006 als Landesvorsitzender die SPD Bremen. Bereits am Donnerstag hatte die SPD Im Wahlkreis Bremen-Nord/Bremerhaven Uwe Beckmeyer als Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2013 nominiert. Er sitzt seit 2002 als SPD-Abgeordneter im Bundestag und ist außerdem "Maritimer Koordinator".
Beckmeyer ist wieder SPD-Direktkandidat
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