2. Mai 2013, 19:40 Uhr
Große Demonstration
In Bremerhaven sind Schüler, Eltern und Lehrer für mehr Lehrerstellen auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen den häufigen Unterrichtsausfall an Schulen in der Stadt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sprach von der größten Demonstration in Bremerhaven in den vergangenen Jahren.
Viel Zulauf hatte die Kundgebung an der Großen Kirche.
Nach Angaben der Veranstalter haben sich an den Protestzügen rund 6.000 Menschen beteiligt. Mit Trillerpfeifen und Spruchbändern marschierten die Demonstranten in Richtung Innenstadt. Neben den beiden Märschen vom Hauptbahnhof und dem Alt-Leher Markt waren auch mehrere Hundert Grundschüler in Leherheide auf der Straße, sagte Bernd Winkelmann von der GEW. Die Schüler sollten zeigen, dass eine Stadt sich nicht so leicht geschlagen gibt, so Winkelmann weiter.
Von der Landesregierung fordert er, die Schulen in Bremerhaven so auszustatten, dass sie ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen können. Nach Berechnungen der Gewerkschaft brauchen die Bremerhavener Schulen 170 zusätzliche Lehrer, um die Schulreform umzusetzen und auch Kindern aus schwierigen sozialen Verhältnissen eine gute Bildung zu ermöglichen.
Video: Demo gegen Lehrermangel
Einstellungen, Infos und Kommentare
Auch aus Sicht des Stadtschülerrings war die Aktion ein Erfolg. Weitere Aktionen seien in Planung, möglicherweise schon Mitte des Monats. Bremerhavens Schuldezernent Michael Frost (Grüne) zeigte sich von der Demonstration beeindruckt, hat aber keine Hoffnung, dass mehr Lehrerstellen bewilligt werden. Frost will weg von Zahlenspielen und Beispielrechungen um neue Lehrerstellen und spricht davon, dass Bildungspolitik inhaltlich gestaltet werden müsse. Schließlich gebe es in Bremerhaven und Bremen die gleichen Probleme, man wolle nun gemeinsam nach Lösungen suchen.
Nach Berechnungen der GEW werden 170 zusätzliche Lehrer in Bremerhaven benötigt, um die beschlossene Schulreform umzusetzen und auch Kindern aus schwierigen sozialen Verhältnissen eine gute Bildung zu ermöglichen. Die Demonstration war eine gemeinsame Aktion des Stadtschülerrings, des Zentralelternbeirats und der GEW. Die Leiter der Bremerhavener Schulen unterstützten den Protest.
Beteiligung aus allen Altersstufen: Demo in Bremerhaven.
"Bremen und Bremerhaven bemühen sich gemeinsam, eine angemessene Unterrichtsversorgung zu sichern", sagte Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) als Reaktion auf den Protest. "Wir sind im Dialog mit allen Beteiligten." Außerdem verwies die Senatorin darauf, dass der Senat beschlossen hat, 7,5 Millionen Euro zusätzlich für die Bildung bereit zu stellen.
Bildungsressort macht kaum Hoffnung
Schüler demonstrieren in Bremerhaven
Demonstration für mehr Lehrer, [3:09]
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