14. Mai 2013, 15:35 Uhr
Steigende Energiepreise
Steigende Energiepreise könnten die Zukunft des Stahlwerks in Bremen gefährden. Das befürchtet die Unternehmensleitung angesichts der diskutierten Änderungen des "Erneuerbare-Energien-Gesetzes" (EEG). Die politischen Szenarien führten im Einzelfall zu einer Kostenbelastung, die das Werk von Arcelor Mittal nicht verkraften könne, so Vorstandschef Dietmar Ringel im Gespräch mit Radio Bremen.
50 Millionen Euro zusätzliche Kosten pro Jahr: Die befürchtet der Vorstandschef des Bremer Stahlwerks.
Fast 50 Millionen Euro im Jahr zusätzlich. Diese Kosten kämen – alles in allem – auf das Stahlwerk zu, sollte es zu den geplanten Gesetzesänderungen kommen. Arcelor Mittal verbraucht zu großen Teilen Strom, den es selbst produziert. Dieser Strom ist – bisher – von der sogenannten Ökostrom-Umlage (EEG-Umlage) befreit. Wenn sich das ändert, ist die Existenz des Werks bedroht, so Ringel.
Wie sich Industriebetriebe mit hohem Stromverbrauch – und damit auch die der Stahlbranche – künftig stärker an den Kosten der Energiewende beteiligen, das ist politisch bisher nicht entschieden. Ringel forderte in diesem Zusammenhang "mehr Verlässlichkeit". Die Rahmenbedingungen seien derzeit "unplanbar". Das erschwere Investitionen für Arcelor Mittal. Der Stahlkonzern beschäftigt weltweit 320.000 Menschen, davon 3.200 in Bremen.
Was darf die Energiewende kosten?, [8:30]
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