8. Februar 2013, 16:33 Uhr
Hafentunnel Bremerhaven
Nach Überzeugung der CDU in Bremerhaven wird der geplante Hafentunnel nach dem vorläufigen Baustopp teurer als geplant. Die Partei fordert deshalb, die Kosten für das Projekt neu zu berechnen. Das Verwaltungsgericht Bremen hatte entschieden, dass die Bauarbeiten an dem Tunnel erst beginnen können, wenn über mehrere Klagen im Eilverfahren entschieden wurde.
Sollen durch den Tunnel ein Ende haben: Staus auf der Cherbourger Straße.
Eigentlich sollten die Arbeiten bereits Anfang Februar beginnen. Es wird aber dauern, bis es Urteile gibt. Laut Gericht werde frühestens in drei bis vier Monaten über die Klagen entschieden. Nach Ansicht der CDU ist es dadurch vollkommen unrealistisch geworden, dass der Hafentunnel wie geplant nur 170 Millionen Euro kosten wird. Schließlich müsse wegen der Verzögerung komplett umgeplant werden. Das wies Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) zurück. An der Kalkulation aus dem Jahr 2010 ändere sich durch den Zeitverzug nichts.
Vorgesehen ist, dass der Bund 120 Millionen Euro der Kosten für das Projekt übernimmt. Den Rest sollen sich das Bundesland Bremen, die Stadt Bremerhaven und die Hafenwirtschaft teilen. Die FDP in Bremerhaven forderte inzwischen, auf den Tunnel komplett zu verzichten. Stattdessen solle Bremerhaven sofort Verhandlungen mit der Stadt Langen im Landkreis Cuxhaven über eine Nordumgehungsstraße aufnehmen. Der Hafentunnel sollte bis zum Jahr 2016 fertig sein und die Autobahn 27 besser mit den Container-Terminals verbinden.
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